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Geldscheine

Messevorschau Payment: Reibungsloser Geldfluss

Fotolia/Gina_Sanders
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Auf der Internet World Messe sind in diesem Jahr alle wichtigen Payment-Dienstleister vertreten und präsentieren ihre neuesten Lösungen.

Zur Kasse gehen: Nach dem Klick auf diesen Button entscheidet sich, ob der Kunde eine Bestellung tatsächlich abschließt oder nicht. Findet er dort nämlich kein Bezahlverfahren, das ihm zusagt, lässt er den Warenkorb oftmals einfach stehen und sieht sich woanders nach seinem Wunschprodukt um. Mehr als die Hälfte der Online-Shopper bricht einen Kauf ab, wenn keines der fünf präferierten Zahlungsmittel angeboten wird, hat das ECC Köln in seiner jüngsten Studie "Payment im E-Commerce" herausgefunden. Damit Online-Händler ihren Kunden ­einen reibungslosen Zahlungsprozess ­bieten können, stehen ihnen viele Unternehmen mit den unterschiedlichsten Dienstleistungen unterstützend zur Seite. Auf der Internet World Messe können sich die Besucher einen Überblick über das breite Spektrum verschaffen.

Das meistgenutzte elektronische Bezahlverfahren der deutsche Shopper ist Paypal (Halle B1 / E330). In diesem Jahr zeigt das Unternehmen am Stand des Shop-Software-Herstellers Oxid seine neue Lösung Paypal Plus. Sie ist für kleinere und mittelständische Händler ­gedacht und soll künftig die vier Zahlarten Paypal, Rechnung, Lastschrift und Kreditkarte aus einer Hand liefern - inklusive Paypal Verkäuferschutz.
Sein Online-Überweisungsverfahren präsentiert Giropay (Halle B0 / B085). Durch eine Vernetzung mit dem österreichischen Pendant EPS können Giropay-Kunden ihre Zahlungen grenzüberschreitend in beiden Ländern anbieten. Der Wettbewerber Sofort AG (Halle B1 / E176) informiert über sein Produkt Sofortüberweisung, das in der Nutzergunst laut ECC-Studie den fünften Platz belegt. Die Sofort AG teilt sich den Stand mit der Konzernmutter Klarna Group (Halle B1 / E176). Dort steht der Klarna Checkout im Fokus, eine Zahlungslösung, die den Kaufabschluss nur mit der Eingabe der E-Mail-Adresse und der Postleitzahl ermöglicht - unabhängig von der gewählten Zahlart. Voreingestellt ist der Rechnungskauf, das Kernprodukt von Klarna.

Kauf auf Rechnung

Da die Mehrheit der Online-Shopper (mehr als 50 Prozent) am liebsten auch im Internet auf Rechnung kauft, ist dieses Anbietersegment groß. Viele Dienstleister haben Produkte geschaffen, die so wie Klarna das Risiko eines Zahlungsausfalls für den Shop-Betreiber übernehmen. Neben dem Berliner Anbieter ­Billpay (Halle B0 / C110) zeigt ­Paymorrow (Halle B1 / E177) den Rechnungskauf und - ganz neu - den Paymorrow Checkout, eine inte­grierte Lösung für die Zahlarten Rechnung und Lastschrift in Deutschland, ­Österreich und der Schweiz.
Zum fünften Mal auf der Messe vertreten ist die Otto-Tochter Ratepay (Halle B0 / C100) mit ihren Angeboten zum Rechnungs- und Ratenkauf sowie Lastschriftzahlungen. Sie zeigt gemeinsam mit ­Hermes, der Logistik-Tochter von Otto, die Integration beider Services in das kostenlose Shop-System "Supr". 
Als Spezialanbieter für den Bereich Business-to-Business positioniert sich Traxpay (Halle B1 / D150). Das Frankfurter Unternehmen präsentiert seine "B2B Dynamics Payment Plattform", über die elektronische Echtzeitzahlungen - unabhängig von Ort und Zeit - abgewickelt werden können.

Als Messeneuling ist der Hamburger Anbieter Social Payment Systems mit seinem Produkt Pay with a Tweet in der Start-Up Street in Halle B1 präsent. Die Lösung ermöglicht das Bezahlen digitaler Inhalte wie Spiele, E-Books oder auch ­Rabatt-Codes durch das Teilen von Inhalten in sozialen Netzwerken. Ebenfalls zum ersten Mal auf der Messe ist die BIW Bank (Halle B1 / H277) mit ihren Angeboten zur sicheren Zahlungsabwicklung, Mobile Payment, virtuellen Kontomodellen und White-Label-Banking.

White-Label-Lösungen beispielsweise für Mobile Payment hat auch das Aschheimer Unternehmen Wirecard (Halle B1 / G245) in seinem Portfolio. Neben seinen Payment-Lösungen für den Omnichannel-Vertrieb informiert der technische Dienstleister über sein Wirecard-Checkout-Portal, das vor allem für kleinere und mittlere Händler gedacht ist. 

