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Jonathan Oliver "Innovation muss falsch sein"

Oliver am Donnerstag in München

Serviceplan

Oliver am Donnerstag in München

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Warum Innovation nicht richtig sein kann und Firmen sie nicht mögen, erzählte Microsofts Digital Strategist Jonathan Oliver auf dem Innovationstag von Serviceplan.

Mit Innovationen ist es so eine Sache. Werden sie in Firmen als "richtig" empfunden, sind sie nicht radikal genug. Sind sie jedoch radikal, besteht die Gefahr, dass sie abgelehnt werden. Diese These vertrat Jonathan Oliver, Digital Strategist bei Microsoft, auf dem Innovationstag der Werbeagentur Serviceplan in München. "Unternehmen schrecken vor Innovationen zurück, denn diese beinhalten Risiko. Doch ohne Risiko gibt es keinen Erfolg."

Zu viele Marken konzentrierten sich zu sehr auf das, was die anderen machen, so Oliver. "Innovationen hinterherzulaufen ist keine Strategie." Auf die Technologie- und Internetbranche treffe dies in besonderem Maß zu. Er zitiert Microsoft-Chef Satya Nadella: "Unsere Industrie respektiert Tradition nicht, sie respektiert nur Innovation."

Jedes Geschäftsmodell kann zerstört werden. Disruption fängt klein an, die großen Firmen nehmen die neuen Ideen nicht ernst - und sehen deshalb die Veränderung nicht kommen. Auch die Werbung habe sich verändert, betont der Microsoft-Stratege. "Es geht nicht mehr darum, Sachen zu verkaufen. Es geht darum, ein Erlebnis zu kreieren, das die Menschen einbindet."


Microsoft hat kürzlich MSN neu gestaltet und will sein Portal künftig mit Inhalten von Kooperationspartnern wie FAZ, SZ, Hubert Burda und New York Times bestücken. Nach einem Relaunch heißt das Motto: Weg vom eigenen Content.

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