Tipps & Tricks 10.01.2017, 12:30 Uhr

Wie ein intelligenter A/B-Test eure Conversion pusht

Jeder Website-Betreiber sollte sich regelmäßig die Frage stellen, inwieweit sich die eigene Conversion-Rate weiter optimieren lässt. Eine Möglichkeit dafür sind A/B-Tests.
(Quelle: shutterstock/iQoncept)
Jede Webseite hat ein Ziel - oder sollte eines haben: Egal ob es darum geht, ein schickes Paar Turnschuhe zu verkaufen, das Image als bester Klempner im Ort herauszuarbeiten, Besucher zum Bestellen einen Newsletters zu animieren oder ein persönliches Beratungsgespräch zu vereinbaren - je präziser euer persönliches Ziel erkennbar ist und je intelligenter ihr eure Besucher in eure Kanäle leitet, desto eher erreicht ihr das, was ihr möchtet.

Ziel: Conversion-Rate optimieren

Das Verhältnis von Besuchern zu konvertierenden Kunden wird als Conversion-Rate bezeichnet. Doch selten matchen Besucher und Ziel zu 100 Prozent - die meisten Online Shops haben sogar nur eine Konversionsrate von drei Prozent.
Insofern sollte sich jeder Website-Betreiber regelmäßig die Frage stellen, inwieweit sich die eigene Conversion-Rate weiter optimieren lässt. Auffindbarkeit in den Suchmaschinen, eine gute Usability, wirklich relevante Inhalte, eine emotionale Kundenansprache, Vertrauen durch Bewertungen und Transparenz - es gibt viele Ansätze, aus einem neugierigen Besucher einen zufriedenen Kunden zu machen.

A/B Testing

Um die Effizienz der eigenen Maßnahmen zu überprüfen und das Nutzerverhalten besser kennenzulernen, erfreuen sich A/B-Tests immer größerer Beliebtheit. Die Methode ist ebenso einfach wie genial: Ein Teil der Benutzer wird auf eine leicht abgeänderte Variante der Seite gelenkt, um bestimmte Hypothesen in Punkto Design, Content oder Benutzerfreundlichkeit zu überprüfen. Doch wann ist ein Testergebnis wirklich valide?
Folgende drei Punkte solltet ihr beim A/B-Testing unbedingt beachten:

1) Take your time

Seid nicht ungeduldig: Die meisten A/B-Tests scheitern an einer zu geringen Zeitspanne. Zum einen benötigt ihr für relevante Aussagen eine ausreichende Zahl an Test-Teilnehmern und Conversions - zum anderen solltet ihr immer auch zeitliche Gegebenheiten berücksichtigen: Das Kaufverhalten an einem Montag ist immer anders als am Wochenende, in der Haupturlaubszeit werdet ihr andere Ergebnisse erzielen als in der Vorweihnachtszeit. Als Mindestlaufzeit für einen A/B Test sind zwei Wochen eine gute Richtschnur.

2) Testet keine Banalitäten

Überprüft die Relevanz eurer Hypothese: Auf den ersten Blick misst der A/B-Test natürlich, wie sich eine Veränderung auf der Webseite auswirkt - viel wichtiger ist jedoch die Folge geänderten Nutzerverhaltens. Eine Variation, die das Verhalten der Nutzer nicht ändert, wird somit auch kein Resultat im A/B Test bringen.
Ein A/B-Test-Klassiker ist etwa die Veränderung der Button-Farbe. Der Check, ob ein roter oder ein gelber Kauf-Button besser abschneiden, bringt zwar ein Ergebnis, ist allerdings nicht sehr aussagekräftig. Viel eher zählen ganzheitliche Tests, wie beispielsweise das Ändern eines kompletten Farbschemas das gute Gefühl und somit die Verweildauer der Kunden beeinflusst.

3) Schritt für Schritt

Das Farbschema wurde verändert, die Texte gekürzt, das Formuar-Feld anders platziert. Und die Testergebnisse? Sind definitiv eines: nicht relevant. Bei A/B-Tests ist es entscheidend, dass ihr immer nur ein Element verändert. Nur so könnt ihr nachvollziehen, welche Veränderung die verbesserte Konversion gebracht hat.

Keine eigenen Ideen?

Hypothesen, die ihr testen könnt, findet ihr am besten heraus, in dem ihr mit kleinen Umfragetools wie SurveyMonkey eure bestehenden Kunden fragt, ob sich diese auf eurer Website gut zurechtfinden, ob sie alles gefunden haben, was sie suchen und was ihr besser machen könnt. Vielleicht stellen ihr ihnen für die Teilnahme sogar ein kleines Incentive in Form eines Gutscheins zur Verfügung.
Der Artikel erschien zuerst auf digitalmobil.com.




Das könnte Sie auch interessieren