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Streit um Markenzeichen geht vor EU-Behörden

Streit um Markenzeichen geht vor EU-Behörden Microsoft will auch einen "App Store"

Der Streit um das Recht zur Nutzung der Bezeichnung "App Store" weitet sich nach Europa aus. Microsoft beschwert sich jetzt bei den EU-Behörden über Apples Vereinnahmung des Markennamens.

Am Donnerstag legte Microsoft Beschwerde gegen Apples alleinige Beanspruchung der Bezeichnung "App Store" auf dem europäischen Markt für mobile Downloadshops. Damit reihen sich die Redmonder in die Liste der Beschwerdeführer ein. Nokia und HTC haben ebenfalls schon Beschwerde eingelegt.

Bei der Bezeichnung "App Store" handle es sich nicht um einen Markennamen, sondern um einen generischen Begriff argumentiert der Redmonder Softwarekonzern. "Microsoft und andere namhafte Technologieunternehmen bemühen sich darum, Apples Markenzeichenanspruch für 'App Store' und 'Appstore' ungültig zu machen", zitiert Daily Digital eine Stellungnahme von Microsoft zu dem Markendisput. "Der Markenanspruch hätte Apple nie gewährt werden dürfen, da beide Begriffe die Kennzeichnungskraft einer Marke vermissen lassen."

Rechtsstreit in den USA

In den USA liegt Apple bereits über die Nutzung der Bezeichnung "Appstore" mit Amazon im Clinch. Seit Ende März 2011 klagt Apple gegen den Onlinehandelsplatz und begründet seinen Markenzeichenanspruch damit, dass selbst die Zusammenschreibung des Begriffs die Nutzer verwirren und zur Verwechslung mit dem Apple-eigenen App Store bringen könnten.

Auch bei den zuständigen US-amerikanischen Markenbehörden ist Microsoft bereits gegen Apple aktiv: Seit Januar 2011 läuft dort eine ähnliche Beschwerde gegen Apples markenrechtliche Schützung des Begriffs "App Store".

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