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E-Commerce-Trends 13.11.17 Amazon lässt Händler auf Überziehungszinsen sitzen

Amazon hat zwar offenbar sein Auszahlungsproblem wieder im Griff. Doch für den entstandenen finanziellen Schaden bei seinen Marktplatzhändlern will der E-Commerce-Riese nicht aufkommen. Außerdem in den E-Commerce-Trends: Noch ein neuer Online-Supermarkt, gute E-Commerce-Quartalszahlen von Adidas und hohe Marketingausgaben von Wish.

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- NEWS -

Getnow.de: In München und Berlin ist der neue Online-Supermarkt getnow.de an den Start gegangen. Die Kunden können ihren kompletten Einkauf online erledigen. Alle Waren werden auf Wunsch in nur 90 Minuten direkt an die Haustür geliefert. Bei einem Mindestbestellwert von 60 Euro ist die Lieferung kostenfrei. Sämtliche Waren werden direkt aus den Metro Cash & Carry-Großmärkten in München und Berlin bezogen. >>>Pressemitteilung

Amazon: Der E-Commerce-Riese hat eigenen Aussagen zufolge den Technikfehler, der die Auszahlung von Guthaben an Marktplatzpartner verhinderte, behoben. „Alle Zahlungen an die betroffenen Verkäufer wurden durchgeführt“, teilte das Unternehmen mit. Allerdings dürfte es noch etwas dauern, bis das Geld überall auf den Konten der Händler eingetroffen ist. Die bei den Händlern entstandenen Überziehungszinsen will Amazon allerdings offenbar nicht ersetzen. >>>Handelsblatt.com

Amazon: Bisher erlaubte Amazon allen Prime-Mitgliedern, entsprechende Versandvorteile mit bis zu vier weiteren Haushaltsmitgliedern zu teilen. Künftig soll nur noch ein Mitglied in den Genuss kommen. Bestehende Accounts sollen aber nicht betroffen sein. >>>mobiFlip

Amazon: Der E-Commerce-Riese wird am Heiligen Abend keine Lebensmittel ausliefern. Die Zustellung endet am 23. Dezember um 22.00 Uhr, so die offizielle Verlautbarung. >>>T-Online.de

Adidas: Der Sportartikelhersteller hat seine E-Commerce-Umsätze im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39 Prozent gesteigert. Damit kommt Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Adidas, seinem erklärten Ziel, die E-Commerce-Umsätze bis zum Jahr 2020 auf vier Milliarden Euro zu verdoppeln, einen Schritt näher. >>>SAZsport.de

Lidl: Der Discounter kooperiert künftig mit der Startup-Schmiede des Elektronikkonzerns Media-Saturn. Lidl will dadurch Innovationen schneller identifizieren können. >>>Gründerszene.de

Otto: Der Hamburger Universalversender integriert die Online-Paymentlösung Paydirekt früher als geplant. Es ist das erste Unternehmen der Otto Group, welches das Online-Bezahlverfahren der Banken und Sparkassen einbindet. Marc Opelt, Bereichsvorstand Marketing und Sprecher der Otto Einzelgesellschaft, überzeugten vor allem die Sicherheitsstandards. >>>Onlinehaendler-News.de

Uber: Der Taxischreck will den deutschen Markt erobern. Nach München und Berlin sollen nun auch weitere Standorte im Ruhrgebiet dazukommen. Aufgrund der Bevölkerungsdichte sieht der britische Taxi-Konkurrent hier ein großes Potenzial. >>>Wiwo.de

Hemden Meister: Hemden, nichts als Hemden - 40.000 verschiedene Modelle, dazu ein einzigartiger Kundenservice: Hemden Meister ist ein Paradebeispiel für Erfolg in der Nische. >>>Internetworld.de

Media-Saturn: Im Saturn in Ingolstadt helfen Roboter, fliegen Drohnen und fahren digitale Achterbahnen. Trotz der digitalen Helfer sind kompetente Fachbetreuer unabdingbar. >>>Internetworld.de

Malindo: Passt nicht, gefällt nicht, oder ist doch zu teuer: Produkte im Internet sind ebenso schnell zurückgeschickt, wie sie bestellt wurden. Das stellt Onlinehändler vor ein Problem. Dieses Problem will Malindo aus Rheinfelden-Herten lösen. >>>Badische-Zeitung.de

Psychologio: Das Startup will Patienten schneller zu einem Therapieplatz bei einem Psychologen verhelfen. Über die Plattform können Therapeuten in der eigenen Region ausfindig gemacht und online um einen Termin gebeten werden. >>>Gründerszene.de

- INTERNATIONAL -

Wish: Die Shopping-App lässt es sich Branchengerüchten zufolge zwischen 36 und 42 Millionen US-Dollar kosten, auf den Trikots der US-Basketballmannschaft LA Lakers zu erscheinen. So soll die Bekanntheit der Plattform immens gesteigert werden. >>>Recode

Amazon: Der Online-Händler Amazon erhöht seine Präsenz im Weihnachtsgeschäft: Auch bei Whole Foods gibt es Amazon-Geräte zu kaufen und in Pop-up-Läden wird für die Lieferangebote geworben. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

ASFINAG: Die österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft hat ihre Autobahn-Vignetten digitalisiert. Von 1. Dezember an können die digitalen Mautprodukte im Webshop und in der ASFINAG-App bestellt werden. Allerdings ist dafür ordentlich Vorlauf nötig: Aufgrund des 14-tägigen Rückgaberechts ist die digitale Vignette erst 18 Tage nach dem Kauf gültig. >>>Pressemitteilung

- BACKGROUND -

Social Commerce: Snapchat führt für gesponserte Linsen und Filter so genannte „Context Cards“ ein. Darüber können Nutzer nicht nur mehr über eine Marke oder ein Produkt erfahren, sondern es auch gleich kaufen. >>>Business Insider

Web-Weihnachten: Wie bekommen Shops ihre Logistik und die Prozesse rund um die letzte Meile in den Griff - und zwar zu einer Hochlastphase wie dem Weihnachtsgeschäft? Logistik-Kommunikations-Experte Parcellab hat sieben Tipps zusammengestellt. >>>ibusiness.de

E-Commerce-Logistik: Ein tschechischer Fahrer arbeitet in Deutschland für die Post, allerdings ist er bei einem Servicepartner unter Vertrag. Er wird mit einem Hungerlohn abgespeist. Dagegen wehrt er sich nun juristisch. >>>Stern.de

- ZAHL DES TAGES -

Zehn Milliarden US-Dollar Umsatz in einer Stunde - das ist die Bilanz des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba am Singles’ Day. Innerhalb der ersten zwei Minuten kauften die Chinesen bei dem E-Commerce-Giganten Produkte im Wert von einer Milliarde US-Dollar ein. Der Gesamtumsatz lag bei 25,3 Milliarden Dollar. Das ist doppelt so viel, wie 2016 an Black Friday und Cyber Monday zusammen erwirtschaftet wurden. Insgesamt etwa 60.000 internationale Marken arbeiteten mit Alibaba zusammen. >>>The Verge

- GEHÖRT -

"Die Gebühren zieht Amazon sofort ein, aber wenn es ein Problem gibt, unterstützen sie uns nicht.“
Dem Amazon-Marktplatzhändler Mike Michael vom Werkzeughandel Schraube & Co. schuldete Amazon aufgrund der Auszahlungsprobleme seit dem 30. Oktober 63.000 Euro. Die entstandenen Überziehungszinsen von 1.000 Euro will der E-Commerce-Riese aber nicht bezahlen. >>>Handelsblatt.com

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