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E-Commerce-Trends 20.12.18 Zalando plant fünften Logistik-Standort

Shutterstock / Vasin Lee
Shutterstock / Vasin Lee

Zalando eröffnet den fünften Logistik-Standort, die Bahn muss nach Betrugsfällen die Zahlungsarten für Tickets einschränken, Ceconomy meldet 2,6 Milliarden Euro Online-Umsatz und Amazons Vine Club lässt ein wenig hinter die Kulissen blicken.

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- NEWS -

Zalando eröffnet fünften Logistik-Standort: Der Fashion-Versender Zalando erweitert sein Logistik-Netzwerk in Deutschland. Zu den vier Standorten kommt im Herbst 2019 ein weiteres Logistik-Zentrum in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt). Im Gegensatz zu den Versandlagern in Brieselang, Erfurt, Mönchengladbach und Lahr wird dort aber kein Vollsortiment bevorratet. Stattdessen fungiert der neue Standort als "Inbound Distribution Center", über das Ware unter den Lagern verteilt werden soll. >>>Neuhandeln.de

Bahn schränkt nach Betrugsfällen Zahlungsarten für Tickets ein: Bahnkunden können derzeit online keine Sparpreis-Tickets per Lastschrift bezahlen. Betrüger hatten sich mit gestohlenen Kundendaten Bahntickets ergaunert. >>>Zeit.de

Ceconomy meldet Mini-Gewinne: Unsicherheiten bei Deutschlands größtem Elektronikhändler Ceconomy: Der Konzern konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nur knapp in den schwarzen Zahlen halten. Die Online-Umsätze kletterten im Jahresvergleich von 2,3 auf 2,6 Milliarden Euro. Die Pick-Up-Rate nahm von 40 auf 42 Prozent zu. >>>Internetworld.de / Ceconomy-Präsentation

Warum Kunden von Amazon unbestellte Pakete erhalten: Immer häufiger erhalten Kunden Amazon-Pakete, die sie nie bestellt haben. Experten zufolge versuchen Händler so, den Amazon-Algorithmus zu manipulieren. >>>Wiwo.de

So funktioniert Amazons Vine Club: Der geheimnisvolle Club der Produkttester lässt ein wenig hinter die Kulissen blicken: Wie wird man aufgenommen und welche Haken gibt es? "Techbook" hat mit einigen Mitgliedern gesprochen. >>>Techbook.de

Mehrere Finanzinvestoren haben Interesse an Scout24: Scout24 steht zum Verkauf und mehrere Finanzinvestoren bekunden Interesse an dem Online-Marktplatz. An der Börse ist Scout24 derzeit rund 4,2 Milliarden Euro wert. Sollte die Übernahme kurzfristig zustande kommen, könnte es einer der größten Private-Equity-Deals des Jahres werden. >>>Internetworld.de

Von Floerke warb mit falschen Geschäftszahlen: Das von Start-up-Investor und TV-Star Frank Thelen mitfinanzierte und nun stark schlingernde E-Commerce-Unternehmen Von Floerke hat Investoren offensichtlich mit falschen Zahlen geködert. Die Folge: Den Investoren der Crowdlending-Plattform Kapilendo, bei denen Von Floerke 1,2 Millionen Euro eingesammelt hatte, droht im schlimmsten Fall der Totalverlust. >>>manager magazin

Shape me wird zum Marktplatz: Rund um den GRACE Armshaper entsteht derzeit ein Marktplatz für sogenannte Shapewear. "Der Schritt, einen Marktplatz für Shapewear zu kreieren, entstand aus dem vielen Feedback unserer Kundinnen", sagt Jennifer Schwade, die im Mai die gefloppte SAT.1-Show "Start Up" von Carsten Maschmeyer gewinnen konnte. >>>Deutsche-Startups

Kaut-Bullinger plant B2C-Shop: Das Münchner Traditionshaus für Büro- und Künstlerbedarf kündigt für das kommende Jahr den Aufbau eines eigenen B2C-Online-Shops an. Er solle an den Erfolg des bestehenden B2B-Shops anknüpfen, sagte Geschäftsführer Robert Brecht. >>>PBS-Business.de

Libri stellt per Lastenrad zu: Weil mit dem Online-Handel und den wachsenden Paketmengen auch immer mehr Lieferwagen die Straßen verstopfen, suchen die Logistiker nach Alternativkonzepten für die letzte Meile. Buchgroßhändler Libri testet jetzt die Zustellung per Lastenfahrrad. >>>Buchreport

Warum Delticom Lebensmittel verkauft: Auf den ersten Blick passt es nicht wirklich zusammen, dass ein Unternehmen auf der einen Seite Autoreifen im Web verkauft und auf der anderen Seite Lebensmittel. Doch Delticom hat damit zwei konkrete Ziele: Erstens: mehr über Logistik lernen. Und sich zweitens unabhängiger von den Entwicklungen im Mobility-Bereich machen. >>>PAZ Online

Uber schlägt in Deutschland sanfte Töne an: Der Taxischreck will sein schlechtes Image hierzulande loswerden. Deutschlandchef Christoph Weigler erklärt, wie er das mit Taxen, Rollern, E-Bikes und neue Koops schaffen will. >>>Gründerszene.de

