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E-Commerce-Trends 01.09.15 Edeka und Flughafen HH machen E-Commerce

Fill My Fridge befüllt Kühlschränke von Reiseheimkehrern, Zalando hat gleich drei Mal Ärger an einem Tag und die insolvente Handelsgruppe Strauss Innovation hübscht sich mit einem neuen Webshop auf.

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- NEWS -

„Fill My Fridge“ heißt ein neuer digitaler Einkaufsservice des Hamburger Airport und Edeka Lars Tamme. In dem vom Flughafen konzipierten Online-Shop wählen Passagiere mindestens zwei Tage vor ihrer Rückkehr eines von insgesamt fünf Lebensmittelpaketen - angefangen von Basis und Fitness bis zum Paket Deluxe aus. Die mit allen Zutaten gefüllten Einkaufstüten stehen dann am Ankunftstag zur Abholung am Flughafen bereit. >>>Horizont.net

Zalando hat wegen seiner Bestandsanzeigen Ärger mit der Wettbewerbszentrale. Ein Rechercheteam von NDR Info und dem Verbrauchermagazin „Markt“ hat nämlich herausgefunden, dass Zalando gelegentlich mehr Artikel auf Lager hat, auch wenn auf der Produktdetailseite „Noch 3 Artikel verfügbar“ steht. Damit werde der Verbraucher gedrängt, eine schnellere Entscheidung zu treffen, monieren die Wettbewerbshüter. Zalando reagierte prompt und passte die Verfügbarkeitsangabe an. Seit vergangener Woche heißt es „mehr als 3 Artikel verfügbar“, wenn der Bestand zur Neige geht und „Noch drei Artikel verfügbar“, wenn noch genau drei Artikel vorrätig sind. Der Bestand wird mehrmals täglich abgeglichen. >>>Handelsblatt.com

Und nochmal Trouble für Zalando: Als Investor der Modemesse „Bread and Butter“ wurde der Modeversender gefragt, ob man am Veranstaltungsort Flughafen Tempelhof die große Halle im Flughafen zur zentralen Anlaufstelle für Flüchtlinge machen könne. Laut PR-Chef René Gribnitz antwortete Zalando, dass die Messe dann nicht stattfinden könne. Der Chefredakteur des „Berliner Tagesspiegel“ machte daraus einen Skandal: „So sehen sie aus, die Brüder: Fördermillionen vom Land Berlin kassieren - ok. Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen - ach ne“, schrieb er in seinem Morgen-Newsletter. Zalando-PR-Mann Greibnitz hat eine andere Erklärung: „Es wäre doch würdelos gegenüber den Flüchtlingen, wenn neben ihrer Notunterkunft eine Modeparty gefeiert würde“, ließ er Gründerszene.de wissen. Mit mangelnder gesellschaftlicher Verantwortung oder Fremdenfeindlichkeit habe diese Haltung nichts zu tun. >>>Gründerszene.de

Während der Insolvenzverwalter von Strauss Innovation, Horst Piepenburg, händeringend nach einem Investor für die Handelsgruppe mit ihren 77 Filialen und 1.100 Beschäftigten sucht, gibt das Unternehmen im E-Commerce offenbar nochmal so richtig Gas. Die Münchner Agentur Fortuneglobe hat einen neuen Webshop in Flat-Optik entwickelt, der Kunden durch großzügigere Produktpräsentationen, eine einfachere Bestellabwicklung und Cross-Channel-Möglichkeiten ein angenehmeres Einkaufserlebnis bieten soll. Im Rahmen der Kanalverknüpfung wurde auch die Strauss-Kundenkarte digitalisiert. Über den Smart-Storefinder können Kunden - zumindest noch - die gewünschten Artikel in einer Filiale in ihrer Nähe finden. >>>Pressemitteilung

Küchen Quelle, seit 2014 Tochter des Küchen-Online-Planers Kiveda, will im Geschäftsjahr 2016 mehrere neue Conceptstores mit einer Fläche von jeweils 250 bis 500 Quadratmetern eröffnen. Wie der „Versandhausberater“ erfuhr, hat die TV- und Online-Werbung für die Beratung zuhause auch das stationäre Geschäft beflügelt. Seit dem Zusammenschluss mit Kiveda können Unternehmensangaben zufolge durch die Integration von Online-Planer-Beratungsplätzen zusätzliche Umsatz- und Wirtschaftlichtkeitseffekte erzielt werden. >>>Versandhausberater.de

