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E-Commerce-Trends 18.08.2015

Image-GAU: Amazons Arbeitskultur in der Kritik

Eine Recherche der New York Times zeigt Erschreckendes über die Arbeitsbedingungen bei Amazon zu Tage (nein, gemeint sind nicht die Logistikzentren). Jeff Bezos versucht jetzt, die Wogen zu glätten.

- NEWS -

ebay vergibt ab sofort automatisch fünf Sterne für die Bewertung der Versandzeit, wenn die Verkäufer eine gültige Sendungsnummer für das verkaufte Produkt angeben. ebay-Händler, die viele Produkte für weniger als zehn Euro verkaufen - eine Marke, unter der das Sendungstracking nicht wirtschaftlich ist - stehen damit vor einem Problem. >>>Take me to Auction

Das Online-Bezahlsystem Paydirekt - als Antwort der deutschen Banken auf Paypal deklariert - wird im Herbst 2015 wohl ohne die Unterstützung der Sparkassen an den Start gehen. Ein herber Schlag für Paydirekt, schließlich betreuen die Sparkassen rund 47 MIllionen Girokonten. >>>Handelsblatt

Die Angebots-App KaufDa, die Preisangebote im Handel aggregiert, startet eine TV-Kampagne. Der Spot der Agentur Try No Agency soll vor allem die einfache Bedienung der App in den Vordergrund rücken. >>>Horizont

- INTERNATIONAL -

Wer bei Amazon arbeitet, muss durch die Hölle gehen - und zum Weinen aufs Klo. So lautet das Fazit eines aufsehenerregenden New York Times-Artikels über die Arbeitsbedingungen beim weltgrößten Online-Retailer. Ein halbes Jahr lang hat die Zeitung recherchiert und dabei mit über 100 bestehenden und ehemaligen Amazon-Mitarbeitern gesprochen. Ihre Aussagen zeichnen ein übles Bild von Überwachung, Psychoterror und Mobbing. Ein Image-Super-GAU für Amazon. >>>New York Times

Die US-Unternehmensgruppe Liberty Interactive, zu der auch der Teleshopping-Sender QVC gehört, will den Online-Shopping-Club Zulily übernehmen - für sage und schreibe 2,4 Milliarden US-Dollar. Zulily verzeichnet seit Jahren extreme Wachstumsraten, hatte aber zuletzt mit einem Kurssturz an der Börse zu kämpfen. QVC will durch die Übernahme von den Einkaufsvorteilen des Shopping-Clubs profitieren. >>>neuhandeln; >>>Exciting Commerce

Lidl arbeitet in Belgien an einem eigenen Webshop. Der erste Schritt: Der Beitritt in den belgischen Online-Händler-Verband. >>>Lebensmittelzeitung (nur für Abonnenten)

Uber bringt seinen Essens-Lieferservice UberEat nach San Francisco. Kunden können in der Innenstadt ein warmes Mittagessen bei verschiedenen Restaurant bestellen und bekommen das Gericht von einem Uber-Fahrer geliefert. >>>Wall Street Journal

Die ehemalige Quelle-Tochter Madeleine Mode hat einen russischen Online-Shop gestartet. Zum Start finden russische Kunden in dem Shop nur einen Teil des Sortiments, der Warenbestand wird von einheimischen Dienstleistern vorgehalten, um den Versand zu beschleunigen. >>>neuhandeln

- BACKGROUND -

Online-Lebensmittelhandel: Der Online-Lebensmittelhandel tut sich nach wie vor schwer, die stationäre Konkurrenz zu ersetzen. Ein Test der Redaktion zeigt: Eine wirklich funktionierende Alternative gibt es noch nicht. Stattdessen aber ungenaue Lieferzeiten, Verpackungswahnsinn und faulig-grüne Bananen direkt neben dem Trockeneis. >>>Internetworld

E-Commerce-Durchdringung: Fast jeder Internet-Nutzer ist auch Online-Shopper, so eine aktuelle Studie des Bitkom. Drei von vier Online-Shoppen kaufen zudem mehr als einmal im Monat im Internet ein. Entscheidend für Kauf im Netz sinddie Unabhängigkeiet von den Öffnungszeiten, günstigere Preise als im Stationärhandel und die größere Auswahl. >>>E-Commerce-Vision

Verpackungsordnung: Wer Waren mit Versandkartons und Verpackungen in den Verkehr bringt, unterliegt der Verpackungsordnung. Wie gut kennen Sie sich damit aus? Beim Quiz von Onlinehändler-News können Sie Ihr Wissen testen. >>>Onlinehändler-News

- ZAHL DES TAGES -

100 Millionen US-Dollar umfasst das Volumen des Online-Drogenhandels mittlerweile, berechneten Forscher der Carnegie Mellon Universität. >>>Futurezone.at

- GEHÖRT -

"Ich bin überzeugt, dass jeder, der bei einem Unternehmen arbeitet, wie es in der "New York Times" beschrieben wurde, wahnsinnig wäre, zu bleiben. Ich weiß, dass ich so ein Unternehmen verlassen würde."
Amazon-Chef Jeff Bezos wendet sich nach Veröffentlichung des New York Times-Artikels zu den Arbeitsbedingungen bei Amazon per Mail an seine Mitarbeiter, um die Wogen zu glätten. Mitarbeiter, denen die Geschichten aus dem Artikel bekannt vorkämen, sollten sich bei der Personalabteilung melden oder ihn persönlich anschreiben. >>>manager magazin

"Das ist kein cooler Wir-werden-alle-Millionäre-Trip, sondern ein arschharter Trip, der dich an die Grenzen deiner Belastbarkeit bringen wird."
Frank Thelen, Investor und einer der "Löwen" in der VOX-Sendung "Die Höhle der Löwen", über das Gründen, das Scheitern und den Erfolg. >>>Basic Thinking

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