INTERNET WORLD Business Logo Abo

E-Commerce-Trends 29.04.19 Amazon-Händler klagen über Buybox-Verluste

Shutterstock / Vasin Lee
Shutterstock / Vasin Lee

Amazon-Händler klagen über Buybox-Verluste, Saturn berät online per Video, Burda investiert in Tampon-Abos, Uber erhält 500 Millionen Dollar von PayPal und Deutschlands Online-Versender zahlen jährlich mehr als fünf Milliarden Euro für Retouren.

Die E-Commerce-Trends liefern wir Ihnen täglich morgens gratis und bequem auch in Ihr E-Mail-Postfach. Hier geht's zum Newsletter-Abo.

- NEWS -

Amazon-Händler klagen über Buybox-Verluste: In den vergangenen Tagen berichteten Händler über Mailbenachrichtigungen von Amazon, die mit dem Verlust der Buybox für viele ihrer Produkte verbunden waren. Einige Händler vermuten in diesen Maßnahmen ein Preisdiktat seitens Amazon, weil den Verlusten oft eine Mail vorausgeht, in denen Amazon neue Preise vorschlägt. >>>Wortfilter.de

Saturn berät online per Video: In seinem Online-Shop will sich Saturn nun auch eine der größten Stärken aus dem stationären Geschäft zunutze machen – und zwar die Beratung durch Experten. Möglich macht das eine interaktive Video-Beratung. Für das Testprojekt kooperiert Saturn auch mit dem Hersteller HP, dessen Experten ebenfalls per Video beraten. >>>Onlinehaendler-News.de

Burda investiert in Tampon-Abos: Mit Bio-Tampons im Abo will das Stuttgarter Startup The Female Company gegen Marktführer wie O.B. antreten. Für das Vorhaben gibt es jetzt erstes Geld – vom Medienkonzern Burda. >>>t3n.de

Tradus will mit Influencern bekannt werden: Um seine Bekanntheit bei Fans von Nutzfahrzeugen zu steigern, lässt der Online-Marktplatz Tradus Special-Interest-Influencer lustige Sachen machen. Drei in der Branche bekannte Influencer stellen sich den "Tradus Epic Challenges". >>>wuv.de

Große Reichweite für "About You Awards": Der Influencer-Award der Otto-Tochter hat seine Social-Media-Reichweite im Vergleich zum Vorjahr auf 950 Millionen Views fast verdoppelt. Auch die Ausstrahlung der Award-Show auf ProSieben konnte die gewünschte Zielgruppe erreichen: Mit 27,4 Prozent Marktanteil war das Format Marktführer bei den 14- bis 19-Jährigen. Zudem konnte die Show einen Zuwachs in der männlichen Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen von rund 14 Prozent verzeichnen. >>>Pressemitteilung

Sleepz Home hat ausgeträumt: Nach Muun ist jetzt auch das Berliner Startup Sleepz Home insolvent. Der Ableger der sleepz AG vereinte zuletzt Marken wie BettenRiese, einen klassischen Onlineshop für Matratzen, das Matratzenangebot buddy, den Schlafshop perfekt schlafen und MatratzenDiscount unter einem Dach. >>>Deutsche-Startups.de

Check24 eröffnet Standort in Sachsen: Das Vergleichsportal baut einen neuen Standort für den Bereich Pauschalreise in Chemnitz auf. Bereits seit 2011 ist Check24 in Leipzig und seit 2017 in Dresden vertreten. Zusammen mit den Sachsen-Anhalter Standorten Halle und Magdeburg arbeiten dort über 100 Angestellte für den Reisebereich des Unternehmens. >>>Pressemitteilung

Aero drinks: Der Cocktail aus der Sprühdose: Ein Cocktail in Sprühdosen klingt nach einer ziemlich verwegenen Idee. Doch Herbert Höckel, Gründer von Aero drinks, hat gelernt, dass eine gute Idee allein nicht genügt, um daraus ein erfolgreiches Start-up zu bauen. >>>Etailment.de

- INTERNATIONAL -

Amazon startet freight.amazon.com: Der E-Commerce-Riese treibt jetzt auch den Spediteuren den Angstschweiß auf die Stirn. Unter freight.amazon.com hat das Unternehmen in den USA eine Plattform gelauncht, über die es seine eigenen Frachtkapazitäten vermarktet - und das zu Preisen, die im Schnitt 26 bis 33 Prozent unter den gängigen Marktpreisen liegen. >>>Fool.com

Uber erhält Millionen von PayPal: Der Payment-Riese PayPal will nach der Abspaltung von eBay von anderen wachstumsstarken Unternehmen und deren Netzwerk-Effekten profitieren und investiert 500 Millionen Dollar in den Taxischreck Uber. Konkrete Details zu den Hintergründen nannte bisher keiner der beiden Partner. >>>AllAboutPayment.de

Amazon-Algorithmen kündigen Mitarbeitern automatisch: Wer bei Amazon nicht Gas gibt, fliegt raus. Das scheint zumindest für die Lagerarbeiter zu gelten, wie The Verge berichtet. Aus Dokumenten geht hervor, dass jährlich über zehn Prozent der Arbeiter automatisiert gekündigt werden, weil sie nicht produktiv genug arbeiten. >>>Futurezone.at