Welchen Umsatz der Tierbedarfsversender Zooplus allein mit seiner Eigenmarke „Zoolove by Zooplus“ macht, lässt sich anhand der Spendensummen hochrechnen, die das Unternehmen für jeden Kauf an den Tierschutz abführt. Zehn Prozent des Verkaufspreises wird gespendet, in den Monaten Juni bis Juli waren das 11.395 Euro. Der Umsatz lag also bei rund 113.950 Euro. Zoolove by Zooplus ist allerdings nur eine von vielen Eigenmarken des Händlers. >>>Pressemitteilung

Schauspieler Til Schweiger erweitert seinen Webshop „Barefood Living“ um Wein. Verkauft wird aber nur seine eigene Rotweinkollektion namens Emma vom Weingut Son Prim auf Mallorca. >>>Lebensmittelzeitung.net

Bei Sport Scheck hat mit Jan Kegelberg ein neuer Chief Digital Officer angeheuert. Der 44-Jährige kommt von eSolutions aus Moskau. In München soll er die Bereiche Vertrieb E-Commerce, Marketing und Customer Intelligence verantworten. >>>Vertriebsmanager.de

Der VfB Stuttgart hat seinen Webshop aufgehübscht. Basierend auf der E-Commerce-Plattform von Shopware können Kunden Fan-Artikel, Tickets und Mitgliedschaften erwerben. Die Kombination verschiedener Produkte in einem Warenkorb sei ein Novum in der Bundesliga, heißt es aus Stuttgart. >>>IT-Zoom.de

- INTERNATIONAL -

Groupon zieht den Stecker für seine Auftritte in der Türkei und Griechenland. In der Türkei wurden die finanziellen Ziele nicht erfüllt, heißt es zur Erklärung. Das Unternehmen expandierte bereits 2010 in diese beiden Märkte. >>>e-commercefacts.com

Der neue Amazon-Herausforderer Jet.com ist mit dem Versprechen angetreten: „Shop brilliant“. Retailing Today machte die Probe auf’s Exempel. Das Ergebnis: Bei der Shop-Gestaltung, den Preisen und der Shopping Experience hat Jet.com noch eine Menge zu tun, um tatsächlich 15 Millionen Kunden bis zum Jahr 2020 davon zu überzeugen, für die Mitgliedschaft auf der Plattform zu bezahlen. >>>Retailing Today

Amazon kann seine so genannten Treasure Trucks nicht wie vollmundig angekündigt starten. Man teste das System noch, heißt es kryptisch zur Erklärung. Ursprünglich sollten die Trucks den Kunden mobil bestellte Schnäppchenprodukte zur Abholung bereitstellen. Das Social Web reagiert mit Hohn und Spott. >>>Location Insider

- BACKGROUND -

B-to-B-Commerce: Im B2C-Handel sind kanalübergreifende Strategien gerade das Hype-Thema. Für den B2B-Vertrieb hingegen ist die Differenzierung nach Kanälen unwichtig. Warum erklärt Netz98-Geschäftsführer Tim Hahn. >>>Internetworld.de

Amazon-Marktplatz: Wer sind die erfolgreichsten Verkäufer auf dem Amazon Marktplatz? INTERNET WORLD Business präsentiert die Top 10. Das Ranking basiert dabei auf der Anzahl der Käufer-Feedbacks. >>>Internetworld.de

Omnichannel-Erfolg: Euclid Analytics hat ein Whitepaper veröffentlicht, das neun wesentliche Omnichannel-Kennzahlen mit Location-Analyse vorstellt. >>>zum Download

- GEHÖRT -

"Mit Ihrem Werbeauftritt vermitteln Sie all den Menschen im Einzelhandel, all den Mitarbeiterinnen, die sich rührend um Sie gekümmert haben, dass unsere Arbeit bis jetzt nichts wert war und Sie uns obendrein noch für altmodisch halten. Ich wünsche viel Spaß beim Paket Ein- und Auspacken, beim Entsorgen des Verpackungsmaterials, beim Aufbügeln der Kleider, beim einsamen Anprobieren. Bewundern wird Sie dabei und dafür keiner.“
Die österreichische Schuhhändlerin Ulrike Stibor-Stark kritisiert die neuen Zalando-Testimonials Senta Berger, Christiane Hörbiger und Hannelore Elsner für ihr Werbeengagement für ein Unternehmen, das in Österreich nach Auffassung der Einzelhändlerin keine Arbeit schaffe, keine Steuern zahle und wegen schlechter Behandlung der Mitarbeiter permanent in den Medien stehe. >>>Schuhmarkt-News.de

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