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Veggie-Kochbox Kochzauber

Kochboxen-Anbieter Lidl schnappt sich Kochzauber

Die Veggie-Kochbox von Kochzauber

Kochzauber.de

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Doch kein Aus für Kochzauber: Das Berliner Kochboxen-Start-up wird nicht wie angekündigt eingestellt. Stattdessen übernimmt die Supermarktkette Lidl das Unternehmen.

Überraschende Wende bei Kochzauber: Eigentlich war das Ende des Start-ups aus Berlin sicher. So hatte eine Sprecherin der Otto-Tochter MyToys, der das Unternehmen mehrheitlich gehört, angekündigt, dass Kochzauber sein Geschäft 2016 beenden werde: "Das Geschäftsmodell konnte ­unsere Erwartungen nicht erfüllen und somit konnten die anvisierten Ziele nicht erreicht werden". Jetzt aber übernimmt Lidl das Kochboxen-Start-up vollständig, berichtet Gründerszene.de.

Demnach will Kochzauber "das Geschäft mit Kochboxen weiter betreiben und ausbauen", zitiert das Branchenportal eine Sprecherin. Es solle aber eine Trennung zwischen den beiden Unternehmen bestehen bleiben, weder solle das Start-up unter der Marke Lidl geführt werden, noch sei beabsichtigt, Produkte der Supermarktkette in den Boxen zu versenden. Ein Preis für die Übernahme wurde bislang nicht genannt. 

Das 2012 gegründete Start-up soll nun mit 14 von bisher 20 Mitarbeitern weitergeführt werden, außerdem sollen vier Lidl-Mitarbeiter dazukommen, heißt es weiter. Das Geschäftsmodell von Kochzauber basiert auf individuellen Paketen, die Kunden je nach Bedürfnis zusammengestellen können - etwa für Paare, Singles oder Familien. Ursprünglich hatte sich Kochzauber zum Ziel gesetzt, deutschlandweit der führende Anbieter von Kochboxen im Internet zu werden. Eine Finanzierungsrunde mit myToys.de und Project A Ventures sollte dabei helfen.

Der Hype um das Geschäftsmodell Abo-Commerce hat Ernüchterung Platz gemacht. Das Hauptproblem: Kunden, die ihre Abos zu früh kündigen, und zu hohe Marketing-Kosten.

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