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Die E-Commerce-Trends des Tages - 04.05.2012 Amazon gibt auf

Der Online-Retailer Amazon gibt im Streit mit Target, der zweitgrößten US-Supermarktkette, nach: In Zukunft können Target-Kunden keinen mobilen Preisvergleich mehr durchführen und bei Amazon (billiger) bestellen. Außerdem: Schnäppchen- und Couponfieber kühlt in Deutschland merklich ab, Media Markt macht Online kaum Umsatz und gibt jetzt seine "Preisirrsinn"-Kampagne auf. Man ist ja nicht blöd.

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- NEWS -

MediaSaturns Online-Umsatz wird zum größten von Redcoon.de getragen. Der Anfang 2011 von der Media-Saturn übernommene Etailerhat 110 von 166 Millionen Euro Umsatz in die Kassen gespült. Gemessen am Gesamtumsatz trägt der Internet-Handel aber trotzdem nur 3,3 Prozent zum Konzernumsatz bei. Eine breitere Produktpalette, günstigere Preise und erweiterte Bezahloptionen sollen die Onlineshops von Media Markt und Saturn attraktiver machen. Bei beiden beträgt die Conversion Rate lediglich 1 Prozent. >>> heise

Media Markt, inzwischen zum Sorgenkind des Metrokonzerns mutiert, blödelt wieder und will mit einer neuen Werbekampagne durchstarten. Im Mittelpunkt stehen die zwei vierköpfige Puppen-Familien „Blöd“ und „Schlau“. Die neue Kampagne umfasst TV-Spots, Online-Werbung, Social-Media, Außenwerbung und POS-Maßnahmen. Zuletzt hatte Media Markt mäßig Erfolg mit einer Kampagne, die den „Preisirrsinn“ anprangerte. Danach sorgten ausgerechnet umfangreiche Preissenkungen und der bislang erfolglose eigene Online-Shop für ein miserables erstes Quartal (minus 20 Millionen Euro). >>>Der Handel

Der ECC-Konjunkturausblick stimmt optimistisch: Die Umsätze im deutschen Online-Handel bleiben stabil und auch die Aussichten werden positiv eingestuft. So ist liegt der e-KIX, der die aktuelle Geschäftslage wiederspiegelt, mit 104,7 Indexpunkten zwar minimal unter dem Vormonatswert (minus zwei Punkte), jedoch immer noch um ganze 19 Punkte über dem Vorjahreswert. Einen leichten Rückgang um vier auf 137,1 Punkte gibt es auch beim Umsatzausblick, noch immer gehen aber 48,9 Prozent der Online-Händler davon aus, dass ihre Umsätze weiter steigen werden. >>>ECC-Handel

Ekomi, selbst Anbieter von Kundenbewertungstools, fordert standardisierte Prozesse für Produktrezensionen. Nachdem die Fachzeitschrift „Audio Video Foto Bild“ von massenhaft gefälschten Produktbewertungen im Internet berichtet hat, verweist das Unternehmen darauf, dass die französische Normierungsorganisation AFNOR bereits an entsprechenden Regeln arbeiten würde und wünscht sich deren europaweite Einführung. >>>iBusiness

- INTERNATIONAL -

Amazon knickt vor der Supermarktkette Target ein. Die mit knapp 1.8000 Filialen die zweitgrößte Kette der USA hat sich mit der Drohung, keine Kindle E-Reader mehr zu verkaufen, durchgesetzt. Überraschend hat der Online-Retailer heute angekündigt, Target-Kunden die Nutzung der Preisvergleichs-App Price Runner nicht mehr zu ermöglichen. Dem Streit war im Dezember eine Aktion vorausgegangen, in der Amazon anbot, jedes Produkt 5 Prozent günstiger anzubieten, wenn es vor Ort mit der Price Runner-App eingescannt wird. Target reagierte erbost und nahm schließlich in dieser Woche alle Kindle-Reader aus dem Sortiment. Das genügte, um Amazon zum Aufgeben zu bewegen. Wie Amazon nun Target-Kunden identifizieren will, bleibt vorerst offen. >>>Forbes

Swiss.com, ricardo.ch, digitec.ch, sbb.ch und nespresso.ch führen das Ranking der umsatzstärksten Schweizer Online-Shops an. Branchenprimus Amazon ist der Auflistung zufolge, die von der Unternehmensberatung Carpatia erstellt wird, überraschenderweise erst auf Rang 15 zu finden. >>>iBusiness

QR-Codes werden in Deutschland doppelt so häufig genutzt wie in England, hat eine Studie herausgefunden. 24 Prozent der deutschen, 12 Prozent der englischen Handy-Nutzer haben schon einmal einen QR-Code abfotografiert. Hauptgrund für die geringe Nutzung liege im schlechten Nutzererlebnis: Meist ist der hinter den QR-Codes liegende Inhalt nicht besonders nützlich. >>>Internetretailing.net

- BACKGROUND -

Deutsche Verbraucher sind zunehmend resistent gegen Schnäppchenangebote: Im Vergleich zum Vorjahr ist das generelle Interesse an Rabattgutscheinen um 7 Prozent gesunken. Am beliebtesten sind sie noch für Mode und Elektroartikel, hat die Fachzeitschrift Horizont in einer Studie herausgefunden. >>>Horizont

Google Product Search ist die Preisvergleichsseite mit der besten Conversion. Zu diesem Ergebnis kommt – zumindest für die USA – eine Studie von CPC Strategy, für die insgesamt 113 Online-Retailer über die Leistung der zehn größten Preisvergleichsseiten befragt wurden. >>>Internetretailer.com

Mobile Shopping funktioniert doch. In einer Studie will Placecast, selbst Anbieter von Mobile-Shopping-Lösungen, herausgefunden haben, dass im vergangenen Jahr bereits 34 Prozent der amerikanischen Smartphone-Nutzer mit dem Handy eingekauft haben. Für die Umfrage wurden 1.900 erwachsene US-Bürger befragt. >>>bizreport.com

Soziale Netzwerke werden selten genutzt, wenn Onliner einkaufen, Online-Bewertungen hingegen schon. Letztere spielen inzwischen sogar eine wichtigere Rolle als persönliche Empfehlungen von Freunden, will die US-Studie Eccomplished Quarterly herausgefunden haben. 6 Prozent der Befragten Käufer hatten zur Kaufentscheidung ihr Netzwerk benutzt, 23 Prozent folgten persönlichen Empfehlungen und 31 Prozent hatten Produktbewertungen studiert. >>>bizreport.com

Bilderdienste mit Social-Sharing-Funktionen wie Pinterest, Discoveredd, Fancy oder Polyvore können Umsätze steigern. Einer US-Studie („Bizrate Insight’s“) haben 32 Prozent von 3.741 Online-Nutzern angegeben, aufgrund eines Bilderpostings schon einmal ein Produkt gekauft zu haben. >>>bizreport.com

- Zahl des Tages -

Russland gilt als ein großer europäischer Internetmarkt mit hohen Wachstumsraten, insbesondere in den Bereichen E-Commerce, Social-Media und im Online-Marketing. Bis 2015 sollen die Umsätze im E-Commerce-Segment laut GP Bullhound 2011 von heute fünf Milliarden US-Dollar auf über 20 Milliarden US-Dollar ansteigen.
>>>Gruenderszene.de(ganz unten)

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