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"Wir sind ein Fels in der Brandung" Wie sich die Marke Tatonka für die Zukunft aufstellt

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Outdoor-Ausrüster Tatonka kämpft sich erfolgreich durch die Corona-Krise. Was Geschäftsführer Andreas Schechinger dabei gelernt hat? "Niemals aufgeben." Er erzählt im Interview von Hiobsbotschaften und der Positionierung der Marke.

Outdoor-Ausrüster Tatonka (Dasing bei Augsburg) befindet sich auf Kurs: Sollte in den kommenden Monaten alles normal laufen, wird das Unternehmen den Umsatz des Geschäftsjahres 2019/20 (per 30. September), und zwar 21,5 Millionen Euro, wieder erreichen können. Geschäftsführer ­Andreas Schechinger will seine Marke künftig aber noch klarer positionieren.

Herr Schechinger, Sie sind jetzt bereits seit 2004 als Geschäftsführer für ­Tatonka verantwortlich. Was haben Sie durch die Corona-Krise in den zurückliegenden Monaten gelernt? Inwieweit haben Sie sich vielleicht auch selbst in Ihrer Führungsposition weiterentwickelt?

Andreas Schechinger:
Ich habe vor allem gelernt: niemals aufgeben. Egal welche Hiobsbotschaften reinflattern - es gibt immer einen Weg. Diese Hiobsbotschaften kommen zu 99 Prozent aus dem Bereich Logistik. Mit dem Beginn der Pandemie haben die Reedereien erst einmal ­ihre Flotte reduziert mit der Begründung, sie erwarten einen Rückgang der Wirtschaft. Was aber nicht eingetreten ist - ganz im Gegenteil: Die Wirtschaftsleistung ist weltweit gestiegen. Das hat dazu geführt, dass die Frachtkosten nach oben gegangen sind, obwohl diese normalerweise hätten sinken müssen. Seit August 2020 kann man sich auf den Bereich Logistik überhaupt nicht mehr verlassen. Mittlerweile sind wir bei Frachtraten von über 10.000 US-Dollar pro Container - vor einem Jahr waren das noch 2.000 US-Dollar. Aber nicht nur diese sind explodiert, sondern auch die Laufzeiten. Als die Schiffe früher noch mit Vollgas ­gefahren sind, hatten wir vier Wochen Lieferzeit von Vietnam nach Deutschland. Jetzt haben wir Lieferzeiten zwischen sieben und neun Wochen. Damit können Sie nichts mehr planen. Gleichzeitig haben wir natürlich Kunden, die sagen: Hey, ihr habt uns doch die Warenlieferung zugesagt. Und das meine ich mit "niemals aufgeben": Wenn der Con­tainer heute nicht kommt, dann kommt er eben morgen, und wenn er morgen nicht kommt, dann kommt er halt übermorgen. Irgendwann muss man aber dann auch mal zum Hörer greifen und den Händlern ­erklären: tut uns leid, wir können nicht mehr.

Schechinger Andreas

Seit 2004 Geschäftsführer bei Tatonka: Andreas Schechinger

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