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Rechtehammer
B2B 16.03.2017
B2B 16.03.2017

Aussage vor Gericht Unister-Prozess: Mutmaßlicher Kredit-Vermittler nimmt Stellung

shutterstock.com/Billion Photos
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Aussage vor Gericht: Der mutmaßliche Vermittler des Kreditbetruges um Unister-Gründer Thomas Wagner hat erstmals vor Gericht Stellung zu den Vorwürfen genommen. Er wolle nicht mitbekommen haben, dass sich in dem Koffer Falschgeld befand.

Der mutmaßliche Vermittler des Kreditbetruges um Unister-Gründer Thomas Wagner hat erstmals sein Schweigen gebrochen. Er habe nicht mitbekommen, dass in dem ominösen Koffer Falschgeld war, sagte der 69 Jahre alte Angeklagte am Mittwoch vor dem Landgericht Leipzig.

Der Mann aus Unna in Nordrhein-Westfalen ist wegen Betrugs am Unister-Chef und an einer Architektin angeklagt. Er soll die Geschäfte mit einem angeblichen israelischen Diamantenhändler vermittelt habe, die sich am Ende als sogenannte Rip-Deals herausstellten. Den Opfern, die sich Kredite erhofften, wurde Falschgeld angedreht.

Fragwürdiger Kredit-Deal

Wagner hatte laut Anklage im Sommer vorigen Jahres in der Hoffnung auf einen Kredit für sein klammes Leipziger Unternehmen dem Diamantenhändler in Venedig 1,5 Millionen Euro übergeben. Das Geld sollte als Sicherheit für ein Darlehen über 15 Millionen Euro dienen. Wagner sei allerdings ein Koffer mit Falschgeld übergeben worden.
Mehrere Mitarbeiter von Wagner hatten bereits in dem Prozess ausgesagt, dass sie ihm mehrfach von dem fragwürdigen Kredit-Deal abgeraten hätten. Das Ganze sei ihnen hochgradig unseriös vorgekommen.

Auf der Rückreise aus Italien starb Wagner zusammen mit drei weiteren Menschen bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien. Unmittelbar danach meldete Unister Insolvenz an.

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