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Schutz der Privatsphäre

Einfache Generalisierung reicht nicht, um Tracking-Daten zu anonymisieren

Amadeus Bramsiepe, Markus Breig, KIT
Amadeus Bramsiepe, Markus Breig, KIT

Viele Anbieter von Tracking-Diensten werben mit sicherem Datenschutz, indem sie die Datensätze generalisieren. Doch eine einfache Generalisierung ist nicht geeignet, um Webtracking-Daten wirksam zu anonymisieren, zeigt eine wissenschaftliche Untersuchung.

Das Surfverhalten von Menschen zu verfolgen, gehört zum Alltag der Internetnutzung. Tracking-Dienste sammeln kontinuierlich große Datenmengen: Welche Webseiten besuchen Internet-Nutzer? Welche Geräte verwenden Menschen zum Surfen? Wann oder von wo aus rufen sie Webseiten auf? "Da diese Daten sehr sensibel sind und einen hohen Personenbezug haben, nutzen viele Unternehmen die Generalisierung, um sie scheinbar zu anonymisieren und damit Datenschutzregelungen zu umgehen", sagt Thorsten Strufe, Leiter der Forschungsgruppe "Praktische IT-Sicherheit" und Professor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Bei einer Generalisierung wird der Detailgrad der Informationen reduziert, sodass eine Identifizierung von Einzelpersonen nicht mehr möglich sein soll. So werden beispielsweise die Ortsinformationen auf die Region beschränkt, die Abrufzeit auf den Tag oder die IP-Adressen um einige Zahlen gekürzt. Ob so wirklich keine Rückschlüsse mehr auf das Individuum gezogen werden können, hat Strufe gemeinsam mit seiner Forschungsgruppe und Kolleginnen und Kollegen der TU Dresden untersucht.

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