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E-Commerce-Trends 17.12.18 Rossmann beendet Kooperation mit Amazon

Shutterstock / Vasin Lee
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Rossmann stellt sein Engagement bei Amazon Prime Now ein, Amazon knöpft sich unrentable Produkte vor, Breuninger will Outfittery Konkurrenz machen und Starbucks liefert Kaffee mit Uber Eats.

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- NEWS -

Rossmann bricht die Zusammenarbeit mit Amazon ab: Die Drogeriefachmarktkette verkauft seit gut einem Jahr ein eingeschränktes Sortiment von 5.000 Artikeln über Amazons Prime Now in Berlin. Doch im Sommer kommenden Jahres soll mit der Zusammenarbeit Schluss sein. Wie bei anderen Händlern auch sollen der Aufwand und der Ertrag in keinem rentablen Verhältnis stehen. >>>Lebensmittel Zeitung (Originalquelle) / PAZ Online (Zusammenfassung)

Breuninger werkelt an Outfittery-Alternative: Nach den Systemumstellungen hat Breuninger jetzt wieder mehr Möglichkeiten, an neuen Anwendungen und Services zu arbeiten. So soll das Thema "be personal",  Breuningers Antwort auf Outfittery bzw. Zalon, jetzt von Düsseldorf aus vorangetrieben werden. Katja Burkert spricht im "DL insights"-Podcast über die Herausforderungen und Lösungsansätze. >>>Exciting Commerce

Gerry Weber will online aufholen: Der neue Chef von Gerry Weber, Johannes Ehling, will den Online-Anteil am Gesamtumsatz in den kommenden fünf Jahren von sieben auf 14 Prozent steigern. Dazu soll unter anderem die IT-Technik der Online-Shops vereinheitlicht werden. Da gebe es für die Marken von Gerry Weber über Hallhuber bis Taifun zu viele teure Einzellösungen. >>>Handelsblatt.com

Warum Douglas Bewerbern mit "fantastischen Instagram-Profilen" mehr Geld bezahlt: Neues Logo, neuer Fokus, neues Image: Douglas hat sich komplett neu aufgestellt. Im Orange-Interview verrät E-Commerce-Chefin Vanessa Stützle, worauf sie bei Bewerbungen achtet – und was die Kosmetik-Kette unter Schönheitsidealen versteht. Übrigens: Die 39-Jährige wird auf der TrendArena der "Internet World" am 12. und 13. März live zu erleben sein. Das Messeticket und der Zugang zur TrendArena sind kostenfrei. >>>Handelsblatt.com / Internet World

DHDL-Startup Von Floerke steht vor dem Aus: Das Bonner Mode-Start-up Von Floerke ist nach Geschäftsausweitung kaum noch handlungsfähig. TV-Investor Frank Thelen ist verärgert und betreibt Schadensbegrenzung. >>>Handelsblatt.com

Eismann wird zum Sorgenfall: Der zum Verkauf gestellte Tiefkühlspezialist Eismann ist offenbar unter weit größerem Druck als bislang bekannt. Das Unternehmen erweist sich als schwer verkäuflich und soll bei seinen Kreditgebern zum Sorgenfall geraten sein. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

Das hat der neue Foodora-CEO vor: Im Oktober hat Gründer Emanuel Pallua sein Startup verlassen. Im Interview erzählt der neue CEO Michael Hagenau, wie er Foodora profitabel machen will. >>>Gründerszene.de

Schuhplus baut das Sortiment aus: Mit einem Warenwachstum von über 30 Prozent startet der Übergrößen-Spezialversender für große Damenschuhe sowie große Herrenschuhe nun in die Herbst-Winter-Saison 2018/2019. Dazu werden auch die Lagermöglichkeiten erweitert und in die Bestandsimmobilie anteilig eine zweite Ebene eingezogen. "Das wird und kurzweilig zumindest helfen", so Geschäftsführer Kay Zimmer. >>>Pressemitteilung

Amazon sieht zu, wie China den deutschen Online-Handel ruiniert: Fair geht anders: Chinesische Onlinehändler verkaufen auf Amazon massenweise Produkte, die europäische Vorschriften verletzen. Als ein Projektoren-Händler solche Verstöße meldete, stieß er auf begrenztes Interesse. >>>Spiegel.de

Targobank startet Robo-Advisor: Die Targobank startet ihren Robo-Advisor und kombiniert ihre eigene Anlagestrategie mit der Technologie eines Fintechs. Damit folgt sie einem Trend. >>>Handelsblatt.com

Aldi Süd geht mit Influencern in Serie: Der Lebensmittel-Discounter startet mit "ALDIlicous - Die große Kochchallenge" eine eigene YouTube-Serie. Für die Umsetzung geht das Unternehmen Kooperationen mit bekannten YouTubern ein. Den Auftakt machen Dagi Bee und CrispyRob. >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Amazon knöpft sich "CRaP"-Produkte vor: "CRaP" ("Can't Realize a Profit") heißen bei Amazon Produkte, mit denen der E-Commerce-Riese keine Gewinne erwirtschaften kann. In der Regel handelt es sich dabei um Produkte, die weniger als 15 Dollar kosten, direkt von Amazon verkauft werden und schwer oder sperrig zu verschicken sind. Seit einigen Monaten hat Amazon ein Augenmerk auf diese Artikel - und zwingt beispielsweise Hersteller dazu, die Verpackungen so zu ändern, dass sie leichter verschickt werden können oder sie gleich selbst zu verschicken. Das beste Beispiel ist ein Sixpack Wasser von Coca-Cola. >>>WSJ.com

