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E-Commerce-Trends 29.03.18 Otto investiert 100 Millionen Euro in Plattformaufbau

Otto treibt den Plattformaufbau voran, Fahrrad.de verlässt die Online-Pfade, Stabilo verknüpft Markenerlebnis und Shop, Tele-Mediziner scharren mit den Hufen und Donald Trump nimmt Amazon ins Visier.

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- NEWS -

Otto: Der Hamburger Versender investiert bis zum Ende des Geschäftsjahres 2018/19 rund 100 Millionen Euro, um das Geschäftsmodell vom Händler zur Plattform umzuwandeln. Aktuell finden Kunden heute über 2,8 Millionen Produkte von mehr als 6.800 Marken auf Otto.de. Vor allem im Möbelhandel, wo Otto im vergangenen Jahr 950 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete, sehen die Hamburger Potenzial und wollen "der logische Partner für viele Unternehmen der Möbelbranche auf dem Weg in den E-Commerce werden". Ein elementarer Baustein der Plattformentwicklung ist "Brand Connect", ein Self-Service-Tool, das mit Marken wie Adidas oder s.Oliver entwickelt wird und alle für Markenanbieter relevanten Prozesse und Services bündelt. Partner können damit mittelfristig eigene Markenshops bauen, Werbemittel buchen und Verkaufszahlen in Echtzeit einsehen. >>>per Mail

Fahrrad.de: Der Spezial-Versender verlässt die angestammten Online-Pfade. Ab sofort ist der Fahrrad-Händler in der DACH-Region auch vor Ort für seine Kunden präsent. Dabei setzt Fahrrad.de aber nicht auf eigene Filialen, sondern baut auf eine bereits vorhandene Infrastruktur – wie es auch schon Mister Spex oder Zalando mit ähnlich ausgeklügelten Multichannel-Services tun. >>>Neuhandeln.de

Stabilo: Der Schreibgerätehersteller hat Markenerlebnis und Shop von der Agentur dotSource zusammenführen lassen. Neben der Migration des deutschen Online-Shops auf die aktuellste Shopware-5-Version implementierte dotSource eine länderübergreifende DMS-Multimandantenplattform auf Basis von Typo3. >>>Handelskraft.de

Promiss: Die belgische Modemarke wird ab Anfang April in Deutschland über Amazon erhältlich sein. Bisher arbeitet das Unternehmen mit internationalen Online-Plattformen wie Zalando und Wehkamp zusammen. >>>Fashion United

Car2Go / Drive Now: Durch die Fusion der Carsharing-Firmen Car2go und DriveNow wollen Daimler und BMW Kosten sparen. Die Zusammenlegung ist aber auch eine Kampfansage an den Fahrdienst Uber. >>>Zeit.de

Amazon: Deutsche Ermittler haben erstmals nachgezeichnet, wie einfach es für Terroristen ist, sich online alles Nötige für einen Sprengsatz zu besorgen. Viele Terroristen sind Amazon-Kunde - teils sogar unter ihren Klarnamen. >>>Süddeutsche.de

MyHammer: Das Online-Handwerkerportal ist 2017 zum dritten Mal in Folge zweistellig gewachsen. Vergangenes Jahr stieg der Unternehmensumsatz um 18 Prozent auf 11,3 Millionen Euro. Das nachgefragte Auftragsvolumen stieg auf über eine Milliarde Euro. >>>per Mail

- INTERNATIONAL -

Amazon: US-Präsident Donald Trump ist erklärtermaßen kein Freund von Amazon. Jetzt will er Wege finden, wie das Unternehmen so in seiner Macht beschnitten wird, dass es kleine Händler nicht mehr aus dem Markt dränge. Dazu zählt unter anderem die Erwägung einer Internet-Steuer. Die Ankündigung ließ den Börsenkurs um 4,4 Prozent fallen. >>>Reuters.com

H&M: Wenigstens in Indien scheint es für den schwedischen Textiliten rund zu laufen. Nach dem Launch des Online-Shops wuchsen die Umsätze im ersten Quartal, das Ende Februar abgeschlossen wurde, um 27 Prozent. >>>The Economic Times (India)

Carrefour: Der französische Einzelhändler will sein Marktplatzgeschäft jetzt auch nach Spanien und Belgien bringen und so sein Sortiment von aktuell 100.000 verfügbaren Produkten auf über zwei Millionen vergrößern. Aktuell gibt es den Carrefour-Marktplatz bereits in Frankreich und Polen. >>>Tamebay

Vente-Privée: Ein Jahr nach den ersten Berichten darüber hat der Shopping-Club seine Marktplätze für Wein und Wohnen gestartet. Madura und Home Maison sind die ersten Partner im Home & Living Segment. >>>Exciting Commerce

Starbucks: Die Kaffeekette lässt ab sofort auch Kunden mobil bestellen und bezahlen, wenn sie nicht Mitglied des Treueprogramms sind. So soll die digitale Beziehung zu den rund 60 Millionen Kunden monatlich ausgebaut werden. >>>Business Wire

Stadtlandkind.ch: In der Schweiz kommt es zum Zusammenschluss von zwei Kindermode-Onlineshops: Das erst im Jahr 2012 gegründete Start-up Stadtlandkind.ch aus St. Gallen übernimmt zum 1. April den fünf Jahre alten Mitbewerber Phunky.ch aus Zürich und integriert diesen in sein Angebot. >>>Textilwirtschaft.de (für Abonnenten)

- BACKGROUND -

Tele-Medizin: Der Deutsche Ärztetag entscheidet im Mai darüber, ob das ausschließliche Fernbehandlungsverbot in Deutschland fällt. Anbieter wie Teleclinic, Dr. Ed oder Kry stehen schon in den Startlöchern. Wenn sie aktiv werden dürfen, könnte Expertenschätzungen zufolge rund ein Drittel der persönlichen Besuche in der Arztpraxis entfallen. Laut Statistischem Bundesamt werden mehr als 50 Milliarden Euro der Gesundheitsausgaben jährlich an Arztpraxen überwiesen. >>>Handelsblatt.com (Premium)

Online-Apotheken: Apotheken müssen besonderes Augenmerk auf den Datenschutz legen, wenn sie über Amazon apothekenpflichtige Arzneimittel verkaufen wollen. Das Landgericht Dessau/Roßlau hat heute einem Apotheker aus Sachsen-Anhalt verboten, die Plattform in der bisherigen Form zu nutzen. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. >>>Apotheke-Adhoc.de

Konjunktur: Die Konjunktur brummt, der Arbeitsmarkt boomt - kein Wunder, dass Verbraucher in Bestlaune sind und sich gerne mal was leisten. Dabei hatte sich die Stimmung im Februar etwas eingetrübt - doch dazu haben die Forscher eine eindeutige Meinung. >>>Focus.de

- ZAHL DES TAGES -

580 Stellen sind im kommenden Geschäftsjahr bei 0tto neu zu besetzen - vor allem in den Bereichen Business Intelligence, IT und E-Commerce. >>>per Mail

- GEHÖRT -

"In den ersten Jahren waren wir extrem Ressourcen-limitiert – und hatten immer nur so viel Geld auf dem Konto, dass wir die nächsten sechs Monaten überleben konnten. Genau das hat uns besser gemacht."

HelloFresh-Gründer Dominik Richter plaudert im OMR-Podcast über seine Marketingstrategie und warum er keine Unterschiede zwischen Upper Funnel, Lower Funnel oder Brand macht, sondern sich alle Kanäle performanceorientiert rechnen müssen. >>>OMR.com

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