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E-Commerce-Trends 03.07.17 Dawanda entlässt jeden vierten Mitarbeiter

Dawanda entlässt jeden vierten Mitarbeiter, Markus Fost erklärt, wie Amazon für Marken zur Umsatzmaschine wird, Samsonite Deutschland verbietet den Online-Handel über Amazon & Co. trotzdem und Tausendkind macht jetzt in Möbel.

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- NEWS -

DaWanda: Der Online-Marktplatz für Handgefertigtes entlässt 60 von insgesamt 230 Mitarbeitern. Stellen werden in allen Bereichen aufgebaut, vor allem aber im Marketing und bei administrativen Funktionen. Mit schlankerer Organisationsstruktur und weniger Bürokratie will sich Gründerin Claudia Helming auf die Bereiche, die Wachstum bringen, darunter das mobile Angebot und die Nutzerfreundlichkeit. Mehr Wachstum ist auch bitter nötig: Das Plus für das Jahr 2016 liegt bei mageren zwei Prozent. Ursprünglich wurden 34 Prozent erwartet. >>>Gründerszene.de

Samsonite Deutschland: Der Kofferhersteller hat seinen Händler untersagt, Produkte des Kofferherstellers auf Online-Marktplätzen wie Amazon und Ebay zu verkaufen. Wer sich an die seit 1. Juni geltenden neuen Vertriebsrichtlinien nicht hält, muss mit einer sofortigen Beendigung der Kundenbeziehungen rechnen. Der Vertrieb über eigene Online-Shops sei aber weiterhin erlaubt. >>>Textilwirtschaft.de

Tausendkind: Der rasant wachsende Onlineshop Tausendkind bietet Mode, Accessoires und Geschenke für Babys und Kinder. Die Umsätze 2016 lagen Unternehmensangaben zufolge „im deutlich achtstelligen Bereich“, doch noch schreibt das Unternehmen Verluste. Nun wollen die Gründerinnen Anike von Gagern und Kathrin Weiß auch Möbel verschicken und peilen für 2018 schwarze Zahlen an. >>>Handelsblatt.com (Premium)

Momox: Der Berliner Re-Commerce-Gigant erwirtschaftete 2016 einen Umsatz in Höhe von 150 Millionen Euro. Der Gewinn stieg um knapp 55 Prozent auf 6,8 Millionen Euro. Wie man erfolgreichster Marktplatzpartner auf Amazon und eBay wird, verrät Momox-Geschäftsführer Heiner Kroke auf dem „Internetworld Kongress“ am 10. und 11. Oktober in München. Noch gibt es Tickets zum Frühbucherpreis. >>>Deutsche-Startups.de / Internetworld Kongress

Goldbeck: Der viertgrößte Bauunternehmer Deutschlands glaubt an die digitale Baustelle. Mithilfe von VR will er den kompletten Bauprozess digital abbilden - bis hin zum Endprodukte, lange bevor auch nur der Grundstein gelegt ist. >>>Handelsblatt.com (Premium)

Sixt Leasing: Bei dem Autohändler soll Online Retail aufgrund seines dynamischen Wachstums mittelfristig zum größten Geschäftsfeld werden. Im Flottenleasing, das momentan noch das größte Geschäftsfeld ist, will das Unternehmen vermehrt IT-Lösungen sowie Online- und Mobile-Services anbieten. Und auch im Geschäftsfeld Flottenmanagement wird die Digitalisierung künftig eine wichtige Rolle spielen, verkündete der Vorstandsvorsitzende Rudolf Rizzzoli auf der Aktionärsversammlung: Hier soll das bereits im Einsatz befindliche, Online-basierte Sixt Global Reporting Tool den Kunden Einsparpotenziale aufzeigen und das Wachstum fördern. >>>Finanzen.net

