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Die Zentrale von Media-Saturn in Ingolstadt

Mehr Service Media-Saturn übernimmt die Mehrheit von RTS

Media-Saturn kauft die Mehrheit am After-Sales-Dienstleister RTS

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Media-Saturn kauft die Mehrheit am After-Sales-Dienstleister RTS

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Media-Saturn will den Service in seinen Geschäften ausbauen und kauft deshalb den After-Sales-Dienstleister RTS. Firmengründer Erich Kellerhals versuchte, die Akquisition zu verhindern.

Das Thema Service gehörte in der Vergangenheit nur bedingt zu den Pfründen, mit denen Media-Saturn bei seinen Kunden punkten konnte. Vielmehr positionierte sich die Elektronikkette als preisaggressiver Händler.

Das soll sich nun ändern - Media-Saturn möchte seinen Kunden künftig mehr Dienstleistungen anbieten und hat dafür die Mehrheit (90 Prozent) am After-Sales-Spezialisten RTS übernommen. Firmengründer Josef Raith will zehn Prozent der Anteile behalten.

Das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Wolnzach hat mehr als ein Dutzend Tochterfirmen wie etwa Perfectis, Tec-Repair oder Smal World Service, die europaweit unterschiedliche Angebote im Programm haben. Zum Hauptgeschäft gehören die Reparatur, Wartung, Installation und die Aufarbeitung von Elektronik-Hardware und Weißer Ware. Insgesamt beschäftigt die RTS-Gruppe 1.200 Mitarbeiter.

"Herstellerunabhängige Services sind ein spannender Wachstumsmarkt, weil immer mehr Nutzer Produkte verschiedener Anbieter miteinander verknüpfen", so Peter Haas, stellvertretender CEO der Media-Saturn Holding GmbH. In einem ersten Schritt werden Dienstleistungen in den Media-Saturn-Märkten angeboten, künftig sollen sie auch direkt beim Kunden zu Hause ausgeführt werden. Auch die Integration in den Online-Bereich ist laut Media-Saturn in Planung.

Noch steht die Transaktion vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Erich Kellerhals schlägt (wieder) quer

Unterdessen wettert Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals gegen die Akquisition - und wollte diese per einstweiliger Verfügung verhindern. Allerdings habe das Landgericht Ingolstadt einen entsprechenden Antrag abgelehnt, so das offizielle Statement der Media-Saturn-Holding.

Zum Hintergrund: Erich Kellerhals liegt seit Jahren im Clinch mit der Metro AG, dem Mehrheitsgesellschafter von Media Saturn. Er übt auf seinem Internet-Blog teils heftige Kritik an der Strategie des Handelsriesen, beim Kauf von RTS moniert er, dass diese Services von externen Dienstleistern deutlich günstiger angeboten werden könnten.

Karstadt indes hat eine neue E-Commerce-Strategie: Um nicht wie die meisten Händler im Internet Geld zu verbrennen, streicht E-Commerce-Chef Klaus Haensch Sortimente und entlässt Mitarbeiter.

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