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Galeria Karstadt Kaufhof Deutschlands letzte große Warenhauskette will sich neu erfinden

Shutterstock/CorinnaL
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Mit einem neuen Logo will der Handelsriese Galeria Karstadt Kaufhof nach schweren Zeiten wieder Tritt fassen. Zudem will der Konzern die zum Teil in die Jahre gekommenen Filialen und den Online-Shop in den kommenden Jahren gründlich ummodeln.

Deutschlands letzte große Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof erfindet sich neu und streift dabei auch den alten Namen ab. Mit dem neuen "Galeria"-Logo will der Handelsriese, der mit seinen 131 Warenhäusern noch immer viele Innenstädte prägt, nach schweren Zeiten wieder Tritt fassen.

600 Millionen Euro für Umbau

"Wir wollen das vernetzte Herz der Innenstadt werden", sagte Galeria-Chef Miguel Müllenbach am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Dazu will der Konzern die zum Teil in die Jahre gekommenen Filialen und den Online-Shop in den kommenden Jahren gründlich ummodeln. Insgesamt 600 Millionen Euro will er dafür in die Hand nehmen. Bis zu 60 Häuser sollen vollständig umgebaut werden, der Rest zumindest teilweise. Aber auch der Online-Shop, die IT und die Logistik sollen aufgerüstet werden.

"Mit unseren teuren Innenstadtlagen können wir nicht Preisführer sein, aber wir können ein besonderes Einkaufserlebnis bieten - mit ausgewählten Produkten und hoher Aufenthaltsqualität", sagte Müllenbach. Drei Warenhäuser hat der Handelsriese bereits zu Pilotfilialen umgebaut, die ab Mittwoch einen Blick in die Zukunft erlauben. Beispiel Frankfurt: Das Galeria-Warenhaus an der Hauptwache soll zeigen, wie die Kette sich in Metropolen gegen die Konkurrenz der Onlinehändler und der Markenläden behaupten kann. Ein wichtiges Schlagwort ist hier "mehr Premium" - im Angebot, aber auch drumherum. So sollen eine Champagnerbar und eine Bar auf der Dachterrasse mit Blick auf die Frankfurter Skyline für mehr Spaß beim Einkaufen sorgen.

Das Geschäft in Kassel soll dagegen als "regionaler Magnet" Modell für die Geschäfte in etwas kleineren Städten sein. Hier will der Handelsriese das Warenangebot gezielt mit Dienstleistungen anreichern, um besser gegen Amazon bestehen zu können. So gibt es im Warenhaus künftig eine Außenstelle der Stadtverwaltung, wo Personalausweise beantragt oder abgeholt werden können. Im Erdgeschoss werden regionale Produkte angeboten. Im Parkhaus soll man schon bald auch sein Fahrrad reparieren lassen können. Die Filiale in Kleve an der niederländischen Grenze soll als "lokales Forum" Modell für kleinere Galeria-Häuser in ganz Deutschland sein. Hier geht es laut Müllenbach vor allem darum, mehr auf die lokalen Bedürfnisse einzugehen.

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