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H&M startet neuen Outlet-Marktplatz in Deutschland und Österreich

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Der Fashion-Konzern H&M startet am heutigen Donnerstag seinen neuen Outlet-Marktplatz in Deutschland und Österreich. "Afound" gibt es in Schweden bereits seit 2018; auf der Plattform finden Kunden rabattierte Produkte aus vergangenen und aktuellen H&M-Modekollektionen.

In Schweden gibt es "Afound" bereits seit 2018, heute startet der Outlet-Marktplatz auch in Deutschland und Österreich. Auch in den Niederlanden gibt es die Plattform bereits, weitere Expansionen seien geplant.

Auf dem neuen Marktplatz sollen Kunden rabattierte Produkte aus vergangenen und aktuellen H&M-Modekollektionen finden. Der Rabatt liegt zwischen 25 und 70 Prozent. Auch andere zu H&M gehörende Brands wie Weekday oder Arket gibt es auf Afound, ebenso wie die H&M-Partnermarken Puma, Diesel oder Vans. Insgesamt sollen es 400 Marken sein.

Während es in Schweden und den Niederlanden auch Afound-Filialen gibt, soll in Deutschland und Österreich vorerst nur der Online Shop verfügbar sein. Afounds Pläne sind in jedem Fall ambitioniert: Chefin Joanna Hummel erklärte, man wolle "die Branche revolutionieren".

Finanzlage bei H&M in der Corona-Krise

Dafür müssen aber zunächst die Bilanzzahlen stimmen. Hier hat die Corona-Krise H&M schwer getroffen: Seit Mitte März wurden rund 80 Prozent der Geschäfte der Gruppe geschlossen. Ende April begann die schrittweise Wiedereröffnung in verschiedenen Märkten - laut H&M zu Beginn mit einem zurückhaltenden Publikumsverkehr. Gegenwärtig sind noch 3.050 Läden, die 60 Prozent der 5.061 Geschäfte der Gruppe ausmachen, vorübergehend geschlossen.

Der Gesamtumsatz der H&M Group ist im Zeitraum vom 1. März bis 6. Mai dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 57 Prozent zurückgegangen. Die Online-Verkäufe, die in 46 der 51 Online-Märkten des Unternehmens geöffnet sind, stiegen im gleichen Zeitraum um 32 Prozent.

Die Umsatzentwicklung in einigen Märkten der H&M-Gruppe vom 1. März bis 6. Mai dieses Jahres in Prozent:

  • Deutschland - 46
  • China -32
  • Japan -58
  • USA -71
  • Italien - 80
  • Norwegen -36
  • UK -60
  • Spanien -76
  • Dänemark -51
  • Frankreich -71
  • Russland - 47
  • Finnland - 49
  • Schweden - 31
  • Polen - 59
  • Südkorea - 11

Um die negative Umsatzentwicklung auszugleichen, arbeitet man an einer Reihe von Sanierungsmaßnahmen in den Bereichen Einkauf, Investitionen, Mieten, Personal und Finanzierung. Das zweite Quartal wird laut H&M defizitär sein, da die Maßnahmen den "erheblichen Umsatzrückgang" nicht ausgleichen können. Die Liquidität der H&M-Gruppe sei aber gut.

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