Real: Die Supermarktkette verkauft künftig auch Sextoys und verhilft damit seinem Slogan „Einmal hin, alles drin“ zu neuen Konnotationen, wie die „Huffington Post“ witzelt. Das Sortiment wird allerdings nur online um Latex-Masken, Peitschen & Co. erweitert. >>>Huffington Post

Bike24: Der Multichannel-Händler aus Dresden hat seine Logistik optimiert. Durch genormte Kisten, die aufeinander gestapelt und von Robotern bedient werden, kann jetzt mehr Ware auf gleicher Fläche untergebracht werden. >>>Retailtechnology.de

Laundry Angels: Die Online-Reinigung aus München gibt ihren Betrieb auf. Während auf der Website verkündet wird, man gehe bis zum 31. Juli 2017 in Betriebsurlaub, wurden die Kunden per Mail über das endgültige Aus informiert. Das Startup hatte einige konzeptionelle Probleme. So mussten beispielsweise Abonnenten jede Woche aufs Neue bestätigen, dass ihre Wäsche abgeholt werden soll. Das kostete - bei vermutlich ohnehin noch geringem Kundenstamm - auch Umsatz von bereits gewonnenen Kunden. >>>per Mail

Internetstores.de: Nach dem Verkauf von Internetstores.de an Signa macht Gründer René Köhler jetzt etwas mit Flugzeugen und Spryker. Was, das verrät er auf Kassenzone.de. Warum man sich bei der Wahl der nächsten E-Commerce-Lösung für Spryker entscheiden sollte, diskutiert Kassenzone.de-Blogger und Spryker-Gründer Alexander Graf mit anderen Dickschiffen der Software-Branche auf dem „Internet World Kongress“ am 10. und 11. Oktober 2017 in München. Und das mit den Tickets zum Frühbucherpreis haben wir ja weiter oben schon erwähnt. >>>Kassenzone.de / Internetworld Kongress

Monheim: Die Stadt Monheim will bis Ende 2018 ein flächendeckendes Glasfasernetz aufgebaut haben. Damit kann jeder an jedem Ort der Stadt kostenlos ins Internet gehen. Ziel ist der vollständige Ausbau Monheims zur „Smart City“. Über das Portal wifi.monheim.de sollen Geschäftsleute in der Stadt kostenfrei Reklame für sich machen können. Wer in Monheim ins Netz geht., landet zwangsläufig auf diesem Portal. >>>RP Online

Hummingbird: Mit Frühstück in der Pappbox will ein ehemaliger Foodora-Mitarbeiter nach Australien jetzt auch Deutschland erobern. Für 10,70 Euro können sich Kunden fünf Bällchen aus zusammengespressten Nüssen, Superfood und getrockneten Früchten ins Haus liefern lassen und dann mit Milch und frischen Früchten zum Frühstücks-Smoothie verarbeiten. >>>Focus.de

- INTERNATIONAL -

Zur Rose: Der Börsengang der Schweizer Versandapotheke Zur Rose stößt bei den Anlegern auf großes Interesse. Angesichts der starken Nachfrage engte das Unternehmen die Preisspanne auf 135 bis 140 Franken je Aktien von 120 bis 140 Franken ein, wie Zur Rose am Freitag mitteilte. Die Gesellschaft, die unter der Marke „DocMorris“ auch in Deutschland tätig ist, komme auf damit auf einen Börsenwert von 850 bis 870 Millionen Franken. >>>Wiwo.de

Asos: Der britische Modeversender Asos bekommt Lob für Dehnungsstreifen. Weil das Unternehmen die Bikinofotos der aktuellen Frühjahr-/Sommersaison nicht mit Photoshop retuschierte, sondern die Models so zeigte, wie sie aussehen, schnappt das Social Web über vor Freude. Nutzer glücklich machen und dabei Geld sparen, kann so einfach sein. >>>Huffington Post