Hilfe von Dienstleistern

Bei der Integration von Bezahlverfahren müssen Shop-Betreiber entscheiden: Soll das die eigene IT-Abteilung übernehmen oder soll sich ein externer Dienstleister darum kümmern? Sogenannte Payment Service Provider (PSP) bieten in aller Regel eine breite Palette unterschiedlichster ­Bezahlverfahren an. Zudem decken sie oft begleitende Services wie Risikomanagement und Inkassodienstleistungen ab.
Concardis (Halle B0 / B067) zeigt beispielsweise seine Zahlungslösung, die in mehr als 20 Sprachen und 50 Währungen zur Verfügung steht. Zudem sind eine mobile Kartenterminal-Lösung und digitale Wallets zu sehen. Six Payment Services (Halle B1 / E186) zeigt ebenfalls den One-Click-Checkout der digitalen Wallet Masterpass. Außerdem informiert Six über seinen dynamischen Währungsrechner DDC Dynamic Currency Conversion. Zum sechsten Mal mit dabei ist Expercash (Halle B0 / C103). Der Mannheimer PSP konzentriert sich auf effizientes Payment-Management. So steht die Beratung zum richtigen Payment-Mix und die Reduzierung auf die relevanten Zahlarten im Fokus.

Dem kanalübergreifenden Handel widmet sich Heidelberger ­Payment (Halle B 1 / D167). Mit Omnichannel-fähigen Lösungen können Händler Zahlungen über ­verschiedene Kanäle hinweg mit einer Bezahllösung ­abwickeln. Wie das funktioniert, wird ­anhand von Kioskterminals demonstriert.
Internationale Zahlungsabwicklung steht hingegen bei der PPRO Group (Halle B1 / E177) und bei Computop (Halle B1 / E177) im Fokus. PPRO zeigt sein Direktüberweisungsverfahren Instant Transfer. Vorteil für international tätige Shop-Betreiber: Sie müssen kein deutsches ­Geschäftskonto eröffnen, um Produkte in Deutschland zu vertreiben und keine Transaktionskosten an deutsche Banken bezahlen. Computop informiert unter anderem über Zahlarten für das europäische Ausland sowie für Wachstumsmärkte wie China und Brasilien. Als Partner mit am Stand sind Chase Paymentech, EVO Payment International, Paysquare und Real Solutions vertreten.

Die beiden Sparkassen-Töchter Payone (Halle B0 / B065) und B + S Card Services stellen gemeinsam aus. Sie zeigen ihre Zahlungslösungen für Online- und stationäre Händler. Mit seiner "Sandbox" präsentiert Optile (Halle B0 / C105) eine Lösung für die schnelle und flexible Anpassung des Zahlarten-Portfolios, die nach der ­Implementierung beliebig verändert werden kann. Secupay (Halle B0 / B084) ­informiert über eine Lösung speziell für die Zahlungsabwicklung auf Online-Marktplätzen. Damit verbunden ist eine Zahlungsgarantie sowie auf Wunsch die Abwicklung der Transaktionen über ein Treuhandkonto. Slimpay (Halle B0 / B080) hat sich auf Laschriftzahlungen im SEPA-Raum spezialisiert. Die 1-Klick-IBAN-Lösung macht schriftliche SEPA-Mandate hinfällig. 

Bonitätsprüfung, Inkasso

Arvato Financial Solutions (Halle B0 / B063) deckt als global tätiger Finanzdienstleister neben der Einbindung der Zahlarten insbesondere auch die Risiko- und Betrugsprüfung und die daraus resultierende Zahlartensteuerung sowie das Debitorenmanagement und das Inkasso ab. GFKL Financial Services (Halle B1 / F225) bietet neben dem Risiko- auch das gesamte Forderungsmanagement aus ­einer Hand an. Dazu kommen speziell für den Online-Handel entwickelte Produkte wie "Payprotect", ein risikoabgesicherter Rechnungskauf, der "Ordercheck", eine Datenprüfung mit anschließender Zahlartensteuerung, und das "Client Matching", eine Adressvalidierung mit Dubletten-Check.

Eine vollautomatisierte Risikoanalyse und die Zahlartensteuerung bietet SHS ­Viveon (Halle B0 / B059) mit seinem Produkt "Proofit Box" an. Der Bonitätsprüfung von Online-Shoppern haben sich die Schufa (Halle B0 / A038), die Creditreform Boniversum und die Creditreform München (beide Halle B0 / A013) verschrieben. Boniversum zeigt eine ­automatisierte, in alle gängigen Shop-Systeme integrierbare Bonitätsprüfung.

Wenn der Kunde nicht zahlt, können Händler auf Inkassodienste zurückgreifen. Erstmals auf der Messe präsent ist das schwedische Unternehmen Intrum Justitia (Halle B0 / B056), das in 140 Ländern direkt oder über Partner ­tätig ist. Mit schriftlichen Mahnungen, Anrufen und E-Mail bis hin zum Besuch vor Ort bemüht sich auch die Otto-Tochter EOS (Halle B0 / A021) um ausstehende Zahlungen säumiger Kunden.

Ware lagern, versandfertig machen und zum Kunden bringen - auf der Internet World Messe zeigen Versender, Verpackungsspezialisten und Dienstleister ihre Lösungen rund um die Logistik.

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