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miele smarte Waschmaschine

Internet of Things Miele entwickelt smarte Waschmaschine

Die internetfähige Miele-Waschmaschine merkt, wenn das Waschpulver zur Neige geht

Die internetfähige Miele-Waschmaschine merkt, wenn das Waschpulver zur Neige geht

Das Internet of Things wird für den E-Commerce immer spannender. Nach Gilette und Amazon setzt jetzt auch Miele auf internetfähige Geräte, die bei Bedarf Nachfüllprodukte online nachordern.

Konkurrenz zu Amazon Dash: Der Haushaltsgerätehersteller Miele stellt auf der diesjährigen IFA eine Waschmaschine vor, die ihren Besitzer an die Nachbestellung von Waschmittel erinnert. Dazu verbindet sie sich per WLAN mit dem heimischen Router und ist über eine App für Android und iOS ansteuerbar. Geht das Waschmittel allmählich zur Neige, sendet das Gerät automatisch eine Nachricht an das mobile Endgerät des Benutzers. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, sofort nachzubestellen. Hierfür genügen drei Klicks, und der gesamte Vorgang vom Lesen der Nachricht bis zum Absenden der Bestellung dauert nicht mehr als eine Minute. Geliefert wird binnen weniger Tage.

Die Verbindung der Waschmaschine WMH 721 WPS EditionConn@ct mit dem hauseigenen Router erfolgt über ein serienmäßiges WLAN-Modul, so dass keine zusätzliche Hardware erforderlich ist. Benötigt wird lediglich die neue Miele App "EditionConn@ct", die kostenfrei für iOS und Android verfügbar ist. Nach Öffnen der Benachrichtigung gelangt der Kune automatisch in den Shop, in dem das aufgebrauchte Waschmittel direkt angezeigt wird. Die Elektronik der Waschmaschine ermittelt den Füllstand der Kartuschen und versendet bei Bedarf automatisch die Nachricht.

Die smarten Maschinen - mit denen Miele auf den Trend Internet der Dinge setzt - sollen im Laufe des Jahres 2016 mit einer Stückzahl von zunächst 2.000 Exemplaren in die Läden kommen. Parallel arbeitet der Hersteller auch schon an vernetzten Geschirrspülern, die ihre Besitzer informieren, wenn Salz, Klarspüler oder Geschirrspüler-Tabs fast aufgebraucht sind. Bei letzteren kalkuliert das Gerät den Verbrauch von einem Tab pro Programmdurchlauf. "Mit unserer mobilen Bestellfunktion tragen wir den veränderten Bedürfnissen der Kunden Rechnung, die auch bei den Gütern des täglichen Bedarfs einen immer größeren Teil ihrer Einkäufe online erledigen."

Dass Kunden es zu schätzen wissen, wenn ihnen der lästige Einkauf von Low-Involvement-Produkten abgenommen wird, zeigen die Erfahrungen von Amazon mit dem Amazon-Dash-Button. Der E-Commerce-Riese kündigte vor wenigen Tagen an, dass das per Plastikknopf bestellbare Sortiment auf 500 Produkte von 29 Marken erweitert würde. "Diese Ankündigung ist wirklich ein Zeichen dafür, dass es funktioniert und wir werden es weiter skalieren und vorantreiben", so Amazons Produktmanagement-Chef Daniel Rausch.

Auch der Markenartikler Gilette, der seine Klingen in den USA übrigens auch über den Dash-Button verkauft, beginnt frühzeitig damit, eigene Erfahrungen in Sachen  Internet of Things zu machen. Mit der "Gilette-Box" entwickelte er ein online-fähiges Gerät, über das sich Männer auf Knopfdruck die Klingen für das derzeitige High-End-Produkt online nachbestellen können.

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