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ECommerce-Trends 01.04.14 Click & Collect: Absurde User-Experience

Kein Aprilscherz: Wenn man bei großen deutschen Handelsketten online bestellt und offline abholt, kann man viel Absurdes erleben. Und auch die Kanalverknüpfung Online-Mobile funktioniert nicht immer.

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- NEWS -

Der Sportartikelhersteller Nike hat in seinem Berliner Flagship-Store eine interaktive Touch-Anwendung installiert, die Kunden standortbasiert und in Echtzeit passende Informationen aus Online-Communities liefern soll. Die Installation soll als Informationshub für die Stationärfiliale dienen. >>>OnetoOne.de

Der Versender nachhaltig produzierter Schuhe und Mode, Deerberg, hat seine Umsätze in den vergangenen drei Jahren auf jetzt 60 Millionen Euro verdoppelt. Wesentlichen Anteil daran habe der Online-Kanal, der allerdings stark durch den Katalog gestützt wird. "Ohne Katalog, kein online, das sehen wir ganz klar an den Tageszahlen", so Geschäftsführer Stefan Deerberg gegenüber Kassenzone.de. >>>Kassenzone.de

Die Telekommunikationsfachhandelskooperation Aetka bietet ihren mehr als 2.000 unabhängigen Telekommunikationsfachgeschäften künftig an, Altgeräte ihrer Kunden in Zahlung zu nehmen. Möglich wird dies über eine Kooperation mit dem Re-Commerce-Anbieter Flip4New. Der Reseller schätzt dabei im Shop den Wert der gebrauchten Hardware und unterbreitet dem Kunden einen Preisvorschlag. >>>Telecom-Handel.de

TriStyleMode, Betreiber von Marken wie Peter Hahn und Madeleine, meldet für das Geschäftsjahr 2013 ein E-Commerce-Plus von 25,6 Prozent. In den kommenden Jahren soll der E-Commerce-Umsatzanteil auf rund 50 Prozent wachsen. Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Gesamtumsatz 597 Millionen Euro und liegt damit 5,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. >>>Fabeau

Bei Amazon in Leipzig wurde gestern mal wieder gestreikt - und außer den Medien hat es vermutlich wieder niemand bemerkt. Da wirkt die Ankündigung von Verdi-Sprecher Thomas Schneider in Leipzig, deutschland- und europaweit kämpfen zu wollen, wenn Amazon weiter Verhandlungen ablehnt, wie das Kläffen eines Chihuahuas gegenüber einem Irischen Wolfshund. >>>Wiwo.de

Der Hamburger Streetfashion-Anbieter Frontline launcht im Rahmen der Eröffnung des Berliner Einkaufszentrums Bikini ein Pop-Up-Outlet in der Eingangshalle vom Bikini Hotel. Am 5. und 6. April können dort die Klamotten gleich mitgenommen werden. >>>Mail-Men.de

Zalando schreit nicht mehr. Der Berliner Modeversender will künftig auf den Schrei in seinen Werbespots verzichten. Repräsentanten hochwertigerer Modemarken könnten dem Händler gesteckt haben: Im eher trashigen Umfeld dieser TV-Spots fühlen wir uns nicht gut genug repräsentiert. >>>Internetworld.de

Ist der Bauhaus-Webshop gelungen oder nicht? Nicht so günstig ist die Domain unter Bauhaus.info, findet Ecommerce-Vision.de. Was sonst zu bemerken ist, gibt es im Video. >>>Ecommerce-Vision.de

- INTERNATIONAL -

Die US-Handelskette Barneys lässt online bestellte Waren künftig gratis retournieren. Bislang konnten die Webkunden sich zwar kostenlos Produkte aus dem Shop schicken lassen, mussten aber acht US-Dollar für die Retoure bezahlen. >>>Luxury Daily

eBay Now führt in den USA inzwischen eine beträchtliche Liste an Kooperationspartnern. Handelsketten wie Best Buy, AutoZone, ToysRUs, The Home Depot, Office Depot, Walgreens, GNC, Radio Shack, Macys, Microsoft, Guitar Center, Bloomingdale's, Urban Outfitters, Ann Taylor Loft, Armani Exchange, Barnes & Noble, Bed Bath & Beyond, Champs, Crate & Barrel, Eastern Mountain Sports, FootLocker, FootAction, GameStop, Golfsmith, JCPenny, Jonston & Murphy, Journeys, Kmart, Pier One Imports, Quiksilver, Staples und Sunglass Hut lassen Kunden in ihrem Webshop bestellen und liefern dann noch am gleichen Tag über ihre Filialen die Waren zum Kunden. Aktuell gibt es eBay Now nur in einigen Regionen der USA. Bis zum Jahresende sollen es 25 Regionen in den USA werden. Außerdem soll der Service auch international gelauncht werden, unter anderem in London. >>>eCommerceBytes.com

