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Praxistipp 5 Kernstrategien für den M-Commerce im Jahr 2016

Shutterstock.com/Rasulov
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Wie können Advertiser vom steigenden Wachstum profitieren, maßgebliche Trends identifizieren und Konsumentenwünsche erfüllen? Fakten und Tipps rund um den M-Commerce.

Mobile Commerce hat sich weltweit schnell zu einem der wichtigsten Verbraucher-Shopping- Trends entwickelt. Die Konsumenten wollen heute so komfortabel wie möglich online einkaufen und tätigen inzwischen selbst Einkäufe vor-Ort im Ladengeschäft mit ihrem mobilen Gerät. In Zukunft werden Online- und In-Store-Shopping-Erlebnisse noch stärker zusammenlaufen. glispa-Gründer und CEO Gary Lin, nennt im  fünf wichtige Strategien, die Einzelhändler und Marken im Mobile Commerce im Blick haben sollten, um in dem wachsenden Markt Fuß zu fassen.

1. Global - Global agieren, um schnell zu wachsen
Ein Drittel der E-Commerce-Transaktionen in den Vereinigten Staaten wird vom Handy aus durchgeführt. Diese Zahl ist global sogar höher und wird weiter zunehmen - aufstrebende Märkte treiben diesen Trend voran. So berichtet Internet Retailer, dass Chinas Top-Einzelhändler in diesem Jahr 250 Prozent wachsen werden, im Vergleich zu nur 36 Prozent in den USA. Bei glispa sehen wir, dass die durchschnittlichen Marketingausgaben der Werbetreibenden in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sowie in Südostasien (kurz SEA) im M-Commerce dreimal größer als in den USA und Europa sind. China
verfügt über das größte Wachstumspotenzial von allen.

Von den "Mobile 500" Einzelhändlern sind allein 14 in China ansässig und es wird erwartet, dass ihre Umsätze im Jahr 2015 um ca. 250 Prozent auf 39,4 Milliarden US-Dollar wachsen. Der Anteil der in China ansässigen Einzelhändler am gesamten "Mobile 500"-Wachstum beträgt dabei 45 Prozent. Wer als Händler schnell wachsen möchte, sollte also über den heimischen Tellerrand schauen und in Wachstumsmärkte expandieren.

2. Attribution - Über alle Kanäle und Geräte hinweg messen
Alle Vermarkter müssen mehrere Touch Points, Kanäle und Devices prüfen, um diese genau dem ROI (Return of Invest) zuschreiben zu können. Dies gilt besonders für den M-Commerce, wo die Verbraucher tendenziell eher länger für eine Entscheidung benötigen. Anschaffungen, bei denen die Nutzer verschiedene Geräte im Kaufprozess nutzen, stellen 50 Prozent der weltweiten E-Commerce-Transaktionen dar. Aber die Fragen, die sich dabei stellen, lauten: Woher kommen diese Klicks? Und wie finden Werbetreibende heraus, was genau funktioniert? Wenn am Ende nur "der letzte Klick gewinnt" ist die Messung nicht nur überholt, sondern auch grundlegend fehlerhaft.

Die Herausforderung ist zu bestimmen, wie zum Beispiel die Betrachtung eines Banners oder Videos die Kaufentscheidung beeinflussen. Diese Daten können letztlich Marken und Händlern Erkenntnisse liefern, die sie brauchen, um ihre mobilen Investitionen an mehr als nur dem Umsatz zu messen und letztendlich ein besseres Verständnis des Kaufprozesses zu bekommen.

3. Remarketing - In intelligentes Retargeting investieren
Die Rubrik Shopping/Einzelhandel ist eine der Kategorien mit dem niedrigsten App-Engagement. Mobile Web dominiert in diesem Bereich noch immer in Bezug auf Traffic und Transaktionen. Aktuell wird Mobile Retargeting noch ziemlich naiv betrieben. Vermarkter müssen deshalb eine bessere Segmentierung, Deep-Linking und dynamische Werbemaßnahmen auf Produktebene integrieren. Deshalb ist es für Einzelhändler unausweichlich in intelligente Remarketing- und Retargeting-Verfahren zu investieren, um höhere Erlöse zu erzielen.

4. Native - Mehr nützliche und gewinnbringende Anzeigen erstellen
Wir glauben, dass es möglich ist, eine bessere Performance, einen höheren Gewinn und ein exzellentes Nutzererlebnis für Werbungtreibende und Publisher anzubieten, während man gleichzeitig einen Mehrwert für die User bietet. Die besten Anzeigen verwischen die Grenzen zwischen Werbung, Content und Entdeckung. Der heilige Gral für Werbungtreibende im M-Commerce ist eine Fusion von relevanten Produktempfehlungen in redaktioneller Umgebung in Verbindung mit einer One-Click-Kaufoption rechts im Anzeigenblock.

5. Data - Verstehen, was das eigene Publikum will
Alle oben genannten Punkte können nur komplett zum Durchbruch verhelfen, wenn man seine Zielgruppe versteht. Dann erst kann man genaue Vorhersagen über das Kundenverhalten treffen und proaktiv maßgeschneiderte Nachrichten und Werbemittel an die Nutzer liefern. Werbungtreibende sollten keine Angst davor haben, diese Daten an ihre Vertriebspartner weiterzugeben, die sich sinnvolle Profile daraus ableiten können und dann gezielt ihr Publikum ansprechen können.

Datengesteuerte Marketing-Lösungen können Zielgruppendaten auswerten und helfen, das eigene Publikum zu verstehen. Das beinhaltet nicht nur Ad-Wechselwirkungen, sondern auch sehr granulare Post-Install-Events (Aktionen der Nutzer nach Download der App) von Millionen von Nutzern. Dazu gehören auch Insights wie virtuelle Wunschlisten, Einkaufswagen und Checkout-Daten, sowie Lifetime Value Metriken.

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