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Diverse Kosmetika gesammelt in einer Tasche

Abo-Dienste Glossybox profitabel, Mamibox schließt

shutterstock.com/Poznyakov
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Während Glossybox, das Start-up von Rocket Internet, endlich operativ profitabel ist, stehen einige andere Abobox-Anbieter vor dem Aus. Bei Mamibox ist bereits Schluss.

Seit März 2011 gibt es Glossybox schon. Seitdem verschickt das Unternehmen im Abonnement Kosmetik in Probiergrößen. Im Juli 2013 konnte das Start-up, das damals in 15 Ländern aktiv war, 200.000 Abonnenten verzeichnen. Profitabel war das Geschäft einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) zufolge aber lange nicht. Die Folge: 2013 hat sich das Unternehmen aus einigen Ländern verabschiedet und Mitarbeiter entlassen.

Nun teilt CEO Charles von Abercron erstmals Umsatzzahlen mit. Bis zu 35 Prozent Wachstum verzeichne Glossybox seit dem Neuanfang Ende 2013. Im vergangenen Jahr habe das Berliner Unternehmen mehr als 30 Millionen umgesetzt. Für  2014 rechne Glossybox mit ähnlich hohen Einnahmen. Außerdem sei das Start-up, das mittlerweile nur noch in zehn Ländern aktiv ist, seit ein paar Monaten auch operativ profitabel. Sechs Millionen Boxen wurden seit der Gründung gepackt und verschickt, 200.000 Boxen sind es derzeit pro Monat. Im Durchschnitt abonnieren Kunden die Kosmetikartikel sechs bis neun Monate lang. Als Marketinganbieter sehe von Abercron sein Unternehmen derzeit zwar noch nicht. "Das ist allerdings die Richtung, in die wir gehen wollen", sagt der 29-Jährige dem WJS.

Während es für Glossybox also bergauf zu gehen scheint, sieht es für andere Abobox-Start-ups düster aus: Wie Gründerszene berichtet, stellt die Bertelsmann-Tochter DirectGroup Germany Mamibox ein, das sich an Mütter gerichtet hat. Im Juni wurde das letzte Paket an Kunden ausgeliefert. Als Begründung hieß es: "Trotz des durchweg positiven Feedbacks von Usern, Partnern und der Medien sehen wir leider für das Mamibox-Modell keine Zukunft, da es wirtschaftlich nicht in ausreichendem Maße tragfähig ist. Daher hat die DirectGroup Germany nun die Entscheidung getroffen, die Mamibox zu schließen."

Darüber hinaus sollen auch PinkBox, LuxuryBox und MyJewelStars eingestellt werden. Bis zum Jahresende 2015 soll die Schließung der DirectGroup Germany vollständig abgeschlossen sein. Sollte es für einzelne Teile der Gruppe Interessenten geben, wolle man nach Lösungen suchen, um diesen ein Weiterbestehen außerhalb der DirectGroup zu ermöglichen.

Wie nun bekannt wurde, konnte Glossybox 2014 erstmals schwarze Zahlen vorlegen. Damit konnte das Geschäftsführer mit einem siebenstelligen Gewinn abgeschlossen werden.

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