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E-Commerce-Trends 21.11.17 Saturn öffnet virtuelle Shopping-Welten

Saturn geht mit einem VR-Shop auf Deutschland-Tournee, Unister will von Google 100 Millionen Euro zurück, Adidas verpatzt seinen eBay-Auftritt, dm lässt Influencer Weihnachtspakete packen, Asos testet Same Day Delivery in Berlin und WeChat Pay erobert Deutschland.

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- NEWS -

Saturn: Die Spatzen pfiffen es schon seit geraumer Zeit von den Dächern. Jetzt ist es soweit: Der Elektronikhändler Saturn entführt seine Kunden mit einem Virtual-Reality-Shop in dreidimensionale Einkaufswelten. >>>Best-of-Commerce.de

Unister: Der Insolvenzverwalter des Leipziger Internet-Unternehmens will nach Informationen der „Bild am Sonntag“ mehr als 100 Millionen Euro von Google zurückfordern. Damit würden Geschäfte von Unister zwischen Zahlungsunfähigkeit und Insolvenzantrag angefochten. Auch TV-Sender und einige Reiseveranstalter könnten von den Rückforderungen betroffen sein. >>>Internetworld.de

Adidas: Der deutsche Sportartikelhersteller ist seit dem 17.04.2017 direkt auf eBay vertreten. Aber der Auftritt wirkt, als seien dafür ein paar Schüler oder Praktikanten verantwortlich, findet Wortfilter-Blogger Mark Steier. Auch für den Bewertungsstand von 98,4 Prozent sollte sich der Sportartikelhersteller eher schämen. „Das ist unterirdisch“, findet Steier. >>>Wortfilter.de

dm: Die Drogeriemarktkette lässt Influencer und Social-Media-Stars ihre Lieblingsprodukte für Blogger-Boxen zusammenstellen und verkauft diese dann ab 24. November im Online-Shop und in den Filialen. Bereits im vergangenen Jahr gingen die Influencer-Pakete weg wie warme Semmeln. >>>Horizont.net

WeChat: Der chinesische Chat-Service WeChat hat seinen Bezahl-Dienst WeChat Pay nach Deutschland gebracht. Reisende können ab sofort in 70 Geschäften am Münchner Flughafen mit der App bezahlen. >>>Wiwo.de

Asos: Seit Oktober testet der britische Modeversender Same Day Delivery in London, künftig sollen auch ungeduldige Berliner schneller beliefert werden. Von dort aus soll der Service dann in weiteren deutschen Großstädten eingeführt werden. >>>Textilwirtschaft.de

Amazon: Alle Jahre wieder versucht sich die Gewerkschaft Verdi vor Weihnachten als Amazons Grinch und will mit Streiks die Auslieferung von Paketen verzögern. So auch heuer: „Wir werden unsere Aktionen in den kommenden Wochen ausweiten und haben noch einiges vor“, kündigte Thomas Voß an. Während die Päckchen bislang trotzdem immer pünktlich ankamen, tut Verdi wenigstens sich selbst und der Mitgliederakquise etwas Gutes: Der Anteil der Beschäftigten in den deutschen Versandzentren, die Mitglied bei Verdi sind, stieg von 30 Prozent im Vorjahr auf jetzt 35 Prozent. >>>Handelsblatt.com

Yuicery: Der Online-Bodybuilder Karl Ess nutzt seine Reichweite auf YouTube und Instagram und hat einen Online-Shop für rein vegane Produkte gelauncht. „Ich habe es mir zum Ziel gemacht, alles, was ich konsumiere, auch selbst zu produzieren, egal ob Food oder Klamotten“, sagt er. Seine 394.000 YouTube-Abonnenten und 170.000 Instagram-Follower werden aufmerksam zuhören. >>>Focus.de

- INTERNATIONAL -

Swiss Airline: Die Schweizer Airline will ihre Kunden im Verlauf des kommenden Jahres mit einem Chatbot auf ihrer Reise begleiten und unterstützen. Im Fall von Flugunregelmäßigkeiten können die Kunden dann selber umbuchen. >>>Persoenlich.com

Alibaba: Der chinesische E-Commerce-Gigant kauft sich für 2,9 Milliarden Dollar bei Sun Art Retail in Hongkong ein. Das Unternehmen betreibt vor allem Supermärkte und Warenhäuser. >>>DiePresse.com

