INTERNET WORLD Business Logo Abo

Outsourcing Entwickler aus Osteuropa für deutsche Gründer

Shutterstock.com/ra2studio
Shutterstock.com/ra2studio

Qualifizierte Software-Entwickler haben ihren Preis. Singlepoint vermittelt nun Entwickler aus Osteuropa an deutsche Firmen, die auf der Suche nach günstigen Arbeitskräften sind.

Das im August 2014 gegründete Berliner Unternehmen Singlepoint will Software-Entwickler aus Osteuropa an Unternehmen vermitteln, um deren Internet- und Mobile-Produkte zu realisieren. Da qualifizierte Software-Entwickler hierzulande rar und entsprechend gut bezahlt seien, stießen Start-up-Gründer und andere Unternehmer hierzulande seit Jahren an ihre Grenzen, so die Begründung des Geschäftsmodells.

"Viele Unternehmen blicken mittlerweile nach Osten, um dort Entwickler zu finden. Häufig fehlt jedoch die Erfahrung, wie solche 'remote teams' zu steuern sind", sagt Singelpoint-Gründer Sven Krahn. Außerdem hätten Unternehmer beim Outscouring Bedenken hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit, der Qualität oder der politischen und rechtlichen Situation in diesen Ländern.

Singlepoint wolle diese Unsicherheiten mit seinem Team beseitigen. Ansprechpartner sind dabei Produkt-Manager, die Software-Projekte gemeinsam mit Entwicklern aus Armenien, der Ukraine und Weißrussland umsetzen. Dazu gehören Teamaufbau, Anforderungsmanagement, Entwicklung und Qualitätssicherung.  Dabei verspricht der Anbieter, mit den "rechtlichen und kulturellen Unterschieden sowie den politischen Entwicklungen" ebenfalls umzugehen zu wissen.

Auch der Online-Riese Amazon hat Osteuropa für sich entdeckt: Im Machtkampf mit der Gewerkschaft Ver.di hat sich der Webhändler zu einem neuen Schritt entschlossen: Deutsche Verlage werden dazu aufgefordert, Bücher über ausländische Versandzentren zu schicken.

Das könnte Sie auch interessieren