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E-Commerce-Trends 31.03.16 Metro droht die Aufspaltung

Metro steht vor der Aufspaltung, KPMG wirft Auctionata massive Verstöße bei der Führung vor, Flaconi wächst um 175 Prozent und Mönchengladbacher eBay-Händler melden zwei Millionen Euro Umsatz.

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- NEWS -

Nach Douglas kommt Metro: Der Handelskonzern Metro steht vor der Aufspaltung. Die beiden wichtigsten Geschäftsbereiche - das Großhandelsgeschäft und die Elektroniksparte Media Saturn - sollen nach den Plänen von Konzernchef Olaf Koch künftig als selbstständige börsennotierte Unternehmen geführt werden. Die Aufspaltung sei „der logische nächste Schritt in der Transformation der Metro-Gruppe“, sagte Koch. >>>Wiwo.de

Das Online-Auktionshaus Auctionata wehrt sich gegen einen exklusiven Bericht der "Wirtschaftswoche", demzufolge es in der Unternehmensführung von Anfang 2013 bis Mitte 2014 massive Verstöße gegeben haben soll. Der KPMG-Governance-Bericht, auf den sich die Wirtschaftswoche bezieht, sei vom Auctionata-Management selbst und freiwillig in Auftrag gegeben worden und alle Dokumente vom Management selbst offengelegt, so das Unternehmen in einer Erklärung. Die Compliance-Prüfung sei eine freiwillige Initiative des Managements geesen, die dazu dienen sollte, die Vorbereitungen für einen Börsengang zu unterstützen, Transparenz zu erhöhen und die Professionalisierung des Unternehmens voranzutreiben. Die Befunde der KPMG haben dem Unternehmen dabei sehr geholfen und vor möglichen Verstößen gewarnt. Sie wurden aber zu keinem Zeitpunkt von der KMPG als „Vorwürfe“ gegen Auctionata erhoben, sondern zur unternehmensinternen Verbesserung verwendet. >>>Wiwo.de (Paid) / Stellungnahme per Mail

Die Online-Parfümerie Flaconi meldet für das Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 175 Prozent von 12 auf 33 Millionen Euro. Die Übernahme durch ProSiebenSat.1 und der erhöhte Marketingdruck zeigen offenbar deutliche Spuren. >>>Exciting Commerce

Dem lokalen Marktplatz-Projekt "Mönchengladbach bei eBay" haben sich inzwischen 74 Händler angeschlossen, die zusammen zwei Millionen Euro umsetzten. Damit habe sich der Umsatz binnen weniger Wochen verdoppelt, verriet Stephan Zoll, Deutschland-Chef von eBay, im Interview. >>>Etailment

Der digitale Flatrate-Kiosk Readly meldet erste Nutzerzahlen: Demnach haben im vierten Quartal 2015 zahlende User rund 560.000 Magazinexemplare gelesen. Das Abo kostet zehn Euro pro Monat. >>>Horizont.net

Bonprix setzt auf datenbasiertes Marketing. Worauf es dabei ankommt und warum Technologien und Daten-Spezialisten nur eine Seite der Medaille sind, erklärt Karsten Uhlig, Head of E-Commerce und Business Intelligence bei Bonprix, gegenüber Haufe.de. >>>Haufe.de

- INTERNATIONAL -

Der Schweizer Schokoladen-Mass-Customization-Spezialist mySwissChocolate wandert unter das Dach von Aeschbach Chocolatier. Mit der Produkterfahrung und Schokoladenkompetenz von Aeschbach Chocolatier soll die Smartphone-App Chocogreets weiter vorangetrieben werden. >>>Carpathia-Blog

Ebay will seine Product Related Pages und die Search Results Pages verbessern und ausbauen, um Kunden gezielter zu Produkten zu lenken, die sie kaufen wollen. Diese gezielte Führung des Kunden sei wichtig, da einige Menschen durch die Vielzahl an Möglichkeiten oft überfordert sind, wie Jason Fletchall, Product Manager for Shopping Experience, erklärt. >>>Onlinehaendler-News.de