So teuer soll Blackhat-Marketing auf Amazon sein: Händler, die sich die obersten Plätze der Suchrankings bei Amazon sichern wollen, können dazu offenbar auch Blackhat-Services nutzen. Wie BuzzFeed News berichtet, bekommen sie Informationen von Amazon-Mitarbeitern, die ihnen dabei helfen, die eigenen Produkte zu promoten. Der Preis: 10.000 US-Dollar pro Monat. >>>Re/code

Bygghemma wächst: Die nordische Bygghemma Group ist eigenen Angaben zufolge Europas Marktführer im Segment Heimwerken und Einrichten. Die Umsätze im ersten Quartal stiegen um 19 Prozent (organisch acht Prozent) auf umgerechnet 115 Millionen Euro. Die EBITA-Marge verbesserte sich von drei auf 4,4 Prozent. Im Jahr 2019 soll das Unternehmen die Umsatzgrenze von 500 Millionen Euro knacken. Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch hat von Bygghemma "einen strategisch pfiffigeren Eindruck" als vom deutschen Konkurrenten Home24. >>>Quartalszahlen als PDF / Exciting Commerce

Alibaba stellt smarten Spiegel vor: Acht Euro kostet der smarte Spiegel "Tmall Genie Queen". Per Sprachsteuerung liefert das Gerät Schmink- und Beauty-Tipps, erinnert an die regelmäßige Pflege und empfiehlt Produkte. >>>Tamebay.com

- BACKGROUND -

Amazon sperrt Account wegen Super-URLs: In diversen Amazon-US-Communities sind Nachrichten aufgetaucht, dass Händleraccounts gesperrt worden sind, weil Super URL beziehungsweise "2 Step URL" benutzt worden sind. Dieses Thema und vor allem das Risiko ist auch für deutsche und europäische Händler wichtig. >>>Wortfilter.de

Streit in der Paketbranche: Arbeitsminister Heil will bessere Arbeitsbedingungen in der Paketbranche und die Paketdienste dafür haften lassen, dass die von ihnen beauftragten Subunternehmer ordnungsgemäß Sozialabgaben zahlen. Das kommt beim Wirtschaftsminister Peter Altmaier schlecht an, der eher auf mehr staatliche Kontrollen und Betriebsprüfungen setzt. Die Paketbranche selbst schwört ihre Kunden derweil auf höhere Preise ein - um ihre Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter zu refinanzieren. >>>Süddeutsche Zeitung

Billwerk vermisst die deutsche Subscription Economy: Die Umsätze in der Deutschen Subscription Economy verdoppeln sich seit 2015 Jahr für Jahr und werden auch in Zukunft weiter exponentiell steigen, konstatiert die Subscription-Management-Plattform Billwerk. Aber immer weniger Abos werden per Kreditkarte bezahlt. >>>Mobile Zeitgeist

Durchbruch für Lieferdrohnen? Die Zahl der Lieferdrohnen soll bis 2025 global auf 2,2 Millionen anwachsen, erwartet die Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Den Akteuren empfiehlt sie, die Drohnen auf einzelne Anwendungsbereiche hin zu optimieren. Ebenso wichtig sei der Aufbau einer unterstützenden Infrastruktur einschließlich Distributionszentren, Lieferplattformen und eines Netzwerks von Ladestationen. Auch sollten die Akteure eng mit den Behörden zusammenarbeiten. >>>Eurotransport.de

Mehr Transparenz für Gütesiegel: Die Initiative D21 der deutschen Wirtschaft arbeitet mit dem Bundesministerium für Wirtschaft zusammen, um Qualitätskriterien für Online-Shops festzulegen. Auf www.internet-guetesiegel.de werden die Gütesiegelanbieter angezeigt, die sich verbindlich verpflichtet haben, nach diesen Kriterien zu prüfen. Dazu gehören Trusted Shops Guarantee, S@fer Shopping vom TÜV Süd, Internet privacy standards und das wissenschaftliche Institut für Handel (EHI). >>>Saarbrücker Zeitung

- ZAHL DES TAGES -

280 Millionen Pakete und 487 Millionen Artikel haben die Deutschen im vergangenen Jahr wieder zurückgeschickt. Dadurch entstehen Kosten von mehr als fünf Milliarden Euro, ermittelten Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Bamberg. >>>FAZ.net

- GEHÖRT -

"Ich habe das Gefühl, dass wir in Europa zu selbstzufrieden und gesättigt sind. Wenn man sich umschaut, wie dynamisch Länder wie China sind, wie gut die wirtschaftliche Situation in den USA immer noch ist und wie erfolgreich kleine Staaten wie Israel oder Singapur sind, dann sollte uns das in Europa und in Österreich zu denken geben."

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz wurde von Alibaba-Chef Jack Ma in China empfangen - und zeigte sich sichtlich beeindruckt. >>>Wiener Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren