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Neue Marschrichtung Microsoft setzt auf die Cloud

istockphoto.com/Nisangha
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Auf seiner Worldwide Partner Conference (WPC) stellt Microsoft einige Neuerungen rund um die Cloud vor. Gleichzeitig mehren sich Gerüchte um einen groß angelegten Stellenabbau.

Mehr als 16.000 Partner haben sich lautMicrosoft auf den Weg nach Washington DC gemacht, um an der Worldwide Partner Conference (WPC) teilzunehmen. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung: "Mobile First, Cloud First".


Damit macht der Konzern einmal mehr die Marschrichtung für die kommenden Monate klar: Partner sollen künftig vermehrt die Cloud-Produkte von Microsoft vermarkten. Dafür hat das Unternehmen neue Services entwickelt, die in das Microsoft Partner Network (MPN) integriert werden sollen. Im Rahmen der "Small and Midmarket Cloud Solutions" beispielsweise sollen Partner künftig Cloud-Lösungen auch an kleine und mittelständische Unternehmen verkaufen.


"Cloud Productivity" wiederum ist ein Angebot für Partner, die Office 365 auch bei Großkonzernen einsetzen. Die "Cloud Platform“ schließlich wurde für die Partner entwickelt, die darauf spezialisiert sind, Infrastrukturen und SaaS-Lösungen (Software as a Service) auf Basis von Microsoft Azure liefern. Ab dem 1. August 2014 soll mit Azure StorSimple unter anderem neuer und leicht skalierbarer Cloud-Speicher für Unternehmen bereitgestellt werden.


Am Rande der WPC mehren sich unterdessen Gerüchte, dass Microsoft vor einem massiven Stellenabbau steht. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg könnten die geplanten Kürzungen noch höher ausfallen als beim letzten Konzernumbau 2009, damals wurden weltweit rund 5.800 Arbeitsplätze abgebaut. Anlass sei die Integration des Handygeschäfts von Nokia, seitdem beschäftigt das Unternehmen 127.000 Mitarbeiter, rund 30.000 mehr als vor der Übernahme. Betroffen von den Kürzungen neben der Nokia-Sparte auch Mitarbeiter in Microsoft-Bereichen sein, in denen es zu Überschneidungen komme.

Microsoft will sich zudem den Notebook-Markt im Einsteigersegment zurückerobern. Wie die US-amerikanische IT-Webseite The Verge berichtet, plant der IT-Konzern noch dieses Jahr mit preiswerten Laptops ab 199 US-Dollar durchzustarten. Das Einstiegsmodell soll von HP produziert werden und den Namen Stream tragen. Das gab Microsoft COO Kevin Turner auf der Partnerkonferenz bekannt. Genauere Spezifikationen wurden jedoch nicht genannt. Allerdings seien auch weitere Stream-Modelle im 7- und 8-Zoll-Format geplant, die bereits ab 100 US-Dollar zu haben sein sollen.

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