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Fineway

Start-up vorgestellt Curated Shopping fürs Reisen: Fineway

Start-up Fineway schürt die Reiselust und hilft beim Buchen

Screenshot Unternehmen

Start-up Fineway schürt die Reiselust und hilft beim Buchen

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Fineway ist ein Start-up für die Tourismusbranche. Die Münchner übertragen das Konzept des Curated Shopping auf Reisen, stellen Touren nach Wünschen ihrer Kunden zusammen und übernehmen die Buchung.

Outfittery, Modomoto oder neuerdings Zalon beraten Kunden beim Modeeinkauf und verkaufen die Ware für den persönlichen Stil. "Curated Shopping" nennt die E-Commerce-Branche das Modell, dass in München nun auch auf Reisen übertragen wird. "Bei uns geht es nicht um die günstige Pauschalreise", stellt Markus Feigelbinder klar. "Wir realisieren abstrakte Reiseträume und übernehmen dann die Buchung.“

Feigelbinder hat mit seinem Freund Markus Bohl in München 2014 das Start-up Fineway gegründet und bietet seit Oktober 2015 Reisen an, die nach individuellen Wünschen zusammengestellt werden. Interessenten finden auf der Website zur Inspiration ihrer Reise sieben Kategorieren. Xi'an in China empfehlen die Münchner Reiseexperten beispielsweise für einen Trip in die Vergangenheit, Cooper Pedy in Australien für Entdecker, Liebespaare könnten sich auf den Andamanen verlustieren. Fineway sucht die Bausteine auch für individuelle Reiseträume und bucht, wenn den Kunden das Ziel und die vorgeschlagenen Services zusagen, die Fahr- und Flugverbindungen und Hotels sowie Führer, Eintrittskarten und mehr.

Selbstlernendes Such- und Buchungssystem

Das Münchner Start-up profitiert nach eigenen Aussagen dabei von den Sonderkonditionen und Margen, die Hotels, Bahnen oder Veranstaltungsanbieter ihnen einräumen. "Der Kunde zahlt so viel, wie er auch bei der Selbstbuchung zahlen würde", erklärt Feigelbinder das Prinzip.

Das Geschäftsmodell wird sich auf Dauer allerdings erst dann rechnen, wenn die jeweiligen Einzelteile der unterschiedlichen Reisepakete in einer Datenbank archiviert und für die Fineway-Berater nutzbar gemacht werden. Dafür hat das Start-up im vergangenen Jahr ein selbstlernendes Such- und Buchungssystem aufgebaut, das die Daten aller Buchungen und Kundenwünsche speichert und für weitere Trips oder Reiseträume schnell verfügbar macht

Feiglhofer und Bohl beschäftigen inzwischen 15 Mitarbeitende und sind mit zwei Millionen Euro Risikokapital von Bayern Kapital, Reisebuch-Spezialist Mair-Dumont sowie von verschiedenen Business Angels ausgestattet. Damit muss das neue Geschäftsmodell durchgesetzt werden.

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