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E-Commerce-Trends 01.09.14 Alibaba will ab 8. September an die Börse

Netflix plant, auch für den deutschen Markt eigene Serien zu produzieren, Rakuten will in Deutschland wachsen und Alibabas Börsengang steht unmittelbar bevor.


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- NEWS -

Rakuten will in Deutschland schnell wachsen. Als ersten Schritt hat der Marktplatz seine Deutschland-Zentrale von Bamberg nach Berlin verlegt. Außerdem will die Handelsplattform auf ein eigenes "Ökosystem" an Dienstleistungen setzen und eng mit Händlern zusammenarbeiten. >>>Wirtschaftswoche 

Erst vor wenigen Tagen hat Rebelle, die Plattform für Designer-Second-Hand-Mode, den direkten Konkurrenten Glamloop übernommen. Jetzt ist TrendU, ein Fashion-Portal, das Designermode per App anbietet, an der Reihe. Die beiden Unternehmen wollten sich zwar nicht dazu äußern, in einer Mail an die TrendU-Nutzer heißt es allerdings: "TrendU werden wir in Kürze abschalten". >>>Deutsche Start-ups


Netflix will in Zukunft auch eigene deutsche Serien produzieren. Das hat der Chef des Streaming-Portals Reed Hastings im "Spiegel" bekannt gegeben. Vermutlich wird das deutsche Netflix ab Mitte September verfügbar sein. Wie es scheint, können aber einige Nutzer bereits schon jetzt das Angebot nutzen. >>>Süddeutsche.de, Mobilgeeks.de

Uber sieht in Deutschland einen "der am schnellsten wachsenden Märkte in Europa", sagt Sprecher Fabien Nestmann. Der Ridesharing-Dienst ist mittlerweile in 205 Städten in 45 Ländern auf sechs Kontinenten vertreten. Ganz neu hinzugekommen sind Warschau, Prag, Istanbul, Beirut, Göteborg, Lissabon und 24 Städte in den USA. >>>Golem


Deutsche Grammophon hat einen Streaming-Dienst für klassische Musik gestartet. "DG Discovery" heißt die App, die es bisher nur für iPhones und iPads gibt, und zum Start 450 Alben im Angebot hat. Der Service kostet 3,60 Euro im Monat bzw. 32 Euro für alle Klassikfans, die sich gleich ein ganzes Jahr binden möchten. >>>Heise

- INTERNATIONAL -

Der Termin steht fest: Alibaba, Chinas größter Online-Handelskonzern, will ab dem 8. September an die New Yorker Börse und dann die Platzierung seiner Aktien in Gang setzen. Sollte das tatsächlich so eintreten, dürften die Papiere erstmals am 18. oder 19. September an der Börse gehandelt werden. Mit einem erwarteten Volumen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar könnte dies der größte Börsengang seit Facebook im Mai 2012 mit damals 16 Milliarden US-Dollar werden. >>>Wall Street Journal, manager magazin
 

Der Immobilienentwickler Dalian Wanda will Alibaba im eigenen Land Konkurrenz machen und tut sich deshalb mit den beiden Internetriesen Baidu und Tencet zusammen. Die drei Unternehmen wollen gemeinsam eine neue Online-Handelsplattform gründen. Insgesamt fünf Milliarden Yuan (knapp 617 Millionen Euro) ist ihnen das Projekt wert.  >>>Handelsblatt, Faz.net


Google beerdigt sein Authorship-Programm drei Jahre nach dessen Einführung. Bereits vor einigen Wochen hat der Konzern damit begonnen, die Google+-Autorenbilder aus den Suchergebnissen zu entfernen. Begründung: Die Informationen seien nicht so nützlich für die Nutzer wie erhofft. >>>Internetworld

Gerüchteküche: Micorosoft (I) soll an Cyanogen interessiert sein. Das Start-up entwickelt unter anderem eine funktional erweiterte Alternative zu Googles Stock-Android. Möglich sei eine Partnerschaft Microsofts, aber auch einer kompletten Übernahme sei der Konzern nicht abgeneigt. Mit seinem Interesse ist Microsoft aber nicht allein: Auch Amazon, Yahoo und Samsung sollen ein Auge auf das 2013 gegründete Unternehmen geworfen haben. >>>Curved, Androidnext

Microsoft (II) stellt seinen MSN Messenger zugunsten von Skype endgültig ein. Bereits Ende Oktober hat das Unternehmen das Aus des Messengers verkündet, in China war der Service bisher allerdings weiter verfügbar. Jetzt ist auch dort Schluss. Alle Kontakte würden in Skype übernommen, heißt es. >>>ZDNet

Das dänische Textileinzelhandelsunternehmen Bestseller, zu dem unter anderem Vero Moda, Only und Jack&Jones gehören, bietet seine Marken nun in einem gemeinsamen Multi-Brand-Store an. Die 17 Labels sind auch bisher schon in eigenen Shops online erhältlich. >>>Excitingcommerce

Die US-amerikanische Kaufhauskette Belk konnte ihre Online-Umsätze im zweiten Quartal um 43 Prozent steigern und gibt weitere Investitionen für den Ausbau des Online-Handels bekannt. Das Unternehmen mit 299 Kaufhäusern hat in diesem Jahr ein auf drei Jahre ausgelegtes Programm gestartet, in dem insgesamt 700 Millionen US-Dollar unter anderem in den Ausbau des Omnichannel-Vertriebs investiert werden sollen. >>>RetailingToday

- BACKGROUND -

Vernichtendes Urteil für deutsche Waren- und Modehäuser: Einer Studie von trbo zufolge haben die Händler den digitalen Wandel verschlafen und - noch schlimmer - treiben ihre Kunden in die Arme der Konkurrenz. Eine Mehrheit der Befragten halte demnach die Online-Portale der deutschen Warenhäuser für beliebig und austauschbar. >>>Wirtschaftswoche


Weiterverkauf von E-Books bleibt verboten: Wer E-Books und Hörbücher verkauft, darf auch den Gebrauchtverkauf von eben diesen verbieten. Das OLG Hamm hat ein entsprechendes Urteil vom Mai 2014 bestätigt und eine Revision beim Bundesgerichtshof nicht zugelassen. >>>Internetworld

Ab dem 2. September schränkt Google die Funktionalitäten der PLA-Kampagnen ein (Product Lising Ads). Was Online-Händler nun beachten müssen, fasst die Performance-Marketing-Agentur E-Professional  zusammen. >>>Haufe

- ZAHL DES TAGES -

511 Euro gibt jeder Deutsche in diesem Jahr durchschnittlich für Wareneinkäufe im Internet aus. 2015 könnte der E-Commerce-Umsatz pro Kopf erstmals auf 600 Euro ansteigen. >>>Social Secrets

- GEHÖRT -

"Vom Gefühl her wollte ich wirklich gerne damit weitermachen, aber von der Vernunft her, wusste ich: Unser Geschäftsmodell war einfach nicht stark genug."

Mathieu Sneep, Gründer von Cipasso, erklärt im Interview, warum er seine Online-Plattform für personalisierte Kunst so schnell wieder geschlossen hat. Im April 2014 ging das Portal an den Start, im Juli wurde es bereits wieder eingestellt. >>>Gründerszene

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