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Microsoft-Manager wechselt zu Bertelsmann Achim Berg kommt, Rolf Buch muss weichen

Achim Berg wechselt zu Bertelsmann

Achim Berg wechselt zu Bertelsmann

Überraschender Wechsel in der Chefetage: Achim Berg rückt in den Vorstand der Bertelsmann SE auf. Der ehemalige Microsoft-Manager soll ab April 2013 die Führung der Tochtergesellschaft Arvato übernehmen. Er ersetzt damit Rolf Buch, den bisherigen Chef der Dienstleistungsgruppe für Druck und digitale Publikationen.

Mehr Wachstum und höhere Margen - das sind die Vorgaben, die Achim Berg als neuer Vorstandvorsitzender von Arvato ab dem nächsten Jahr in die Praxis umsetzen muss. Der 48-jährige verlässt seinen bisherigen Arbeitgeber Microsoft nach sechs Jahren und ist ab Anfang April 2013 bei der Bertelsmann-Tochter im Vorstand tätig. Berg war zuletzt bei Microsoft für die Beziehungen zu Telekommunikationsfirmen zuständig, die er für die Windows-Phone-Plattform gewinnen sollte. Zuvor war er Deutschland-Chef des Software-Konzerns.

Für den Microsoft-Manager muss der bisherige Chef der Bertelsmann-Tochter Rolf Buch weichen - eigentlich läuft sein Vertrag erst 2015 aus. Wie die FAZ berichtet, hätte der 47-jährige sein Mandat allerdings "im besten gegenseitigen Einvernehmen" niedergelegt. Er sei in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern zu der Überzeugung gelangt, dass die künftige Wachstumsphase von Arvato unter neuer Verantwortung stehen soll. Er verlässt den Konzern bereits Ende Dezember. Über den Weggang dürfte ihn eine stattliche Abfindung in Millionenhöhe hinwegtrösten.

Treibende Kraft hinter diesem Wechsel sei Thomas Rabe, der seit Anfang dieses Jahres Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann ist. Rabe wolle den Konzern, zu dem neben Arvato auch RTL, Gruner + Jahr und Random House gehören, umbauen und auf Wachstum trimmen.

Den Plänen Rabes soll auch Achim Berg Folge leisten: "Herr Berg hat einen ganz klaren Wachstumsauftrag und keinen Konsolidierungs- oder Sanierungsauftrag. Er soll die Weichen dafür stellen, dass Arvato noch schneller wächst und zugleich die Margen erhöht", so Rabe im Gespräch mit der FAZ.

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