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Goering-Eckardt

Sanierung der Innenstädte Grüne wollen mehr Urwald und weniger Online-Handel

Grüne-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt

Harry Weber/Grüne Bundestagsfraktion

Grüne-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt

Harry Weber/Grüne Bundestagsfraktion

Wie kann man die Innenstädte wieder attraktiver machen? Damit haben sich die Grünen auf ihrer Fraktionsklausur befasst. Angestrebt wird eine Regulierung des Online-Handels - dazu könne das Bundeskartellamt beitragen, aber auch eine Digitalsteuer.

Die Grünen wollen den Online-Handel regulieren, um einem Aussterben der Innenstädte entgegenzuwirken. Die "Marktmacht" des Warenverkaufs über das Internet müsse zumindest begrenzt werden, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt nach einer zweitägigen Klausur der Grünen-Bundestagsabgeordneten in Berlin.

Der klassische Handel sei inzwischen so stark ins Hintertreffen geraten, "dass wir finden, hier muss Regulierung hergestellt werden". Dazu könne das Bundeskartellamt beitragen, aber auch eine Digitalsteuer.

Göring-Eckardt sprach sich auch für einen "Innenstadtgipfel" mit dem Ziel aus, die Zentren der Städte wieder attraktiver zu machen. "Wenn das Orte der Leere oder der Depression werden, dann bedeutet das - glaube ich - auch was für die Entwicklung insgesamt."

Klimawandel eindämmen

Neben einem Positionspapier zur Zukunft der Innenstädte beschloss die Fraktion einen Forderungskatalog zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels. Um die schlimmsten Auswirkungen abzumildern, sollen demnach zwei Milliarden Euro in eine Klimanothilfe fließen.

Außerdem wollen die Grünen eine Milliarde Euro in einen "Waldzukunftsfonds" stecken, mit dem die Entwicklung hin zu Laubmischwäldern beschleunigt werden soll. Sie gelten als klimabeständig.

Außerdem setzen sich die Grünen für eine "Urwald-Offensive" ein. Danach sollen zunächst fünf Prozent der Waldfläche in Deutschland, langfristig sogar zehn Prozent, der Natur überlassen werden. Menschliche Eingriffe sollen dort verboten sein. "Dafür wollen wir einen mit 500 Millionen Euro ausgestatteten Wildnisfonds", heißt es in dem Positionspapier.

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