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba hat sich für 692 Millionen US-Dollar bei dem chinesischen Kaufhausbetreiber Intime Retail eingekauft. Das Unternehmen betreibt 28 Warenhäuser und acht Shopping-Malls in China. Alibaba will so zum Multichannel-Anbieter werden und das Online-to-Offline-Geschäft vorantreiben. >>>Textilwirtschaft.de

Boohoo.com meldet für das Geschäftsjahr 2013/14, das am 28. Februar endete, ein Umsatzplus von 62 Prozent auf 109 Millionen Pfund. Die Gewinne vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen steigerten sich um 200 Prozent auf 3,9 Millionen Pfund. Das starke Wachstum werde vor allem durch schnell wachsende Kundenzahlen in Großbritannien und den USA gefördert. >>>Internet Retailing

Amazon führt für seine Marktplatzpartner in den USA für viele Kategorien eine neue Mindestgebühr für niedrigpreisige Produkte ein. Mussten Händler beispielsweise in Kategorien wie Babyprodukte, Kleidung oder Elektronikzubehör für Produkte unter einem Preis von 6,67 US-Dollar 15 Prozent Provision bezahlen, gibt es nun ein Fixgebühr von einem US-Dollar. Je billiger also ein Artikel auf Amazon ist, desto höher ist der prozentuale Anteil, den Händler dafür an den E-Commerce-Riesen abgeben müssen. Die neuen Preise treten ab 16. Mai in Kraft. >>>eCommerceBytes.com

- BACKGROUND -

Click & Collect: Click & Collect, also die Abholung online bestellter Artikel in einer stationären Filiale, soll die Bequemlichkeit des Online-Einkaufs mit der Beratung und dem Einkaufserlebnis vor Ort verknüpfen. Doch ein Test der Internet-Wirtschaftszeitung INTERNET WORLD Business zeigt: Statt dem Kunden Mehrwert zu bieten, ist Click & Collect bei vielen der getesteten zwölf namhaften Handelsketten oft nur eine Verknüpfung von Absurditäten. Die Shopping-Tour der Redaktion führten dabei zu Breuninger, C&A, Conrad Electronic, Cyberport, Douglas, Ernsting’s Family, Hornbach, Hugendubel, Karstadt, Kaufhof, Saturn und Tchibo. >>>Internetworld.de

E-Commerce in Polen: Die polnische Online-Agentur Dotcom River hat mit "eCommerce Poland 2013" eine Studie über den polnischen Online-Handel veröffentlicht. Das PDF gibt es kostenlos zum Download. >>>zur Studie

Mobile Shopping: Kunden, die mit dem Smartphone oder Tablet einkaufen, zahlen laut Ermittlungen der Verbraucherzentrale NRW manchmal mehr, als wenn sie über den Computer bestellen würden. So würde ein 47-Zoll-Fernseher im mobilen Webshop von Comtech statt 999 Euro 150 Euro mehr kosten. Auch bei Allyouneed, Capellishop, Dewall-Design, Trendaffe und Uhrzeit.org seien die Produkte im mobilen Shop teilweise höher als im stationären Shop. Bei Notebooksbilliger.de habe ein Smartphone statt 699 Euro 899 Euro gekostest, bei Otto sei eine Kamera im Warenkorb 20 Euro teurer gewesen. Auch bei Amazon, MediaMarkt oder Conrad konstatierten die Tester Unterschiede. >>>Wiwo.de

- ZAHL DES TAGES -

Gute Nachrichten: Im Februar setzte der deutsche Einzelhandel laut Statistischem Bundesamt preisbereinigt zwei Prozent und nominal drei Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Januar lag der Umsatz kalender- und saisonbereinigt real 1,3 Prozent und nominal 1,1 Prozent höher. >>>Der Handel

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