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Junge Frauen mit Einkaufstüten und Smartphones

Globale Shopper-Studie Mehrheit der jungen Käufer wünscht sich nahtlose "phygitale" Erlebnisse

Shutterstock/antoniodiaz
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E-Commerce und Einzelhandel verschmelzen immer mehr - vor allem aus Kundensicht. Laut einer Studie des Technologieanbieters Zebra erwarten vor allem junge Käufer den Mix aus physischem und digitalem Handel.

Dank mobiler Endgeräte und E-Commerce ist das Einkaufserlebnis mittlerweile überall und zu jeder Zeit möglich - doch Kunden kaufen auch wieder vermehrt stationär ein. Dabei unterscheiden sie jedoch kaum noch zwischen den Handelskanälen.

Das betrifft vor allem die junge Zielgruppe: 74 Prozent der befragten Millennials und 73 Prozent der Gen X wünschen sich laut der jährlichen globalen Shopper-Studie des US-amerikanischen Technologieanbieters Zebra nahtlose "phygitale" Erlebnisse, also den Mix aus physischem und digitalem Handel. Kriterien wie Produktverfügbarkeit, Preistransparenz, Sicherheit, kontaktloses Einkaufserlebnis und einfache Rückgabe werden dabei immer wichtiger.

Kunden informieren sich verstärkt vorab online

Laut der Erhebung werden Verbraucher beim Einkauf auch immer selbstständiger und nutzen Online-Shops vorab für die Recherche von Produktpreisen (50 Prozent), den Preisvergleich (45 Prozent) und die Überprüfung des Lagerbestands für ein bestimmtes Produkt vor dem Besuch eines Geschäfts (31 Prozent). 58 Prozent der Kunden gab zudem an, dass es schneller geht, Informationen auf ihrem Smartphone nachzusehen, als Mitarbeiter im Geschäft um Hilfe zu bitten.

Fakt ist: Omnichannel-Angebote sind zunehmend auch in Geschäften vor Ort gefragt. Verbraucher erwarten, dass sie überall und jederzeit Produkte finden und kaufen können. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es sonst sogar oft gar nicht zum Kauf kommt: 71 Prozent der Befragten gaben an, in letzter Zeit ein Geschäft ohne den gewünschten Artikel verlassen zu haben - bei 49 Prozent davon war vergriffene Ware der Grund.

"Selbst wenn nur ein einziger Artikel nicht vorrätig ist, brechen Kunden manchmal ihren kompletten Einkauf ab, wenn sie das Gewünschte anderswo mobil bestellen können. Deshalb ist es ratsam, Mitarbeiter mit mobilen Geräten und Anwendungen auszustatten. Dann können sie die Kunden bei ihren Einkäufen im Laden unterstützen, zum Beispiel auch bei alternativen Bestell- und Lieferangeboten", sagt Bill Inzeo, Global Retail Technology Strategist bei Zebra Technologie.

Im Rahmen der 14. jährlichen Global Shopper-Studie von Zebra wurden im Juni und Juli 2021 von Azure Knowledge Corporation weltweit über 5.000 Kunden, Mitarbeiter und Entscheidungsträger im Einzelhandel befragt.

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