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Amazon 27.10.2014
Amazon 27.10.2014

E-Commerce-Trends 27.10.2014 Amazon: Streik an fünf Standorten

Protestieren ist heute in: Bei Amazon streiken die Mitarbeiter, bei Kleiderkreisel streiken die User und im amerikanischen Einzelhandel streiken die Kassensysteme - gegen die Einführung von Apple Pay.

- NEWS -

Seit Mitternacht wird bei Amazon (I) wieder gestreikt. Mitarbeiter an den Standorten Bad Hersfeld und Leipzig haben ihre Arbeit niedergelegt. Mit Beginn der Frühschicht sind auch die Standorte Graben, Werne und Rheinberg eingestiegen. Der Streik soll bis Mittwoch Abend andauern. >>>Wirtschaftswoche


Redcoon bekommt wieder einen eigenen CEO: Martin Sinner soll Dauer-Interims-Chef Martin Wild an der Spitze der Media-Saturn-Tochter ablösen. Wem der Name bekannt vorkommt, liegt richtig: Sinner gründete 2000 das Vergleichsportal Idealo und ist als Business Angel an mehreren Start-ups beteiligt. >>>Gründerszene


Amazon (II) erweitert seine Versandoptionen um einen neuen Paketzusteller: Auch DPD darf ab sofort deutsche Amazon-Pakete ausliefern. DPD will sich auf die Lieferung an Prime-Kunden konzentrieren - das ist das margenstärkere Geschäft. Bislang teilen sich DHL und Hermes die Aufträge des deutschen Online-Marktführers. >>>Wirtschaftswoche

Kleiderkreisel hat sein hauseigenes Bezahlsystem ein Jahr lang international getestet, jetzt soll es nach Deutschland kommen. Die deutschen Nutzer sind wenig begeistert und haben gestern im Kleiderkreisel-Forum den "1. Warnstreik Bezahlsystem" ausgerufen und eine Bürgerpetition gestartet, um das Bezahlsystem zu verhindern. So ganz ist aber auch wirklich nicht einzusehen, warum man fürs Kleidertauschen ein eigenes Payment-System brauchen sollte...>>>Exciting Commerce

Hugo Boss schaut optimistisch ins kommende Jahr: 2013 hat der Konzern einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro verbucht, bis Ende 2015 soll der auf 3 Milliarden Euro gesteigert werden. Dafür will die Nobelmarke in Zukunft weniger neue Geschäfte pro Jahr eröffnen, dafür eher bestehende Shops vergrößern. Außerdem soll der eigene Online-Shop ausgebaut und mit den Ladengeschäften verknüpft werden. >>>Süddeutsche.de

mydays hat seine B2B-Website überarbeitet. Die Münchner Agentur hat die Aufmachung des Sub-Auftritts an das Erscheinungsbild der B2C-Seite angepasst, die bereits im Juli 2013 relauncht worden war. >>>per Mail

Otto bekommt für seine frische "gefunden auf otto.de"-Kampagne die verdiente Anerkennung: Die Kampagne aus Feder der Leadagentur Heimat wurde mit dem Effie, dem deutschen Werbe-Oscar, der vorm Gesamtverband Kommunikationsagenturen vergeben wird, ausgezeichnet. Die klugen, oft gekonnt skurilen Spots hätten den unverkennbaren neuen Otto-Werbestil geprägt, so die Begründung. >>>per Mail

- INTERNATIONAL -

Apple Pay wird in den USA gerade vehement ausgegrätscht: Etliche US-Händler haben ihre Kassensysteme so eingestellt, dass Kunden nicht mit dem Apple-Bezahlservice bezahlen können. Hintergrund: Im kommenden Jahr wollen einige große Einzelhandelsketten, darunter Namen wie Walmart, 7-Eleven, Kmart, Best Buy oder Banana Republic, selbst ein mobiles Zahlungssystem mit Namen CurrencC auf den Markt bringen. Bis zur Einführung soll sich die Kundschaft nicht an Apple Pay gewöhnen dürfen.  >>>Golem

Airbnb will offenbar nicht auf den allgemeinen Börsenhype aufspringen, der den E-Commerce seit Bekanntgabe der IPOs von Zalando, Alibaba und Rocket Internet im Griff hat. Statt mehr Unternehmensanteile zu verkaufen will das Unternehmen, sie lieber umverteilen und seinen Mitarbeitern die Gelegenheit geben, ihre Anteile am Geschäft zu versilbern - druch den Verkauf an Investoren. Rund 50 Milionen Dollar halten die Mitarbeiter aktuell an Airbnb, munkeln Brancheninsider. >>>Manager Magazin

- BACKGROUND -

Online-Spielwarenhandel: Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien hat im Auftrag von N24 zehn deutsche Shop von Online-Spielwarenhändlern unter die Lupe genommen. Mit "sehr gut" bewertet wurde das breite Sortiment von mytoys und duo-shop.de, die besten Schnäppchen fanden die Texter bei baby-markt.de. In Sachen Lieferzeit hingegen waren alle Anbieter bis auf kidoh.de erstaunlich lahm: Die Zustellung dauerte bis zu vier Werktage, manche Bestellungen wurden vom Anbieter sogar storniert, weil die Ware doch nicht lieferbar war. >>>N24

- ZAHL DES TAGES -


Über 60.000 Mitarbeiter in 46 Produktionsstandorten in China, Indien, Bangladesch, Sri Lanka und Großbritannien hat die britische Einzelhandelskette Marks & Spencer per Handy nach ihren Arbeitsbedingungen befragt. Die Antworten wurden anonymisiert gesammelt, um möglichst wahrheitsgemäßige Angaben zu bekommen. Fast die Hälfte der Arbeiter nahm an der Umfrage teil. >>>Fashion United

- GEHÖRT -


"Wisst Ihr, E-Commerce ist sehr kompetitiv, bietet geringe Margen und ist fordert viel Kapital. Wenn Ihr ein erfolgreiches, groß angelegtes E-Commerce-Geschäftsmodell fahren wollt, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder man ist sehr breit aufgestellt und arbeitet bei geringen Margen extrem effizient, das wäre das Amazon-Zalando-Modell. Oder man konzentriert sich rasiermesserscharf auf ein Vertical und macht dort alles selbst - das machen wir jetzt mit Hem."
Nach 18 Monaten Abstinenz ließ sich Fab-Gründer Jason Goldberg mal wieder auf der Bühne einer Branchen-Konferenz sehen und erzählte recht freimütig über sein Scheitern mit Fab - und natürlich noch freimütiger über seine neuen Pläne mit der kürzlich gelaunchten Möbel-Plattform Hem. >>>Techcrunch

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