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E-Commerce-Trends 07.09.15 Miele zeigt E-Commerce-fähige Waschmaschine

Miele entwickelt eine Waschmaschine, die ihr Waschmittel (fast) selber nachbestellt, Galeria Kaufhof räumt für Schuh-Versender ShoeVita Ausstellungsflächen frei und Ambiente Direct hat einen Investor.

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- NEWS -

Konkurrenz zu Amazon Dash: Der Haushaltsgerätehersteller Miele stellt auf der diesjährigen IFA eine Waschmaschine vor, die ihren Besitzer an die Nachbestellung von Waschmittel erinnert. Dazu verbindet sie sich per WLAN mit dem heimischen Router und ist über eine App für Android und iOS ansteuerbar. Geht das Waschmittel allmählich zur Neige, sendet das Gerät automatisch eine Nachricht an das mobile Endgerät des Benutzers. >>>Internetworld.de

Galeria Kaufhof kooperiert mit dem Hersteller individualisierter Damenschuhe, ShoeVita. Sieben Monate lang wird der Hersteller mit einer Schuh-Design-Lounge in der Filiale an der Frankfurter Hauptwache präsent sein. An Computer-Panels können Kundinnen ihre individuellen Modelle entwerfen. Während Kaufhof das Einkaufen so zum Erlebnis machen will, steht für ShoeVita der Aufbau einer stationären Vertriebsstruktur im Vordergrund. >>>Fashion United

Der Münchner Möbelversender AmbienteDirect, der nach dem Umzug seiner Logistik und einer Systemumstellung verärgerte Kunden lange auf Lieferung warten ließ, hat laut Recherchen von „Exciting Commerce“ einen neuen Investor. Laut Kartellamt ist eine nicht näher bezeichnete, dänische Aktiengesellschaft eingestiegen. >>>Exciting Commerce

Die Edeka-Region Nord hat ein neues E-Commerce-Modell für ihre Genossen entwickelt. Das Konzept gilt als Blaupause für die gesamte Gruppe. >>>Internetworld.de

99Chairs, ein Curated-Shopping-Anbieter für Möbel, zählte zwei Wochen nach dem Launch schon 500 Kunden, die Interesse an einer individuellen Einrichtungsberatung hatten. Der erste zahlende Kunde überwies vertrauensselig 8.000 Euro per Vorkasse. Dutzende Möbelhersteller und Online-Shops wie Home24, Fashion For Home oder Urbanara kooperieren mit dem Startup. Das Sortiment umfasst rund 500.000 Produkte. >>>t3n.de

Auf Amazon.de tummeln sich offenbar vermehrt chinesische Händler. Sie lagern ihre Produkte in den deutschen Logistikzentren von Amazon ein und können so deutsche Kunden schnell beliefern. Allerdings: Nicht immer halten sich die Anbieter an rechtliche Vorgaben. Ein Test der Redaktion c’t, die 13 Produkte von chinesischen Händlern über Amazon.de kaufte, ergab: Keines davon war einwandfrei. Doch bei unsicheren Produkten, Umweltvergehen oder Steuerhinterziehung gibt es keine Konsequenzen. Behörden und Finanzämter sind machtlos. Experten hoffen nun darauf, dass sich die EU des Problems annimmt. >>>Onlinehaendler-News.de

Spreadshirt sucht neue interessante Gesichter für Fotoshootings. Zu diesem Zweck lädt der Modeversender am 14. Oktober 2015 zum offenen Model-Casting nach Leipzig ein. >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Facebook baut einen P2P-E-Commerce-Channel auf. Über „Groups“ sollen Privatnutzer wie auf einem Bazar handeln können, inklusive Payment und Order-Tracking-Funktionen. >>>WSJ.com

Der chinesische Online-Buchhändler Dangdang, meldet für das zweite Quartal 2015 ein Umsatzplus von 30 Prozent auf 373 Millionen US-Dollar. Allerdings stiegen auch die Verluste. >>>Internet Retailer

Ein ukrainisches Startup will den Lebensmittelhandel in den USA und Europa revolutionieren. CartFresh (ehemals Zakaz.ua) arbeitet für vier der zehn größten ukrainischen Händler (Novus, Metro und Fozzy) und will seine Services - angefangen vom Fulfillment bis zur Auslieferung von Lebensmitteln - jetzt auch in Europa, China und den USA anbieten. Zu den Investoren zählt Techstars aus Boston. >>>e-commercefacts.com

- BACKGROUND -

Erfolgreich verkaufen bei Amazon: Im Videotalk auf Etailment.de diskutieren Olaf Kolbrück, Kassenzone-Macher Alexander Graf und Amazon-Experte Markus Fost, wie Händler den Online-Riesen besser für sich nutzen können. >>>Etailment.de

