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Öko-Produkte für Babys Jessica Albas "The Honest Company" geht an die Börse

www.honest.com
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Jessica Alba bringt ihre "Honest Company" an die Börse. Die Schauspielerin und Unternehmerin will ihre Firma, die Öko-Produkte für Babys vertreibt, an der Technologie-Börse Nasdaq listen. Honest wird bei dem geplanten IPO mit über 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet.

Vor sechs Jahren wurde "The Honest Company" zum Einhorn. Das 2012 von Schauspielerin Jessica Alba gegründete Unternehmen knackte 2015 die Milliarden-Bewertung. Bislang konnte die Firma, die schadstofffreie Babywindeln, Tücher und Kosmetika vertreibt, in sieben Finanzierungsrunden über 530 Millionen US-Dollar eingesammelt. Doch nach dem kometenhaften Aufstieg in den Anfangsjahren musste The Honest Company zeitweise viel Federn lassen. Kritiken über Sulfate in Albas Waschmittel etwa kosteten Image und viel Geld für Vergleichszahlungen. Doch das ist Schnee von gestern: Jetzt wagt sich die Unternehmerin an den Gang aufs Börsenparkett.

Jessica Alba will Honest an der Technologie-Börse Nasdaq listen. Die Firma wird bei dem geplanten IPO mit über 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet, schreibt das Handelsblatt. Der jetzige Börsengang ist für Honest bereits der zweite Anlauf. Vor sechs Jahren machte die Unternehmerin einen Rückzieher, als sich Beschwerden über einzelne Produkte häuften.

Umsatz und Gewinn

Wie bei vielen Börsenkandidaten verändert auch bei Honest der Blick auf Umsatz und Gewinn das Bild: So konnte das Unternehmen zwar im vergangenen Jahr dank der Corona-Pandemie den Umsatz um 28 Prozent auf 300 Millionen Dollar steigern. Dem gegenüber steht aber kein Gewinn: Wie aus dem Prospekt der Börsenaufsicht SEC für den IPO hervorgeht, hat Honest seit seiner Gründung jedes Quartal mit einem Verlust abgeschlossen. Jedoch konnte Alba den Verlust im vergangenen Jahr von 31 Millionen auf 14 Millionen US-Dollar mehr als halbieren.

In den Anfangsjahren nutzte Honest vor allem Abo-Lösungen, um seine Produkte im Wochen- oder Monatsrhythmus an die Kunden zu schicken. Das brachte wiederkehrende Einnahmen. Inzwischen kommt der Großteil der Bestellungen von großen Plattformen und Einzelhändlern wie Amazon, Target oder Cosco.

Mit dem Börsengang wird Albas Beteiligung von 6,56 Prozent auf 6,1 Prozent sinken. Dieses Aktienpaket wird mit dem angestrebten Aktienpreis von 14 bis 17 US-Dollar knapp 100 Millionen US-Dollar wert sein.

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