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Expansion

Fokus auf Digital-Geschäft H&M will neue Online-Märkte erschließen

shutterstock.com/NEGOVURA
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H&M kommt bei seinem Logistik-Umbau weiter voran - hohe Kosten belasten aber den Gewinn. Das E-Commerce Business indes nimmt zu, mit Mexiko und Ägypten will man sich weitere Online-Märkte erschließen.

Der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) macht bei seinem Umbau Fortschritte, muss dafür aber weiter viel Geld ausgeben. Das Unternehmen krempelt die Logistik um, was den Gewinn zunächst belastet. So hat der Textilhändler im dritten Geschäftsquartal (bis 31. August) unterm Strich rund 3,1 Milliarden schwedische Kronen (299 Mio Euro) Gewinn erzielt - etwa 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Anleger zeigten sich trotzdem überzeugt.

Der Aufbau neuer Lieferketten in den USA, Frankreich, Italien und Belgien hätte Sonderkosten von 400 Millionen Kronen verursacht, sagte Vorstandschef Karl-Johan Persson. Der Zara- und Primark-Konkurrent hatte schon vor zehn Tagen bei der Veröffentlichung seiner Erlöse auf die hohen Kosten hingewiesen.

Online: Mehr als 30 Prozent Plus

Ohne die anfallende Mehrwertsteuer hat der Konzern 55,8 Milliarden schwedische Kronen (5,3 Milliarden Euro) umgesetzt, neun Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Dies hatte die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktie hatte bereits vor zehn Tagen einen kräftigen Sprung gemacht, auch am Donnerstag kletterte das Papier nun um über acht Prozent nach oben.

H&M hat relativ spät auf die Konkurrenz von Online-Händlern und billigeren Anbietern reagiert. Die Konzernspitze gelobt Besserung. "Die Online-Verkäufe haben im dritten Quartal um mehr als 30 Prozent zugenommen", sagte Persson. Das Unternehmen will sich unter anderem in Mexiko und Ägypten neue Online-Märkte erschließen. Deutschland ist mit 458 Geschäften einer der wichtigsten Absatzmärkte der Schweden.

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