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Auto von Lyft

Uber-Konkurrent Lyft eröffnet Büro für Karten-Entwicklung in München

shutterstock.com/Roman Tiraspolsky
shutterstock.com/Roman Tiraspolsky

Der Fahrdienst-Vermittler Lyft - einer der größten Mitbewerber von Marktführer Uber - eröffnet sein erstes europäisches Büro in München. Das neue Team soll sich unter anderem um die Entwicklung von Karten kümmern.

Der amerikanische Uber-Rivale Lyft lässt in München Karten für künftige selbstfahrende Autos entwickeln. Das neue Münchner Team solle unter anderem daran arbeiten, dass Fahrzeuge ihre Position auf der Straße genau bestimmen können, teilte Lyft in einem Blogeintrag mit.

Zugleich gab es keine Hinweise darauf, dass das erste Büro in Europa mehr als ein Entwicklungsstandort ist. Es gab auch keine Angaben dazu, wie viele Mitarbeiter das Start-up Lyft in München einstellen will. Der Fahrdienst-Vermittler gilt als der schärfste Konkurrent von Uber in den USA - ist aber außerhalb des Heimatmarktes bisher nur in Toronto in Kanada unterwegs, und das auch erst seit Ende vergangenen Jahres.

Möglicher Start in London

Laut Medienberichten soll Lyft allerdings auch mehrere Gesprächsrunden über einen Start in London geführt haben, wo Uber die Lizenz entzogen wurde. Über Ergebnisse ist bislang nichts bekannt. Uber legte Widerspruch gegen den Lizenz-Entzug ein und darf während des Verfahrens vorübergehend weiterarbeiten.

Für die Zukunft mit selbstfahrenden Autos verfolgt Lyft bisher den Plan, Fahrzeuge unterschiedlicher Anbieter auf seine Plattform zu holen. Dafür wurden bereits Vereinbarungen mit Branchen-Größen wie Ford abgeschlossen, aber auch mit Start-ups, die Software für autonom fahrende Autos entwickeln. Uber entwickelt eigene Technologie für Roboterwagen, der neue Chef Dara Khosrowshahi kündigte jüngst aber auch an, die Plattform ähnlich wie bei Lyft für andere Anbieter zu öffnen.

Lyfts Entscheidung für München unterstreicht zugleich, dass Deutschland reich an Experten für digitale Karten ist. So hatte Nokia in Berlin seinen Kartendienst Here angesiedelt, der inzwischen den deutschen Autobauern Audi, BMW und Mercedes gehört. Und auch Apple betreibt laut Medienberichten in Deutschland einen Entwicklungsstandort für seine Kartendienste.

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