Die Hamburger Otto Group zieht in Frankreich nun offenbar die Reißleine: Das gesamte Handelsgeschäft der 3SI-Group soll verkauft werden. Neben dem Sorgenkind 3 Suisses sucht der Konzern Partner für Unigro und 3Pagen. >>>Lebensmittelzeitung

Facebook baut seinen Messenger um einen neuen Service aus. Kunden können sich alle Fluginformationen in einem Thread anzeigen lassen. Erster Airline-Partner ist KLM. Kunden, die den Service nutzen wollen, können bei der Buchung angeben, Informationen per Messenger erhalten zu wollen. >>>Engadget

Der Pharmaproduzent Pfizer hat seine Online-Umsätze mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Caltrate oder Centrum in China innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Mehr als 200 Millionen Chinesen kaufen Gesundheitsprodukte von Pfizer, viele von ihnen bestellen online, obwohl Pfizer keinen eigenen Shop in China betreibt, sondern seit 2012 über Tmall handelt und außerdem JD.com und den Wal-Markt-Marktplatz Yhd.com nutzt. >>>Internet Retailer

- BACKGROUND -

E-Fulfillment: Mehr als jedes zweite Handelsunternehmen in Deutschland, Großbritannien, den USA, China und Mexiko wollen ihren Kunden künftig mehr Optionen beim Versand bieten, zeigt eine Studie von PwC im Auftrag des E-Commerce-Software-Anbieters JDA. Um die Mehrkosten zu stemmen, wollen die Händler die Schwellen zum Gratisversand erhöhen, Retouren kostenpflichtig machen und auch die Versandgebühren erhöhen. >>>emarketer.com

KMU: Die deutschen Onlinehändler im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen erzielten 2015 ein Umsatzwachstum von 18 Prozent. Dies ergab eine anonymisierte Untersuchung von ePages auf Basis von rund 4.000 europäischen Onlineshops, die auf der Software des Hamburger Unternehmens basieren.  Das Wachstum des KMU-Marktes liegt damit über dem des gesamten deutschen Onlinehandels, das laut bevh im vergangenen Jahr 12 Prozent betrug. >>>per Mail

E-Payment: Facebook könnte seinen Facebook Messenger in Zukunft zu einem mobilen Bezahldienst im stationären Handel ausweisen. Entsprechende Indizien will das US-Portal The Information im Quellcode des Messengers gefunden haben. In den USA können sich Nutzer der App bereits Geld hin- und herschicken. >>>Mobilbranche.de

Online-Lebensmittelhandel: Vielleicht erschließt erst die nächste Generation von Commerce-Anwendungen den Lebensmittel-Online-Handel jenseits der Onlineshops und Lieferdienste, schreibt Martin Groß-Albenhausen im bevh-Blog. Gemeint sind beispielsweise Chat-Bots, die in den Chat diktierte oder geschriebene Listen in Handelsinformationen übersetzen. Klingt bedenkenswert. >>>behv-Blog

- ZAHL DES TAGES -

Um monatlich 20 Prozent wächst Amazon seit dem Start der Vermittlung von Heimdienstleistungen wie Installateuren oder TV-Monteuren. Aktuell sind rund 36 Millionen vorkonfigurierte Services auf der Seite buchbar, zum Start lag die Zahl bei zwei Millionen. >>>Reuters.de

- GEHÖRT -

"Man muss sich davon verabschieden, das Wagniskapitalgeber-Dasein als Beruf zu verstehen. Es geht darum, wirklich große Wetten auf Ideen einzugehen, die völlig verwegen erschienen. Heute machen wir das nicht oft genug, und das Ergebnis ist, dass die meisten Dinge, die wir unterstützt haben, hauptsächlich Scheiße und größtenteils wertlos sind."
Chamath Palihapitiyah zählt zu den Top-Investoren im Silicon Valley. Jetzt übt er harsche Kritik an Startups und ihren Bewertungen. >>>t3n.de

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