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Datenschutz im Internet (Foto: istock/acilo)

Datenschutz im Internet Mehr Kontrollmöglichkeiten gewünscht

Jeder zweite Nutzer wünscht sich einfachere Kontrollmöglichkeiten für persönliche Daten im Internet - einerseits. Anderseits hat jeder Zehnte hat hingegen keine Sicherheitsbedenken in sozialen Netzwerken. Bei den unter 30-Jährigen sind es fast doppelt so viele.

Die Deutschen wünschen sich eine größere Transparenz und Klarheit bei den Datenschutzbestimmungen der Anbieter. Dies geht aus der aktuellen Studie "Datenschutz im Internet 2011" hervor, die TNS Infratest im Auftrag von Microsoft Deutschland durchgeführt hat. Knapp zwei Drittel der Befragten (61 Prozent) sind unzufrieden mit den aktuellen Bestimmungen vieler Onlineanbieter und fordern transparentere Informationen über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung ihrer Daten. Insbesondere die Weitergabe an Dritte sollte ihrer Meinung nach ganz einfach auszuschließen sein (65 Prozent).

Die Sicherheitsbedenken in sozialen Netzwerken sind eine Altersfrage: 18 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, sieben Prozent der 30- bis 49 Jährigen und zehn Prozent der über 50-Jährigen sind hier sorglos. Insgesamt gibt die Hälfte der Befragten ihre Daten dort nur eingeschränkt, ein Drittel sogar gar nicht frei. Einer weiteren Studie zufolge nimmt es auch jeder vierte deutsche Netzwerker mit der Wahrheit nicht so genau - und macht in Social Media falsche Angaben.

Knapp ein Drittel der deutschen Internetnutzer resigniert vor den umfangreichen Datenbestimmungen der Onlineanbieter und liest diese nicht. Als Grund dafür nennen 75 Prozent Zeitmangel, 19 Prozent glauben den Inhalt nicht, zwölf Prozent haben noch nie daran gedacht. Nur elf Prozent der Befragten geben an, die Bestimmungen seien ihnen egal. Für einen besseren Datenschutz sollen vor allem einheitliche Warnsignale und -zeichen sorgen. Mehr als jeder Zweite (52 Prozent) fordert dabei ein allgemeines Datenschutzsiegel, das von einer unabhängigen Institution verliehen und überwacht wird.

Obwohl insgesamt die Sorge der Deutschen vor Datenmissbrauch zunimmt, schützen sich die Befragten immer weniger selbst: Jeder Fünfte führt kein regelmäßiges Update des Virenprogramms durch. Jeder Vierte hat keine Firewall auf seinem Rechner installiert. Und fast ein Drittel öffnet Mails von unbekannten Absendern.

Für die repräsentative Studie wurden 1.137 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die computergestützten Online-Interviews fanden im April und Mai 2011 statt.

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