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E-Commerce-Trends 02.09.14 Uber bundesweit ausgebremst

Uber darf seinen Service in Deutschland vorerst nicht mehr anbieten, die Otto Group steckt mehrere Millionen in ein Logistikzentrum in Sachsen-Anhalt und die car2go-App wird zum Autoschlüssel.


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- NEWS -

Jetzt wird es langsam ernst für Uber: Das Landgericht Frankfurt/Main hat dem Ridesharing-Dienst in einer einstweiligen Verfügung deutschlandweit das Vermitteln von Fahrern untersagt. Bei Verstößen drohen dem Unternehmen bis zu 250.000 Euro Strafe – pro Fahrt. Uber will zwar Widerspruch einlegen, bist zum Start der mündlichen Verhandlung ist das Verbot allerdings gültig. >>>Faz.net, Tagesschau.de

Die Otto Group investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in das Logistikzentrum in Haldensleben, Sachsen-Anhalt. In der inzwischen fünften Ausbaustufe wird unter anderem der Standort mit neuer Kommissionier- und Sortiertechnik ausgestattet und das Versandzentrum im Südhafen erweitert werden. Die Investitionen soll das Zentrum fit für den E-Commerce machen. >>>Internetworld

ProSiebenSat.1 schließt seinen Inkubator Epic Companies nach nur eineinhalb Jahren. Die Start-ups unter dem Dach von Epic Companies werden nun intern verteilt oder verkauft. Eines der Portfoliounternehmen, das Tierfutter-Start-up Petobel, musste einen Großteil seiner Mitarbeiter entlassen. >>>Gründerszene, Deutsche Start-ups

Die Daimler-Tochter Moovel erweitert die Funktionalität der car2go-App. Die Mietautos des Anbieters lassen sich künftig mit dem iPhone oder dem Android-Smartphone öffnen, bisher ist das nur über die Membercard möglich. Geplant ist die Einführung des neuen Features im vierten Quartal. >>>heise


RegioHelden hat seine dritte Finanzierungsrunde abgeschlossen. Zu den Investoren gehören die die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg und Bertelsmann Digital Media Investments. Wie viel Geld das Stuttgarter Start-Up in der jetzigen Runde eingenommen hat, ist nicht bekannt. Insgesamt soll es acht Millionen Euro eingesammelt haben. RegioHelden wurden 2010 von Felix Eyser gegründet und unterstützt lokale und regionale Unternehmen beim Online-Marketing. >>>Deutsche Start-ups

- INTERNATIONAL -

Buzzfeed versucht offenbar im Gaming-Bereich Fuß zu fassen. Das Unternehmen will die 50 Millionen US-Dollar, die es im August von Andreessen Horowitz erhalten hat, wohl nicht nur in noch bessere Listen und Fotostrecken stecken, sondern einen Teil davon auch in die Entwicklung von selbstproduzierten Videospielen investieren. >>>The Guardian, Moviepilot

Tencent, eines der größten Internet-Unternehmen in China, pumpt 70 Millionen US-Dollar in DXY, die nach eigenen Angaben größte Healthcare-Community des Landes. Tencent erhält dafür eine Minderheitsbeteiligung an der Plattform. Vermutlich will der Internetgigant damit weiter Alibaba-Konkurrenz machen, das ebenso bereits einige Investitionen im Healthcare-Sektor getätigt hat. >>>TechCrunch


eBay hat seine Feedback-Übersichtsseite verändert - zum Unmut einiger Käufer und Händler. Weil der Online-Marktplatz auf seiner US-amerikanischen Seite den Zeit- und Datumsstempel entfernt hat, sei es nun schwieriger, Feedback von Handelspartnern zu finden, klagen Nutzer. >>>Onlinehändler News

Das indische Start-up FreeCharge bekommt 33 Millionen US-Dollar von den Investoren Sequoia Capital, Sofina und RuNet. Auf der Online-Plattform des 2010 gegründeten Unternehmens  erhalten Nutzer Coupons, wenn sie das Prepaid-Guthaben ihres Mobiltelefons mit FreeCharge aufladen. >>>TechCrunch

- BACKGROUND -

Stammkunden als Schlüssel zum Erfolg: Der durch einen Wiederkäufer generierte Umsatz ist im Schnitt drei Mal höher der eines Erstkäufers. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Adobe, die Daten aus 33 Milliarden Besuchen bei mehr als 180 Onlineshops in den USA und Europa analysiert hat. >>>Shopanbieter


Hersteller von Kinder- und Babyausstattung könnten mehr aus ihren Online-Auftritten holen: Eine Analyse der Top-10-Hersteller vom EEC Köln kommt zu dem Ergebnis, dass zwar alle Webseiten mit einer gelungenen Produktpräsentation punkten, ein Online-Direktverbrieb aber bisher noch kaum angeboten wird. Feedback-Möglichkeiten in Form von Kundenbewertungen bietet keines der untersuchten Unternehmen an. >>>ECC Köln


Ab 1. Januar 2015 müssen Online-Shops, die digitale Produkte wie Apps, E-Books oder Downloads anbieten, ein paar neue Regeln beachten: Denn im kommenden Jahr muss jeder Händler die anfallende Umsatzsteuer in das EU-Land abführen, aus dem der Kunde kommt. Was das im Detail bedeutet, erklärt Rechtsanwalt Sandro Dittmann. >>>Anwalt.de


Nachholbedarf für Online-Shops in Mecklenburg-Vorpommern: Die Verbraucherzentrale MV kritisiert etwa 25 Online-Händler, die Konsumenten nicht ausreichend über ihre Rechte beim Online-Kauf informieren und sich somit nicht an die neuen Verbraucherrichtlinien zum Kaufwiderruf halten. Die Shops wurden nun aufgefordert, diese Mängel zu beheben. >>>Welt.de

 - ZAHL DES TAGES -

Bei jeder vierten Anzeige in Preissuchmaschinen weicht entweder der Produktpreis oder die Höhe der Versandkosten von den Händler-Angaben ab. Diese Fehlerquote von 25 Prozent hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Stichprobe ermittelt. Idealo arbeitet von den neun untersuchten Diensten am zuverlässigsten. >>>Golem

- GEHÖRT -

"Was auf den ersten Blick nach einer kaufmännischen Harakiri-Aktion aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein genialer Schachzug des schwedischen Händlers, seine Vormachtstellung im Möbelmarkt auszubauen."

Martin Fassnacht, Inhaber des Lehrstuhls für BWL an der WHU - Otto Besheim School of Management, und Markus Szajna, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, loben Ikeas lebenslanges Rückgaberecht. >>>Wirtschaftswoche

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