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E-Commerce-Trends 23.05.17 Ex-Porsche-Chef investiert in Shoepassion

Die Berliner Auto1 Group wird zum 2,5-Milliarden-Euro-Unternehmen, Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking investiert in Shoepassion, Bringmeister gibt in Berlin Gas und Spottster gibt nach vier Jahren auf.

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- NEWS -

Auto1 Group: Die Wir-Kaufen-Dein-Auto.de-Mutter hat eine Finanzierungsrunde über 360 Millionen Euro abgeschlossen. Die Unternehmensbewertung liegt bei 2,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen wickelte eigenen Angaben zufolge über seine Plattformen Auto1.com, Autohero.com und WirkaufenDeinAuto.de im vergangenen Jahr 330.000 PKW-Transaktionen ab und erzielte 1,5 Milliarden Euro Umsatz. Ziel des Startups ist es, zehn Prozent Marktanteil am europäischen Gebrauchtwagenmarkt zu halten. >>>TechCrunch

Project A: Die Otto-Gruppe vergibt bei Project A mitunter ihre größten Potenziale, findet Otto-Kritiker Jochen Krisch. 180 Millionen Euro Spielgeld seien deutlich zu wenig. >>>Exciting Commerce

Shoepassion: Zehn Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete der Spezialist für rahmengenähte Schuhe im vergangenen Geschäftsjahr. Langfristig sollen es 100 Millionen Euro werden. Unterstützung kommt von Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, der seit der Übernahme des Luxusherstellers Heinrich Dinkelacker durch Shoepassion Gesellschafter bei dem Startup ist. Jetzt erhöht er seine Beteiligung für einen hohen einstelligen Millionenbetrag. >>>Handelsblatt.com (Premium)

Bringmeister: Der Lebensmittellieferdienst von Tengelmann bietet ab sofort auch Produkte von Edeka im Online-Shop an. Damit wächst das Sortiment auf insgesamt knapp 13.000 Artikel. Zum Vergleich: Bei Amazon Fresh in Berlin sind es 85.000. Dafür, so postuliert Bringmeister stolz, beliefere man in Berlin alle Postleitzahlenbereiche. Hier muss Amazon noch nachziehen. >>>Pressemitteilung

Spottster: Die Hamburger Preisplattform, an der auch DHDL-Löwe Jochen Schweizer beteiligt ist, stellt vier Jahre nach der Gründung den Betrieb ein. Zwar habe das bisherige Geschäftsmodell funktioniert, aber kein großes Wachstum mehr generiert. Doch individuelle Kooperationen mit Online-Shops scheiterten an der Technik. >>>Gründerszene.de

Media Saturn: Die Elektronikfachmarktkette gönnt sich ab sofort einen Chief Cyborg Officer. Jens-Peter Labus, der eigentlich Geschäftsführer bei der IT-Tochter der Unternehmensgruppe ist, hat sich bei einer Veranstaltung live einen NFC-Chip unter die Haut setzen lassen und kann jetzt ohne Schlüssel seine Wohnungstür öffnen. >>>Horizont.net

- INTERNATIONAL -

Lidl: Der Discounter testet in Portugal unter dem Label „Lidl Shop & Go“ eine App, mit der Kunden beim Gang durch den Markt die Waren mit dem eigenen Smartphone selbst scannen können. Am Checkout können sie an einer Kasse ohne Schlange mit einem Fingertouch auf dem Handy ihren Einkauf beenden und müssen den angezeigten QR-Code an ein Lesegerät halten. Den angezeigten Betrag bezahlen sie dann bar oder mit Karte. >>>Lebensmittel Zeitung, Ausgabe 20/17, S. 37

Monoprix: Die französische Kaufhauskette experimentiert ebenfalls mit neuen Bezahlmethoden, setzt dabei aber auf die kassenlose Filiale. Auch hier müssen Kunden über eine App ihr Smartphone an NFC-fähige elektronische Regaletiketten halten. Die für den Einkauf fällige Summe wird vom Konto abgebucht. >>>Lebensmittel Zeitung, Ausgabe 20/17, S. 37

- BACKGROUND -

Lieferzeitangaben: Lieferzeiten sind ein wichtiger Wettbewerbsfaktor im E-Commerce. Doch es ist Vorsicht geboten. Was ist hier überhaupt zulässig? Welche Formulierungen sollten vermieden werden? Trusted Shops hat einen aktuellen Überblick zur Rechtsprechung erarbeitet und zeigt die größten Fallstricke bei der Angabe von Lieferzeiten auf. >>>ecommerce-vision.de

E-Payment: Derzeit werden beim Bezahlen per Sofortüberweisung die Bankdaten der User im großen Umfang preisgegeben. Ein EU-weit gültiger Technikstandard soll diesen Zugang auf die notwendigen Überweisungsdaten beschränken. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

Digitalwährung auf Höhenflug: Erstmals stieg der Wert eines Bitcoin am Wochenende auf über 2.000 US-Dollar. Seit März hat sich der Kurs damit mehr als verdoppelt. Und: Ein einzelner Bitcoin ist aktuell deutlich wertvoller als eine Feinunze Gold, die gut 1.250 US-Dollar kostet. >>>Internetworld.de

- GEHÖRT -

"Zudem liegt bei Lebensmitteln der durchschnittliche Einkauf bei knapp elf Euro. Die Klientel, die einen hohen Mindestbestellwert akzeptiert (und um einigermaßen wirtschaftlich arbeiten zu können, müssten dies rund 100 Euro werden), ist nicht so groß, dass der Lebensmittelhandel über das Netz mal eben so zu einem 20-Milliarden-Euro-Business werden könnte.“
Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb-Research Center an der Hochschule Niederrhein, glaubt nicht, dass Amazon Fresh automatisch zum Selbstläufer wird. >>>Internetworld.de

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