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E-Commerce-Trends 05.08.16 ProSiebenSat.1 hat wieder Interesse an Unister

ProSiebenSat.1 denkt über Unister-Kauf nach, Breuningers Multichannel-Strategie zeigt Erfolg, Zalando steigert Markenwert auf 3,4 Milliarden Euro und das IOC schlampert beim Online-Shop.

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- NEWS -

ProSiebenSat.1 hat wieder Interesse an Unister. Nachdem in der Vergangenheit Verkaufsgespräche platzten - dem Vernehmen nach wegen des Preises - diskutiert man im Münchner Medienunternehmen aktuell wieder über Vor- und Nachteile eines Kaufs, bestätigte der Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling bei der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen. >>>Gründerszene.de

Die Premiumkaufhauskette Breuninger steckt die Konkurrenz im Internet und die Preisschlacht in der Modebranche weg. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent auf 756 Millionen Euro gewachsen. Dem Unternehmen sei es gelungen, die Kunden auf den verschiedenen Kanälen anzusprechen. Der Onlineshop sei eine wichtige Säule des Geschäfts. Angaben zum Gewinn machte Breuninger-Chef Willy Oergel nicht. >>>Der Handel

3,4 Milliarden Euro - und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahr - beträgt der Markenwert von Zalando. Damit steht die Marke für etwa 40 Prozent des Unternehemnswertes, analysiert TheBrandTicker.com. Verantwortlich dafür sind nicht nur die positiven Zahlen des zweiten Quartals. Auch in Sachen Qualitätswahrnehmung liegt Zalando deutlich über dem Branchenschnitt. >>>Horizont.net

Der Stahlhändler Klöckner & Co. baut den Online-Handel aus. Bis 2019 soll die Hälfte des Umsatzes über das Internet abgewickelt werden. Ziel ist es, höhere Preise über das Web schneller an die Kunden weiterzureichen. >>>Onvista.de

Die Weinhandelsgruppe Hawesko konnte über all ihre Versandhändler im zweiten Quartal 2016 einen Netto-Umsatz von 37,9 Mio. Euro erzielen. Damit gab es jetzt ein zweistelliges Wachstum von 11,5 Prozent, nachdem der Umsatz der Versandsparte zuletzt gesunken war. Bei den einzelnen Versendern hat sich das Geschäft dennoch unterschiedlich entwickelt. Und wie nachhaltig das aktuelle Wachstum ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. >>>Neuhandeln.de

Nach dem Sieg beim Städtewettbewerb „Die digitale Innenstadt“ von HDE und Ebay ruht sich Diepholz nicht auf seinen Lorbeeren aus. In Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) und dem online-Marktplatz-Betreiber Ebay sowie mit Unterstützung der Diepholzer Wirtschaftsförderung (Wista) und der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz wollen nun etwa 30 heimische Geschäftsleute die Idee vom Internet-Verkaufskanal nun auf die Beine stellen. Anfang bis Mitte Oktober soll die neue Plattform an den Start gehen. >>>Kreiszeitung.de

Rettung für Movinga: Das Umzugsstartup soll Medienberichten zufolge eine neue Finanzierungszusage über knapp fünf Millionen Euro erhalten haben. Alle alten Großinvestoren seien wieder mit dabei - trotz eines Strudels aus Hochmut, Missmanagement und Intrigen. >>>manager-magazin.de

- INTERNATIONAL -

Im vergangenen Weihnachtsgeschäft wurde Amazon überrannt von Händlern, die ihre Produkte über Fulfillment by Amazon verschicken wollten. Die schnell implementierten Last-Minute-Lösungen waren aber vor allem eins: teuer. Um sich dieses Jahr nicht wieder durch Fulfillment-Kosten die Quartalsbilanz zu vermiesen, baut der E-Commerce-Riese vor: 18 neue Warenhäuser sollen in diesem Quartal in Betrieb genommen werden - im Vorjahr waren es nur sechs. Eine weitere Maßnahme hat Amazon schon im Mai ergriffen und die Gebühren für Produkte, die zwischen November und Dezember in Amazons Warenhäusern gelagert werden, erhöht. Zudem können Händler jetzt auch in Eigenregie an Prime-Kunden verschicken. >>>Recode.net

Burrow heißt ein neues US-Möbelstartup, das das Business-Modell von Matratzenversendern wie Casper jetzt auch auf Sofas anwendet. Kunden können bei Burrow ein Sofa online bestellen und dieses dann 100 Tage risikofrei testen. Gefällt es nicht, geht es zurück. Besonderes Highlight: Die Burrow-Sofas sind modular aufgebaut. Ein Transport durch ein enges Treppenhaus ist so auch bei Umzügen kein Problem. Darüber hinaus haben sie integrierte Steckdosen, über die Couch-Surfer ihre Geräte wieder aufladen können. >>>TechCrunch

Amazon erweitert sein Geräteangebot für Dash Replenishment. Unter anderem baut GE künftig Trockner und Spülmaschinen, die Waschmittel und Geschirrreiniger automatisch nachordern. Das Kickstarter-Projekt „Bites“ von Petcube bestellt selbständig Tierfutter nach. >>>TechCrunch

