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Kreislaufwirtschaft-Mode

Kreislaufwirtschaft Nach Ottos "Circular Collection": Auch Zalando launcht eigene zirkuläre Designs

Shutterstock/ HollyHarry
Shutterstock/ HollyHarry

Nachdem Mode-Konkurrent Otto mit dem Start-up circular.fashion kürzlich eine kreislauffähige Modelinie herausbrachte, setzt nun auch Zalando auf dessen Know-how in puncto kreislaufbasierter Kollektionen. Die neuen Kriterien sollen bald auch für Partnermarken gelten.

Zalando arbeitet bereits seit Jahren mit dem Berliner Start-up circular.fashion zusammen, um beispielsweise nachhaltige Modekollektionen wie "redeZIGN" herauszubringen. Vor kurzem hat der Mode-Konkurrent Otto gemeinsam mit circular.fashion die kreislaufbasierte Kollektion "Circular Collection" entwickelt. Zalando startete daraufhin ebenfalls eine weitere Kooperation mit dem Start-up.

Nach eigenen Angaben hat der Konzern in den vergangenen zwei Jahren selbst Grundlagen für die Kreislaufwirtschaft im Bereich Mode geschaffen. Nun bemüht sich Zalando, die Lebenszyklen der eigenen Modeartikel zu verlängern.

Durch die Annahme zirkulärer Design-Strategien könne der Modekonzern gewährleisten, dass angebotene Kleidungsstücke im nachhaltigen Bereich aus recycelten und erneuerbaren Materialien hergestellt werden, heißt es in einem Statement des Unternehmens. "Alles, von der Materialauswahl bis hin zu den Produktionsprozessen, kann in dieser Phase einen dramatischen Einfluss haben, der sich auf den gesamten Lebenszyklus des Produkts auswirkt - wie es verwendet wird, ob es wiederverwendet wird und ob es recycelt werden kann", sagt Laura Coppen, die Head of Circularity bei Zalando. 

Was unterscheidet nachhaltige von zirkulärer Mode?

Zirkuläre Mode geht über bekannte Nachhaltigkeitsmerkmale wie hohe Textilqualität und Langlebigkeit hinaus. Sie muss laut Coppens Aussage drei wichtige Eigenschaften aufweisen: Die Artikel müssen aus recycelten oder erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden oder zu oder zu neuen Materialien verarbeitet werden können. Die Produktion muss so gestaltet sein, dass Modeartikel länger halten und reparierbar sind. Außerdem soll es möglich sein, sie mit digitalen Pässen auszustatten, um sie an die angestrebte Kreislaufwirtschaft anzupassen.

Zirkuläre Mode nicht nur bei den Eigenmarken

Die erläuterten Kriterien sollen bald nicht nur für Zalandos Eigenmarken gelten, sondern auch für Modeartikel der Partnermarken.  Die kürzlich veröffentlichte EU-Initiative für mehr nachhaltige Textilien soll zu einer klimaneutralen, kreislauforientierten Wirtschaft beitragen.

"Wir begrüßen die Veröffentlichung des Vorschlags für eine Ökodesign-Richtlinie, da sie einen übergreifenden Rahmen für das Ökodesign von Produkten schaffen wird und somit gemeinsame und zuverlässige Leitlinien für Nachhaltigkeitsanforderungen für Modemarken, die in der EU tätig sind", so Coppen.

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