Mammut: Erst an Ostern 2016 lancierte Mammut einen Webshop und gewann damit ein Jahr später den zweiten Platz als bester Markenshop beim „INTERNET WORLD Business Shop-Award". Doch der Outdoor-Ausstatter ruht sich auf den Lorbeeren nicht aus. Bis Anfang September soll der Online-Store grundlegend überarbeitet und neu aufgeschaltet werden. Er soll nicht einfach eine Sammlung von Jacken, Kletterseilen und Rucksäcken zeigen, sondern die Produkte um passende Inhalte wie Texte, Bilder und Videos herum präsentieren. Wie ernst es der Firma damit ist, zeigt auch die Einstellung von Matthias Hanny. Der Deutsche ist seit April für das Endkundengeschäft und damit für den E-Commerce zuständig. Hanny baute schon den Internethandel beim deutschen Modehaus Bogner auf, wo Pabst vor dem Wechsel nach Seon für Marketing und Verkauf zuständig war. >>>NZZ.ch

Airbnb: Mithilfe von VR will der Homesharing-Dienst die Wohnungen von anderen leichter bedienbar machen. Statt der oft hinterlassenen Post-its überall an den Wänden, kann der Hausherr für sein Inserat auf Airbnb kleine Videos hochladen, in denen er zeigt, wie etwas funktioniert und wo es zu finden ist. Dazu sollen die Augmented Reality Funktionen des ARKits oder dem Google Tango Project sowie die Lokalisierung per Smartphone kombiniert werden. >>>Mobilegeeks.de

- BACKGROUND -

Marken auf Amazon: Nicht zuletzt die Tatsache, dass jetzt selbst Nike auf Amazon direkt verkauft, zeigt: Online-Marktplätze haben sich vom verpönten Pfui-Umfeld zum Umsatz-Hoffnungsträger entwickelt. Allerdings müssen Marken, die auf Amazon erfolgreich sein wollen, neben ihrem Pricing vor allem ihre Inhalte und ihre Prozesse im Griff haben, weiß Markus Fost, Managing Partner bei Fostec & Company. Dann ist sehr profitables Wachstum möglich. >>>Internetworld.de

Intralogistik: Der Intralogistik-Spezialist Witron forciert sein Engagement im Online-Handel. Innovative Logistikprozesse und schwarmintelligente Fahrzeuge sollen die Lagerproduktivität steigern. >>>Logistra.de

Startup-Finanzierung: Die KfW will den Standort Deutschland stärken und zu Beginn des Jahres 2018 eine igene Tochtergesellschaft gründen. Das geplante Investitionsvolumen liegt in den kommenden zehn Jahren bei zwei Milliarden Euro. >>>Pressemitteilung

Elektroschrott: Ein knappes Jahr nach der Einführung der Rücknahme-Pflicht für Elektroschrott ziehen Verbraucherschützer, Deutsche Umwelthilfe und Branchenverbände eine durchwachsene Bilanz. "Die Nachfrage ist gering bis nicht existent", sagte der Präsident des Bundesverbands Onlinehandel (BVOH), Oliver Prothmann. >>>Finanznachrichten.de

- ZAHL DES TAGES -

Unter den zehn wertvollsten Aktiengesellschaften der Welt befinden sich zur Jahresmitte sieben Internet- und Software-Konzerne. Mit Amazon (Platz 4) und Alibaba (Platz 7) sind auch zwei Online-Handelsunternehmen vertreten. >>>Sueddeutsche.de

- GEHÖRT -

"Man bekommt mit Amazon in der Praxis dann doch immer noch die profitabelsten Business-Cases einer Marke mit den kürzesten ROIs im E-Commerce hin. Mit bekannten Marken sind extreme Wachstumsraten möglich. Je B2C-lastiger das Sortiment ist, desto wichtiger ist Amazon heute als Absatzkanal.“
Markus Fost, Managing Partner bei Fostec & Company, hält Amazon für eine Umsatzmaschine, aber manchen Markenartikler für zu faul, sie zu bedienen. >>>Internetworld.de

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