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E-Commerce-Trends 24.01.18 Amazon Fresh laufen die Lieblingsläden davon

Basic und andere steigen bei Amazon Fresh aus, Drive Now und Car2Go wollen fusionieren, Voith erweitert seine digitale Agenda, Notebooksbilliger legt ordentlich zu und Karstadt baut einen Experience Store.

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- NEWS -

Amazon Fresh: Dem Supermarktschreck laufen in Deutschland die lokalen Partner davon. Statt die Zahl der sogenannten "Lieblingsläden" auszuweiten, hat sich in Berlin ein Drittel schon wieder verabschiedet. Einer der prominentesten Aussteiger ist Basic. Und wie immer äußert sich Amazon nicht konkret. >>>Supermarktblog

Drive Now / Car2Go: Die beiden Carsharing-Dienste stehen offenbar kurz vor der Fusionierung. Laut eines Berichts befinden sich die Mutterkonzerne Daimler und BMW bei ihren Verhandlungen auf der Zielgeraden. >>>Wiwo.de

Voith: Der weltweit agierende Technologiekonzern setzt den Ausbau seiner digitalen Agenda fort und erweitert das Angebot von merQbiz, seiner Handelsplattplattform für Altpapier. Dazu haben merQbiz und der US-amerikanische Logistikkonzern C.H. Robinson eine exklusive Zusammenarbeit beschlossen. Den Kunden der Plattform werden nun Frachtkapazitäten, eine wettbewerbsfähige Online-Preisbildung in Echtzeit und ein leistungsstarkes Lieferkettennetz bereitgestellt. >>>Pressemitteilung

Notebooksbilliger: Nicht nur umsatz-, sondern auch ergebnisseitig war 2016 für Notebooksbilliger das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte. So sind die Netto-Umsätze um 23 Prozent auf 742,9 Millionen Euro gestiegen, der Jahresüberschuss gar um 27 Prozent auf 14,9 Millionen Euro. >>>Exciting Commerce

Karstadt: Die Warenhauskette hat basierend auf dem Konzept der Handelsberatung "Tailorit" in der Düsseldorfer Karstadt-Filiale in der Schadowstrasse einen "Experience Store" ins Leben gerufen. Dabei entstanden Unternehmensangaben zufolge "innovative Lösungen, welche on- und offline sinnvoll verknüpfen", wie eine intelligente Umkleidekabine mit integrierter Lichtsteuerung, ein intelligenter Warenträger und ein Social Mirror. >>>per Mail

AboutYou: Bislang war die Otto-Tochter AboutYou.de bekannt dafür, online Mode zu verkaufen. Nun will sich das Start-Up aus dem Otto-Konzern aber eine zusätzliche Erlösquelle erschließen. So wird die hauseigene E-Commerce-Plattform erstmals anderen Online-Händlern angeboten, die so die "About You Cloud" für ihr eigenes Business nutzen können. Wieso die Otto-Tochter ins Service-Geschäft einsteigt, erklärt Geschäftsführer Sebastian Betz. >>>Neuhandeln.de

IG Group: Wegen des bevorstehenden EU-Austritts Großbritannien will der britische Online-Broker IG Group eine Tochtergesellschaft nach Deutschland verlegen. Ein entsprechender Antrag liege der Finanzaufsicht vor. >>>Handelsblatt.com

- INTERNATIONAL -

Carrefour: Der französische Einzelhandelskonzern will ein weltweit führender Anbieter im Online-Handel werden. Dazu investiert das Unternehmen nun Milliarden in die digitale Transformation und holt als Berater Publicis.Sapient an Bord. >>>Campaignlive.co.uk

Amazon: Der US-Riese möchte App-Entwicklern Zugang zu Aufnahmen ermöglichen, die Alexa von Nutzern mitgeschnitten hat. Dabei soll es sich konkret um Transkripte von Tonaufnahmen handeln - lediglich die Namen und andere persönliche Merkmale sollen gestrichen werden. >>>Internetworld.de

Google: Der Internet-Konzern verkauft in seinem Play-Store künftig auch Hörbücher - und startet seinen Angriff auf Amazons Tochter Audible mit Kampfpreisen. >>>Engadget

Alexander McQueen: Das britische Modelabel hat sich mit JD.com zusammengetan, um einen neuen Online-Shop auf der Luxus-Plattform des chinesischen E-Commerce-Riese Toplife zu lancieren. Das Unternehmen will damit seine Präsenz in China stärken. >>>Fashion United

Jeff Bezos: Am 24. April erhält Amazon-Gründer Jeff Bezos den diesjährigen Axel Springer Award. Der Verlag will damit laut eigenen Angaben unter anderem „sein visionäres Unternehmertum in der Internetwirtschaft sowie die konsequente Digitalisierungsstrategie“ würdigen. >>>Amazon-Watchblog

- BACKGROUND -

Dynamic Pricing: Das Bundesministerium für Verbraucherschutz will Preise, die auf den einzelnen Online-Shopper zugeschnitten sind, näher unter die Lupe nehmen. Der E-Commerce-Verband sieht dagegen keinen Anlass für eine Regulierung. >>>Textilwirtschaft.de

Rakuten: Es muss nicht immer Amazon oder eBay sein: Auch kleinere Marktplätze wie Rakuten können signifikant zum Umsatz beitragen - wenn der Rakuten-Shop denn richtig gestaltet ist. >>>Internetworld.de

Digitalisierung: Eine neue Studie zeigt: Ein Viertel der Deutschen nimmt nicht an der digitalen Welt teil. Fast ein Drittel fühlt sich von der Digitalisierung überfordert. Experten fordern mehr Anstrengungen, um die Menschen mitzunehmen. >>>Wiwo.de

E-Commerce-Trends: Immer mehr Händler setzen auf Personalisierung, Voice Commerce oder Künstliche Intelligenz. Klare These: Kunden wünschen sich individuelle und personalisierte Angebote. Doch weit gefehlt: Laut der repräsentativen Studie von der Shopping- und Vergleichsplattform Idealo gehen die Wünsche der Konsumenten und die Trends des E-Commerce weit auseinander. >>>Pressemitteilung

E-Commerce-Logistik: Um den Verkehr in der Innenstadt zu entlasten könnten Pakete in Berlin künftig mit der Straßenbahn transportiert werden. Um einen Verkehrskollaps zu vermeiden, hat sich die Stadt Berlin ein neues Transportkonzept für den Online-Handel überlegt. >>>Huffington Post

- ZAHL DES TAGES -

1.700 Händler eröffneten allein im Januar 2017 neue Shops bei eBay. Die zehn erfolgreichsten deutschen Neugründer erzielten einen Gesamtumsatz von mehr als sechs Millionen Euro. >>>Wortfilter.de

- GEHÖRT -

"Das Marktpotenzial des Online-Handels mit Lebensmitteln wurde von vielen überschätzt."

Handelsexperte Kai Hudetz vom Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) konstatiert, dass selbst Amazon mit Amazon Fresh den Markt für Online-Lebensmittel noch nicht maßgeblich beeinflusst. >>>Internetworld.de

"Der Online-Anteil beim Verkauf von Lebensmitteln kann in den nächsten zehn Jahren zehn Prozent erreichen. Wie es heute aussieht, wird sich Amazon mindestens 50 Prozent davon sichern. Wenn Rewe und Edeka nicht bald wieder Gas geben, könnten es sogar 80 Prozent werden."

Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Center an der Hochschule Niederrhein hält dagegen, dass die noch überschaubaren Auswirkungen von Amazon Fresh auf den Lebensmittelhandel nicht wirklich Anlass zur Entwarnung sind. >>>Internetworld.de

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