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Börsengang im Visier Kim Dotcom plant Mega-Deal

Der umstrittene Internet-Unternehmer Kim Dotcom will mit seiner Speicher- und Tauschplattform Mega an die Börse. Das Ganze soll über einen sogenannten Reverse Takeover funktionieren.

Neuer Name, neues Glück? Kim Dotcom, der in den USA auf Grund von Copyright-Verletzungen vor Gericht angeklagt ist, will mit seiner Tauschplattform Mega an die neuseeländische Börse. Zu diesem Zweck soll das Unternehmen von einer bereits bestehenden Investmentfirma übernommen werden: TRS Investments soll alle Mega-Anteile für 210 Millionen neuseeländische Dollar (129 Millionen Euro) aufkaufen und sich anschließend in Mega umbenennen - ein sogenannter reverse Takeover.

Wie Reuters berichtet, habe TRS dazu bereits ein vorbehaltliches Abkommen mit Mega geschlossen. Die Firma bietet verschlüsselte Cloud-Speicherung an und hat eigenen Angaben zufolge rund sieben Millionen registrierte Nutzer. Während Dotcom unter den Verantwortlichen bei Mega weder als Anteilseigner noch als Director auftaucht, ist die Ehefrau des gebürtigen Kielers über einen Trust an dem Unternehmen beteiligt.

Schon vor rund einem Jahr hatte Mega erstmals durchblicken lassen, einen Börsengang anzupeilen. Damals suchte das Unternehmen einen Chief Financial Officer. Der Firmengründer, der selbst wegen Copyright-Verletzungen im Fadenkreuz der Justiz steht, hatte vergangenes Jahr öffentlichkeitswirksam verlauten lassen, große Web-Konzerne wie Google, Facebook und Twitter wegen Urheberrechtsübertretungen rechtlich verfolgen zu wollen. Die ehemalige Firma von Dotcom, der auch als Kim Schmitz bekannt ist, namens Megaupload war von den US-Behörden 2012 geschlossen worden - wegen Copyright-Verletzungen und Geldwäsche in großem Stil.

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