Car2go und Drive Now dürfen fusionieren: Nach der EU-Kommission hat auch das US-Kartellamt der Fusion der Carsharing-Flotten von BMW und Daimler - Car2go und DriveNow -  zugestimmt. Ende Januar soll die Fusion dann auch vollzogen werden. >>>Internetworld.de

- INTERNATIONAL -

Birchbox schließt SoHo-Filiale: Es war das erste Ladengeschäft, das der Kosmetikboxen-Versender 2014 eröffnete. Jetzt wird die Filiale geschlossen. Grund ist die Kooperation mit Walgreens auf der Fläche. Man habe mit dem SoHo-Shop viel gelernt, jetzt mache man es bei Walgreens noch besser und dann könne man mit etwas ganz anderem experimentieren, so CEO Katia Beauchamp. >>>WWD.com

Amazon baut Tech-Hub in Toronto auf: Die 600 Mitarbeiter in Amazons Tech-Hub in Toronto bekommen bald zahlreiche neue Kollegen. 600 Mitarbeiter sollen dort in den kommenden fünf Jahren zusätzlich eingestellt werden, ließ der E-Commerce-Riese verlauten. >>>The Toronto Star

Camp präsentiert den Spielzeughandel der Zukunft: Das klassische Ladengeschäft ist out. Wer heute Kunden auf die Fläche locken will, muss ein Erlebnis bieten, das nicht nur Spaß macht, sondern auch "Instagramable" ist. In New York zeigt Camp, wie das aussehen kann. >>>Adweek.com

Walmart will in den Kühlschrank liefern: Dass künftig der Paketbote online bestellte Lebensmittel gleich beim Kunden im Kühlschrank deponiert, hält auch Walmart nicht für ausgeschlossen. Weitere Prognosen für die Zukunft des Einkaufs: Automatische Bevorratung, ohne dass der Kunde aktiv bestellt. Bis Ende des Jahres will Walmart außerdem 60 Prozent der US-Kunden taggleich beliefern können. >>>CNBC

Kroger liefert mit autonomen Fahrzeugen: In Scottsdale, Arizona, testet die US-Supermarktkette Kroger ab sofort E-Food-Auslieferungen mit einem autonom fahrenden Fahrzeug. Kooperationspartner ist das Start-up Nuro. Die Fahrzeuge bieten Platz für den Inhalt von zwei großen Einkaufswagen. Der Preis für die Zustellung: 5,95 US-Dollar ohne Mindestbestellwert. >>>Venture Beat

- BACKGROUND -

Sneaker-Reseller werden zum Milliarden-Markt: Air Jordan-Schuhe für 15.000, Adidas-Sneaker für 14.000 und ein Boxsack von Supreme für 10.000 Euro – das Geschäft mit seltenen Streetwear-Produkten aus zweiter Hand boomt derzeit. Plattformen wie „Stadium Goods“, „StockX“, „Goat“ oder „Grailed“ machen Millionen-Umsätze – obwohl sie meist keine Neuware verkaufen. Das ruft jetzt die ganz großen E-Commerce-Player und -Investoren auf den Plan. >>>OMR.com

UPS sieht den 19. Dezember als Tag der Retouren: Weil das diesjährige Weihnachtsgeschäft früher startete als in den Jahren zuvor, verschiebt sich laut UPS auch das Retourenaufkommen. Mit 1,5 Millionen Rücksendungen soll der gestrige Mittwoch der schlimmste Retourentag der Weihnachtssaison gewesen sein. Der zweitschlimmste kommt am 3. Januar. Dann erwartet UPS 1,3 Millionen Pakete, die den Rückweg zum Händler antreten. >>>CNBC.com

- ZAHL DES TAGES -

Um magere 8,1 Prozent ist der britische Online-Handel im November im Vergleich zum Vorjahresmonat gewachsen, zeigen Zahlen des IMRG. Das ist das niedrigste Wachstum seit sieben Jahren - und ein Indiz dafür, dass die schlechten Umsatzzahlen von Asos kein Einzelfall sind. >>>Internet Retailing

- GEHÖRT -

"Sollte der Ausbau den Staat wirklich 130 Milliarden kosten, wäre die Summe im Vergleich zu der für die systemrelevante Bankenrettung in 2009 gezahlten Beträge Peanuts. Die Rettung des Digitalstandortes Deutschland ist allerdings mindestens genauso systemrelevant wie damals die Rettung der Banken."

Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Centers an der Hochschule Niederrhein, räumt gewohnt angriffslustig mit vier digitalen Lügen in Deutschland auf. >>>Etailment.de

"With more than a week before Christmas, hunting through the stacks of items for that reliable “Prime” logo, I was shocked by how many items won’t arrive in time for the holiday, let alone in the promised 48-hour window. That little Prime logo used to mean something. Now it feels like a ruse that lulls shoppers into a false sense of security, until they go to checkout and see a shipping arrival date far later than anticipated. This cuts through the greatest promise of Prime."

Fast-Company-Autor Mark Wilson, selbst langjähriger Prime-Kunde, ist im "Shipping-Shock" - und damit nicht allein. In den USA mehren sich die Beschwerden, dass Prime-Sendungen nicht innerhalb von zwei Tagen ankommen. Das bringt die bisherige absolute Verlässlichkeit des E-Commerce-Riesen ins Wanken. >>>Fast Company

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