
Analyse So kann der Handel ChatGPT nutzen
Das OpenAI-Tool ChatGPT ist in aller Munde und hat das Thema KI in die breite Öffentlichkeit gebracht. Auch Händler und Onlineshops experimentieren mit dem KI-basierten Sprach- und Text-Bot. Wir erklären, wie der Handel das Tool nutzen kann.
Im November vergangenen Jahres wurde der Chatbot ChatGPT erstmals veröffentlicht. Seitdem wächst die Begeisterung für das Tool, das in wenigen Sekunden Fragen beantwortet, Zusammenfassungen verfasst und sogar Programmiervorschläge liefert. Schüler waren die Ersten, die den Nutzen erkannt und für ihre Hausaufgaben eingesetzt haben. Inzwischen ist die ChatGPT-Euphorie auf Unternehmen übergeschwappt. Auch Händler und Onlineshops experimentieren mit dem KI-basierten Sprach- und Text-Bot.
Ein Beispiel ist Zalando. Bereits seit 2018 tüftelt der Shopping-Riese an Möglichkeiten, mithilfe Künstlicher Intelligenz die Customer Experience zu verbessern. Damals wurde der Algorithmic Fashion Companion (AFC) entwickelt, der Kunden persönliche Outfits empfehlen sollte. Den richtigen Durchbruch hat diese softwarebasierte Modeberatung aber nie geschafft. Jetzt soll ChatGPT das Thema wieder nach vorne bringen.
In den nächsten Wochen kommt die Beta-Version eines Fashion Assistant, die in Deutschland von ausgewählten Kundinnen getestet werden kann. Neu an dem Tool ist, dass man in der App Fragen stellen kann. Beispiel: "Ich bin auf einer Hochzeit im Juli auf Santorin eingeladen. Was sollte ich anziehen?" Der Fashion Assistant, der ChatGPT nutzt, liefert darauf eine Antwort und empfiehlt Produkte, die auf Zalando zu finden sind. Auch Amazon arbeitet intensiv daran, künftig komplexe Kundenfragen beantworten zu können und ihnen anschließend die richtigen Produkte zu präsentieren. US-Medien berichten, dass der Online-Riese derzeit Softwarespezialisten einstellt, die die Amazon-Suche mit einem "interaktiven Gesprächserlebnis" aufpeppen können.
Suche in Onlineshops wird sich durch ChatGPT ändern
Nicht wenige Experten gehen davon aus, dass in genau solchen Suchanfragen die Zukunft liegt. "Bevor Menschen kaufen, haben sie Fragen. Und wenn diese zufriedenstellend beantwortet werden können, dann kaufen sie", sagt Dirk Pache, Geschäftsführer von Kontor4. "Und das Beantworten dieser Fragen war noch nie so einfach wie jetzt mit den Möglichkeiten von ChatGPT und Co."
Pache verweist darauf, dass sich damit das Userverhalten auf den Webseiten der E-Commerce-Anbieter deutlich ändern wird. Bislang wurde in Onlineshops nach Produkten gesucht, die über Filter eingegrenzt wurden. Künftig gehe es dann aber auch um begleitende Fragen, wie zum Beispiel: "Ist die Hose schnell zu reinigen?" Oder: "Wie häufig muss ich den Akku wechseln?"
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