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BTE Handelsverband Textil Warum Händler jetzt noch keine Sommerware reduzieren sollten

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Der BTE Handelsverband Textil appelliert an den gesamten Fashion-Handel, sich in den nächsten Wochen mit Preisaktionen bei Sommerware zurückzuhalten. Die Branche braucht jetzt diese Solidarität, um die Folgen der Corona-Krise zumindest abzufedern.

Mitunter gab es zwar mehr oder weniger auffällige Sale-Plakate, doch betrafen sie speziell im konsumigen Markt primär Übergangsware und frühe Monatsprogramme. Dies ist zu dieser Zeit nicht unüblich, da die Haupt-Verkaufszeit von Frühjahrsware Ende Mai meist vorbei ist. Es ist nicht zu erwarten, dass sich diese Ware bei steigenden Temperaturen noch zu vollen Preisen vermarkten lässt.
 
Falsch ist es aber mit Sicherheit, für den breiten Markt bereits jetzt neue Sommermode zu reduzieren - selbst bei großem Lagerdruck. Denn durch den teilweisen Wegfall der Frühjahrssaison aufgrund der Corona-Maßnahmen braucht der Modehandel jetzt unbedingt eine längere Phase mit vollen Preisen, um nicht noch weitere Existenz-gefährdende Verluste einzufahren.

Selbst wenn einzelne stationäre Modehändler oder Online-Anbieter mit ersten Rotpreisen für Sommerware vorpreschen, sollte man sich davon möglichst nicht beeinflussen lassen, so der BTE Handelsverband Textil.

Sommersaison bis in den August verlängern

Hinzu kommt: Durch die Corona-bedingten Verzögerungen in der Lieferkette kommt ein Gutteil der Herbstware im breiten Markt erst ab August in die Geschäfte. Wer also jetzt bereits seine Sommerware verramscht, läuft Gefahr, seinen Kunden im Hochsommer kaum bedarfsgerechte Ware anbieten zu können. 

Die gesamte Modebranche ist sich daher weitgehend einig, dass die Sommersaison unbedingt bis in den August verlängert werden muss und breitere Reduzierungen frühestens Mitte/Ende Juli Sinn machen.

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