Online-Rentabilität: Marcel Dobler, Mitgründer des größten Schweizer Online-Shops Digitec, der seine Anteile Anfang letzten Jahres an die Migros verkaufte, hat im Rahmen seiner Bachelorarbeit Produktvielfalt und Preisunterschiede von Online-Shops und Ladengeschäften in den Produktkategorien Fernseher, Fotokameras und Notebooks analysiert. Das Ergebnis: Die Produktvielfalt online steigt immens und die untersuchten Sortimente sind von einem kontinuierlichen Preiszerfall betroffen. Der Schweizer E-Commerce-Berater Thomas Lang schlussfolgert: „Wenn stationär also nur noch im günstigen Segment die Preisführerschaft bei gleichzeitig kaum noch vorhandenen Margen innehat, wird dies auf einen ruinösen Preiskampf in den Flächen herauslaufen. Kommt hinzu, dass der stationäre Handel bzgl. Kostenstrukturen im Nachteil ist gegenüber dem Onlinehandel. Profitabel wird sich damit kaum mehr ein Geschäft in diesen Sortimenten betreiben lassen auf längere Sicht.“ >>>Carpathia-Blog

Shop-Software: Bepado wird zu „Shopware Connect“. Die Plattform sollte Lieferanten und Händler miteinander vernetzen, um gemeinsam erfolgreicher zu werden. Doch immer neue Funktionen und Features machten die Plattform zu komplex. Jetzt wollen sich die Entwickler wieder auf die simple Grundidee fokussieren: Den schnellen Aufbau von Handelsbeziehungen und eine einfache Verknüpfung mit bestehenden Sortimenten. >>>Unternehmensmitteilung

Online-Lebensmittelhandel: Niedersachsens Agrar- und Verbraucherminister Christian Meyer (Grüne) warnte bei der Vorstellung des Verbraucherschutzberichts 2014 vor unseriösen Händlern, die online vermehrt unerlaubte Produkte wie Sportlernahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln feilböten. Elf Internet-Handelsbetriebe seien im vergangenen Jahr allein im Raum Hannover überprüft worden, heißt es. >>>NOZ.de

E-Payment: Die neuen Sicherheitsvorgaben beim Bezahlen im Internet könnten kleinere Online-Händler in den Schatten stellen, befürchtet der Handelsverband Deutschland. Der Grund: Kunden können vertrauenswürdige Händler in eine Whitelist aufnehmen und sich dort das neu vorgeschriebene, aber umständliche Verifizierungsverfahren mit PIN und TAN oder Fingerabdruck sparen. Auf der Whitelist werden aber vornehmlich große Player eingetragen werden, „und nicht Shops, bei denen sie nur gelegentlich einkaufen“, so der HDE. >>>Webwork-Magazin.net

- ZAHL DES TAGES -

10.000 Saisonkräfte stellt Amazon im diesjährigen Weihnachtsgeschäft zusätzlich ein. Sie sollen den 11.000 Festangestellten in Sachen Logistik unter die Arme greifen und Lücken schließen, die durch Streiks verursacht werden könnten. >>>Wiwo.de

- GEHÖRT -

„Ich persönlich denke, dass regionale Geschäftsmodelle keine Chance haben gegen die überregionalen Anbieter. Warum auch? Im Fokus steht der Kunde. Er entscheidet über das Produkt, wo er es kauft und entscheidet überwiegend nach Preis, Verfügbarkeit und Service. Bei immer besseren und schnelleren Logistikprozessen entfällt auch der eventuelle örtliche Vorteil, die Produkte direkt abholen zu können.“
Für Stefan Sobczak, Geschäftsführer der Hamburger E-Commerce-Agentur Netshops, haben regionale Marktplätze keine Chance. Die vielfach hinter den Konzepten steckenden Verlage würden versuchen, Geschäftsmodelle von früher ins Online-Business zu übertragen. Doch diese Medien funktionieren anders als das örtliche Telefonbuch, was viele Verlage leider noch nicht verstanden hätten. >>>Shopbetreiber-Blog.de

„Wir haben vor sechs Jahren zaghaft begonnen und hätten nie gedacht, dass man für einen Online-Shop so viel investieren muss.“
Matthias Mußler von der Mußler GmbH hat das Internetportal Dergepflegtemann.de gekauft, weil er wissen wollte, warum diese Seite funktioniert und seine eigene, Beautyshop.de, nicht. Erst da sei ihm aufgefallen, wieviel Aufwand hinter einem Online-Shop steckt, erzählte er der „Stuttgarter Zeitung“. Heute beschäftigt Mußler an der Packstation sechs bis neun Mitarbeiter, eine Shop-Leitung, eine Marketing-Mitarbeiterin, zwei Mitarbeiter für die Produktionsanlage, eine Grafikdesignerin, eine Texterin und drei Kundenbetreuerinnen >>>Stuttgarter Zeitung

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