Amazon: Der E-Commerce-Riese feilt weiter an innovativen Logistiklösungen. Der neueste Streich ist eine App namens „Amazon Relay“ für LKW-Fahrer. Damit können diese Registrierungen von Ladungen und die Anmeldung zur Rampe über ihr Smartphone tätigen. Damit will Amazon LKW-Lieferprozesse automatisieren, die aufgrund ihrer Abhängigkeit von Telefongesprächen und Formalitäten fehleranfällig ist. >>>DVZ.de

Letzshop.lu: Auch der Luxemburger Einzelhandel will mit einem lokalen Online-Marktplatz das eigene Geschäft ankurbeln. 13 Kommunen machen bei dem Projekt mit, das vom Ministerium für Wirtschaft als Hilfestellung für kleine Einzelhändler ohne Online-Shop initiiert wurde. Einkäufe, welche über die Plattform getätigt werden, können direkt im Geschäft abgeholt oder dem Kunden nach Hause geliefert werden. Noch befindet sich die Plattform im Aufbaustadium. >>>Luxprivat.lu

- BACKGROUND -

Black Friday: 1,3 Milliarden Euro Umsatz könnten Online-Händler in Deutschland am Black Friday erwirtschaften, mutmaßt Mydealz.de. Allerdings haben die Kunden nicht gerade die Spendierhosen an. 41,3 Prozent der von der Schnäppchenplattform befragten Nutzer wollen unter 100 Euro investieren. 13,1 Prozent planen Ausgaben zwischen 200 und 300 Euro. Gerade einmal jeder Hundertste plant ein Budget von mehr als 500 Euro ein. >>>Moebelkultur.de

Psychologie im Internet: Beim Verkaufen kommt es von jeher vor allem auf Psychologie an. iBusiness erklärt im E-Book „Psychologie im E-Commerce“, wie man mit dem eigenen Online-Shop auf der emotionalen Ebene überzeugt und die notwendigen rationalen Argumente dazu liefert. >>>ibusiness.de

Online-Reisebüros: Die Deutschen nehmen online mehr Geld für Urlaub in die Hand als noch im Vorjahr, zeigt eine Studie von IntelliAd. Die Warenkorbwerte der Online-Reisebüros stiegen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent auf 1.369 Euro. Allerdings müssen die Kunden über SEA auch teurer eingekauft werden als im Vorjahr. Die durchschnittlichen Kosten pro Buchung liegen bei 106 Euro oder 7,7 Prozent des Warenkorbwertes. >>>ibusiness.de

Online-Handel in der Schweiz: Etwa jeder zweite Schweizer Verbraucher kauft monatlich online ein, zeigt eine Studie der E-Commerce-Beratung Carpathia im Auftrag der Post und der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ). Der Anteil der mobilen Käufer liegt bei 33 Prozent. Am Einkauf per Smartphone kritisieren die Eidgenossen, dass die Produkte zu klein dargestellt würden. Die Lieblings-Shopping-Destinationen sind Ricardo, Amazon und Ebay. Beim Versand ist den Schweizern eine ressourcenschonende Verpackung lieber als eine ästhetische und die Zustellung zum Wunschtermin lieber als die schnellstmögliche Zustellung. >>>Netzwoche.ch

- ZAHL DES TAGES -

Jeder zweite kleine und mittlere Online-Händler nutzt Social Media, um für den eigenen Online-Shop zu werben, zeigt der aktuelle e-KIX des ECC Köln. Damit liegen Facebook, Instagram & Co vor Newsletter-Werbung (41,8 Prozent), aber nach Suchmaschinenmarketing (68,2 Prozent). >>>Versandhausberater

- GEHÖRT -

„Gerade in der Weihnachtssaison sind Paketdienste unverzichtbar. Städte und Kommunen müssen daher noch viel stärker als bisher an konstruktiven Lösungen mitwirken. So könnten etwa reservierte Parkflächen für Zusteller einen großen Beitrag dazu leisten, den Lieferverkehr verträglich zu gestalten.“

DPD-Chef Boris Winkelmann fordert für die Zeit des Weihnachtsgeschäfts von Städten und Kommunen einen privilegierten Zugang zu öffentlichen Parkflächen. >>>tah.de

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