Praxistipp 02.02.2015, 11:30 Uhr

Worauf Sie bei einem PIM achten sollten

Um Produkte im Online-Shop mit den richtigen Bildern und den nötigen Informationen präsentieren zu können, ist ein Produkt-Information-Management-System (PIM) nötig.
(Quelle: Fotolia.com / Beawolf)
Die Einführung einer neuen Lösung in Unternehmen bindet Ressourcen und birgt oft unerwartete Risiken. Marco Kahler, Vertriebsleiter bei Meyle + Müller erklärt, welche Faktoren Sie während der Einführung Ihres Product- Information-Management-Systems (PIM) unbedingt im Blick behalten sollten.

1. Klare Ziele setzen
Definieren Sie vor der Einführung eines PIM klare Ziele, die mit dem System erreicht werden sollen. Nur so können Sie später das Erreichen der Ziele überprüfen. Ein Ziel könnte etwa sein, den Pflegeaufwand von Produktinformationen dadurch zu verkleinern, dass diese medienneutral gespeichert und in verschiedenen Ausgabekanälen verwendet werden können. Unabdingbar für den Erfolg ist ein robustes Mandat auf Geschäftsleitungsebene und klar definierte Verantwortlichkeiten in Planung, Umsetzung und Einsatz.
 
2. Information als Alleinstellungsmerkmal
Ein gut ausgearbeitetes Datenmodell stellt eine Grundvoraussetzung für die Auffindbarkeit von Artikeln dar. Je mehr Informationen zu Produkten hinterlegt werden können, desto eher findet der Kunde die Produkte, nach denen er sucht. Hieraus kann sich auch ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln. Bekommt ein Kunde bei Ihnen mehr oder genauere Information zu einem gesuchten Produkt, schafft das Vertrauen und Sicherheit und verschafft Ihnen einen Vorteil gegenüber anderen Anbietern.
 
3. Datenqualität und Verantwortung
In direktem Zusammenhang mit dem Datenmodell steht die Datenqualität. Selbst das ausgereifteste Datenmodell ist sinnlos, wenn es aufgrund fehlender Artikelinformationen nicht befüllt werden kann. Nur aktuelle und gut ausgearbeitete Produktinformationen führen den Kunden zum Kauf und verbessern zusätzlich die Auffindbarkeit in Suchmaschinen. Prüfen Sie, inwieweit sich Produktdaten von Herstellern und Großhändlern automatisch in Ihr PIM integrieren lassen und wie gut sie von Ihren eigenen Mitarbeitern geprüft, angereichert und freigegeben werden können.
 
4. Definition der Prozesse
Für den erfolgreichen Einsatz eines PIM-Systems im Unternehmen ist die genaue Definition von Prozessen, Rechten und Rollen entscheidend. Klare Verantwortungen und Kompetenzbereiche erleichtern die Umsetzung. Wichtig ist zudem, dass PIM-Prozesse an bestehende Vorgehensweisen im Unternehmen angepasst werden und dass alle relevanten Bereiche wichtige Mitarbeiter zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit ins Boot geholt werden.
Der Online-Händler Parkett  Direkt hat sich vor gut einem Jahr entschieden, sein PIM auszutauschen - und gute Erfahrungen gemacht.

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