Der österreichische Online-Marktplatz Rakuten.at hat seit seinem Launch 2013 einen Bilanzverlust von 5,3 Millionen Euro angehäuft. Im Geschäftsjahr 2015 lag der Jahresverlust bei 1,6 Millionen Euro. Damit wird klar, warum die Plattform Ende August eingestellt und der Fokus künftig auf Frankreich und Deutschland gelegt wird. >>>Elektro.at

Wenn das IOC Einkaufen als olympische Disziplin betreiben würde, müsste es sich wohl selber disqualifizieren – wegen mangelnden Fairplays, zeigt eine Studie von Trusted Shops.  Eine Überprüfung nach den Bedingungen, unter denen Trusted Shops Onlinehändler zertifiziert, habe ergeben, dass der Webshop des IOC 80 Prozent der Kriterien nicht erfüllt. Gravierende Mängel gibt es unter anderem bei Datenschutz, Verbraucherschutz  und Lieferbedingungen. >>>Handelsblatt.com

Target knickt gegenüber Amazon ein und listet nach vier Jahren Streik dessen Hardware jetzt wieder in seinen Regalen. Nur für den smarten Lautsprecher Amazon Echo gilt der Bann weiterhin. Nach dem Sinneswandel hofft die US-Handelskette nun, durch die Amazon-Gadgets wieder mehr Menschen in die Läden zu ziehen und die Elektronikumsätze anzukurbeln. >>>CNet.com

Die Schweizer Versandapotheke Zur Rose setzt neben dem Onlinehandel künftig auch auf das stationäre Geschäft. Wie das Unternehmen mitteilte, eröffnet es am 8. August in Bern seine erste Präsenzapotheke. Der erste Flagshipstore befindet sich demnach direkt am Hauptbahnhof und soll neben einem Vollsortiment und Vor-Ort-Beratung auch die Möglichkeit bieten, Gesundheitsprodukte und Drogerieartikel im Internet vorzubestellen und am gleichen Tag abzuholen. >>>Pharmazeutische Zeitung

Groupon setzt auf Eigenlabels: Unter dem Namen „Form + Focus“ bringt das Schnäppchenportal Fitnessmode für Frauen auf den Markt. Man habe in dem Segment eine starke Nachfrage gesehen, argumentiert Groupon. Die Zielgruppe ist auch da: 70 Prozent der Groupon-Kundschaft ist weiblich. >>>WWD.com

Die österreichische Supermarktkette Billa verknüpft ihr Kundenmagazin „Frisch gekocht“ mit dem Billa-Onlineshop. Damit soll das Stöbern nach Rezepten, das Planen von Zutaten sowie das Einkaufen aller Lebensmittel miteinander verknüpft werden. >>>Horizont.at

Der US-Online-Händler VRoom will bald gebrauchte Fahrzeuge in der virtuellen Realität verkaufen. Der Kunde soll auch von Mitarbeitern beraten werden und sogar Fahrzeuge Probe fahren können. >>>Onlinehaendler-News.de

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba will mit Technik gegen Produktfälscher vorgehen. Das Unternehmen hat sich an dem Kodak-Spin-Off eApeiron beteiligt, das Systeme zum Fälschungsschutz auf Basis einer Kodak-Technologie entwickelt. Das technische Herzstück ist eine unsichtbare Tinte, die ein Produkt über die gesamte Supply Chain hinweg nachverfolgbar machen soll. >>>Kontakter

- BACKGROUND -

Logistik der Zukunft: Das High-Tech-Engagement vieler Handelsriesen wie Media Markt oder Otto nimmt zu: Lieferroboter und Drohnen sollen bald eine schnelle und gleichzeitig preiswerte Belieferung der Kunden in nahezu Echtzeit ermöglichen. >>>Internetworld.de

E-Recht: Der grenzübergreifende Online-Handel wächst. Oft versuchen Händler, in ihren AGB über eine Rechtswahlklausel das anzuwendende Recht zu bestimmen. Dabei gilt es jedoch verbraucherrechtlich Einiges zu beachten. >>>Internetworld.de

E-Insurance: Deutsche Versicherer sind zu zögerlich bei Innovationen, sagt eine Studie. Die eigenen Geschäftsmodelle werden kaum auf die neue Konkurrenz durch Startups abgestimmt, warnen Berater. Das könnte sich rächen. >>>Handelsblatt.com

- ZAHL DES TAGES -

18 Prozent aller Online-Händler wollen dauerhaft nicht über Marktplätze wie Ebay oder Amazon verkaufen, zeigt der aktuelle Online-Konjunkturindex von HDE und ECC. Mehr als drei Viertel sind heute schon auf derartigen Plattformen aktiv, fünf Prozent planen dies für die Zukunft. >>>Fruchtportal.de

- GEHÖRT -

„Es stimmt. Amazon ist groß. Aber das sind wir auch. Daher ist es realitätsfern zu glauben, dass uns jemand die Preise diktiert. Die Deutsche Post DHL ist von Amazon weniger abhängig als früher von Quelle und Neckermann.“
DHL-E-Commerce-Vorstand Jürgen Gerdes sieht sich für den Konkurrenzkampf mit Amazon gut gerüstet. Bislang arbeite man außerdem nach wie vor gut mit dem E-Commerce-Riesen zusammen. Man habe Prime zusammen aufgebaut, so Gerdes. In Deutschland sei es DHL, die Prime ermögliche. >>>Textilwirtschaft.de

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