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E-Commerce-Trends 22.12.15 Mydealz-Panne bringt Getdigital ins Schwitzen

Getdigital.de stolpert über Mydealz, Verdi fordert Konsumenten zum Amazon-Boykott auf und Multichannel-Händler können mit Click & Collect am Black Friday nicht überzeugen.

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- NEWS -

Mydealz-Panne bei Getdigital.de: Zwei Gutscheinaktionen, die eigentlich nicht miteinander kombinierbar sein sollten (einmal ein T-Shirt für 9,95 Euro inklusive Versandkosten von 4,95 Euro; einmal ein Gutschein für Gratisversand), waren es durch einen Fehler auf der eigenen Seite dann doch. Dadurch konnten User ein fair gehandeltes Bio-T-Shirt für fünf Euro inklusive Versandkosten bestellen und taten dies innerhalb weniger Stunden fast 1.000 mal. Getit biss die Zähne zusammen, warf mit zusätzlichen Aushilfen die T-Shirt-Pressen an und trug den Berg an Bestellungen ab. Der Kassensturz zeigte zum Schluss: Da doch noch viele Mydealzer das T-Shirt für 9,95 Euro bestellten, kam das Unternehmen fast ohne Verlust aus der Geschichte heraus. Zusammen mit dem Werbeeffekt sei es sogar eher positiv für Getit gewesen. >>>Getdigital-Blog

Verdi fordert in einem Boykottaufruf Konsumenten dazu auf, für mindestens 40 Euro bei Amazon zu bestellen und dann zusammen mit einer Solidaritätsbekundung für die Streikenden die Ware wieder an Amazon zurückzuschicken. Das geht zu weit, findet (nicht nur) tmta.de - und drückt Amazon die Daumen, auf juristischem Weg diesen Boykott unterbinden zu können. tmta.de

Derweil positioniert sich Amazon als Unternehmen, das neue Arbeitsplätze schafft. Mehr als 800 neue unbefristetete Arbeitsplätze sind Unternehmensangaben zufolge im Jahr 2015 in den deutschen Versandzentren geschaffen worden. Mehr als 200 saisonale Stellen sollen im Laufe des Januars 2016 in feste Arbeitsplätze übergehen. Damit hätten 80 Prozent der Mitarbeiter ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. >>>Golem.de

Die Otto-Tochter Project A hat 2015 rund 63,2 Millionen US-Dollar investiert und das Portfolio auf 27 Beteiligungen aufgestockt. Zu den spannendsten Neustarts zählen laut Exciting Commerce die Horizn Studios. >>>Exciting Commerce

Die Spielzeugabo-Box Meine Spielzeugkiste hat für ihre 5.000 Abonnenten zusammen mit DHL eine neue Versandkiste entwickelt. Diese ist nicht nur Verpackung, sondern gleichzeitig ein eigenständiges Spielzeug. >>>Logistik-Watchblog.de

Ein Großhandel und Online-Handel im Gartenbereich sucht einen neuen Besitzer. Die Ablöse von 35.000 Euro versteht sich inklusive Warenlager. >>>Mein Marktplatz

- BACKGROUND -

Click & Collect: Im diesjährigen Vorweihnachtskonsumrausch konnten US-Multichannel-Händler mit ihren Click & Collect-Angeboten nicht wirklich überzeugen,  meldet die „Washington Post“, die zufälligerweise dem Amazon-Chef Jeff Bezos gehört. Bei 60 Prozent der Click & Collect-Kunden kam es am Cyber Monday zu Problem, weil beispielsweise falsche Produkte reserviert oder Bestellungen storniert wurden, weil die Produkte ausverkauft waren. The Washington Post

Mobile Commerce: Wie nutzen unterschiedliche Verbraucher Technologie, um ihre Einkäufe zu tätigen. Eine neue Studie der Y&R-Tochter BAVLab hat sechs unterschiedliche Typen von Einkäufern klassifiziert. >>>AdWeek

Widerrufsrecht: Surfen, klicken, kaufen: So schnell ist im Internet etwas bestellt. Aus diesem Grund kommt es auch vor, dass Kunden Waren zurückgeben. Was müssen Online-Händler in Sachen Widerrufsrecht beachten? >>>Internetworld.de

E-Recht: Ab 2016 gibt es neue Informationspflichten für Online-Händler. Onlinehändlernews.de hat sie zusammengefasst. >>>Onlinehaendler-News.de

Deutscher Black Friday: Der Black Friday am 27. November 2015 hat den Online-­Händlern in Deutschland 18 Prozent der monatlichen Einkäufe beschert, so bestätigen die ersten Ergebnisse einer umfangreichen Studie von PAYONE, Statista und B+S Card Service. Alleine an diesem Tag wurden durchschnittlich rund 105 Euro pro Online-Einkauf ausgegeben. Damit ist dieser Wert 34 Prozent höher als der des Vorjahres. Über das gesamte Aktionswochenende hinweg lag der durchschnittliche Bon-Wert 11,39 Euro über dem Durchschnittswert aus 2014. >>>Pressemitteilung

- ZAHL DES TAGES -

Jeder vierte Deutsche ab 14 Jahren will in diesem Jahr unliebsame Weihnachtsgeschenke im Internet weiterverkaufen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom. Besonders die jüngeren Internetnutzer machen von dieser Möglichkeit gerne Gebrauch. So geben 41 Prozent der 14- bis 29-Jährigen an, ungewollte Weihnachtsgeschäfte online weiterveräußern zu wollen. Bei den 30- bis 49-Jährigen geben dies 32 Prozent an. >>>Internetworld.de

- GEHÖRT -

„Bei uns herrscht Aufbruchstimmung, fast Euphorie.“
In Heilbronn soll im April 2016 mit "Mein-Heilbronn-Shop" ein lokaler Online-Marktplatz ans Netz gehen. Thomas Gauß, Sportartikelhändler und Vorsitzender der Stadtinitiative ist bester Hoffnung, damit Amazon, Ebay oder Zalando die Stirn bieten zu können. Doch wirkliche Erfolgsnachrichten können bestehende Konzepte nicht liefern. >>>Welt.de

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