Rekord steigt in den Online-Handel ein: Österreichs am schnellsten wachsende Fenstermarke ist nun auch im Internet bestellbar. Im eigenen Webshop des Fensterproduzenten können die Produkte hinsichtlich Abmessungen, Material, Profil, Glas oder Farbe konfiguriert, per Vorkasse oder PayPal bezahlt und entweder beim nächsten Rekord-Standort abgeholt oder nach Hause zugestellt werden. >>>Pressemitteilung

Uber Eats bringt Starbucks-Kaffee: Künftig können sich Starbucks-Kunden in den USA ihren Kaffee auch von Uber Eats liefern lassen. Anfang 2019 führt die Kaffeekette die Lieferung aus über 2.000 US-Stores ein. >>>Engadget

Whole Foods trennt sich von Instacart: Nach der Übernahme von Whole Foods durch Amazon war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich die Liaison zwischen dem Lebensmittel-Lieferdienst Instacart und dem Bio-Händler auflöst. Nun geht Instacart in die Umsetzung. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

Wardrobe testet "Mieten statt Kaufen": Bei dem Peer-to-Peer-Marktplatz können Kunden ab sofort Klamotten, die sie selbst nur selten tragen, auch verleihen. Ein derartiger Service wird in Manhattan und Brooklyn getestet. Die Übergabe findet in Filialen der Reinigungskette Next Cleaners statt, die die Garderobe auch säubert. >>>WWD.com

Heftiger Widerstand bei Anwohnern gegen neue Amazon-Zentrale in New York: Amazon verspricht 25.000 Jobs in seiner geplanten New Yorker Zentrale. Doch bei Anwohnern regt sich Widerstand gegen den neuen Nachbarn. >>>Handelsblatt.com

Postmates setzt auf Roboter-Zusteller: Der On-Demand-Zusteller Postmates hat seinen ersten selbstfahrenden Roboter vorgestellt. Er soll sich selbst auf Gehwegen und Straßen seinen Weg finden und Lebensmittel, Pakete und kleinere Gegenstände in urbanen Gegenden zustellen. >>>Adweek.com

- BACKGROUND -

Wie Luxusmarken mit Apps experimentieren: Wenn die Kunden das Smartphone ohnehin ständig mit sich herumtragen, muss der Handel Wege finden, sich auf den Geräten zu etablieren. Die Mode- und Kosmetikbranche experimentiert bereits seit einiger Zeit intensiv mit Apps und visuellen Suchfunktionen. Luxusmarken haben sich da bisher eher zurückgehalten. In dieser Woche kommen aber gleich zwei Unternehmen aus der Deckung. >>>Mobilbranche.de

Online-Supermärkte sind zu teuer: Wer online sein Weihnachtsessen bestellt, zahlt im Schnitt 45 Prozent mehr als im Supermarkt, zeigt eine Studie von Shoppingvorteil.de. Für die Analyse kauften die Tester 29 Artikel für Kartoffelsalat mit Würstchen und ein schmackhaftes Frühstück ein und wählten jeweils die günstigsten Produkte. Das Ergebnis: Im stationären Laden zahlten sie im Schnitt 42,20 Euro, online ohne Liefergebühren 54,68 Euro. >>>Digital-magazin.de

Paketabholung gewinnt an Bedeutung: In Ländern wie Dänemarkt ist die Selbstabholung von Online-Bestellungen schon der Normalfall. Wer seine Sendung bis an die Haustür geliefert werden will, zahlt mehr. Ex-GLS-Chef Rico Back erwartet dies auch für Deutschland. Seine Empfehlung: Die Paketshops der einzelnen Zusteller sollten sich zusammentun. "Dann müsste kein Kunde mehr als 300 Meter zur nächsten Station laufen", sagt Back. Noch hakt es an technischen Details. Doch einige Anbieter würden schon daran arbeiten. >>>Welt.de

- ZAHL DES TAGES -

Vier von zehn Bundesbürgern würden für die Zustellung innerhalb eines selbst gewählten Zeitfensters einen Aufpreis von durchschnittlich 2,40 Euro in Kauf nehmen, fand PricewaterhouseCoopers in einer Umfrage von 1.000 Bürgern aus Deutschland heraus. Für die Mitnahme von Retouren würden 36 Prozent der Befragten durchschnittlich 2,22 Euro bezahlen, die Auswahl verschiedener Paketdienstleister wäre 23 Prozent der Befragten 2,21 Euro wert. >>>Finanznachrichten.de

- GEHÖRT -

"Ich glaube, dass es da ein Wahrnehmungsdefizit gibt. Die Digitalisierung führt zu einer großen Vereinzelung und Entsolidarisierung der Gesellschaft. Wenn irgendwo in einer Fußgängerzone ein Kaufhaus stände, dass seine Mitarbeiter schlecht bezahlen, die Kunden überwachen und kaum Steuern abführen würde, dann würden viele Leute sagen: Moment, da kaufe ich nicht ein. Doch wenn wir zu Hause alleine vor unseren Rechnern sitzen, blenden wir diese Dinge aus."

Johannes Bröckers war jahrelang selbst Kunde beim weltgrößten Onlinehändler. Doch seit seiner Recherche über dessen Geschäftspraktiken ruft er zum Boykott auf. Bei Spiegel.de erklärt er warum. >>>Spiegel.de

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