Weihnachts-Studie 28.01.2016, 08:00 Uhr

6. Dezember: Umsatzstärkster Shopping-Tag

Das Weihnachtsgeschäft im Web unterscheidet sich deutlich von dem im stationären Handel: Im Internet war der 6. Dezember der Tag mit den höchsten Umsätzen, im Einzelhandel war es der 19. Dezember.
(Quelle: Shutterstock.com/Syda Productions)
Im Internet findet das Weihnachtsgeschäft 14 Tage früher statt als im stationären Einzellhandel: Mit dem Black Friday am letzten Novemberwochenende beginnt der Run auf die Geschenke, gefolgt von zwei Peaks an den ersten beiden Dezember-Wochenenden. Anschließend nehmen die Online-Ausgaben bis Heilig Abend kontinuierlich ab. Zu diesem Ergebnis kommt der Payment-Dienstleister Payone, der zusammen mit B+S Card Service und Statista das Weihnachtgeschäft 2015 in Deutschland analysiert hat.
Für die Studie " Shopping & Payment im Weihnachtsgeschäft 2015 - Studie zu den saisonalen Trends im E-Commerce und stationären Handel" wurden in der Zeit vom 1. November bis zu 31. Dezember 2015 die Online-Zahlungen, die über Payone liefen, sowie die Kartenzahlungen im stationären Handel, die B + S Card Service abgewickelt hat, ausgewertet. Anschließend wurden sie durch das Marktforschungsunternehmen Statista auf Basis unterschiedlicher Marktdaten für den Gesamtmarkt hochgerechnet.

Spitzenwert am letzten Samstag vor Heilig Abend

Im stationären Handel steigen die Verkäufe dagegen in der Vorweihnachtszeit nach und nach an und erreichen am letzten Samstag vor Heilig Abend ihren Spitzenwert. 1,29 Milliarden Euro flossen allein am 19. Dezember in die Kassen des stationären Einzelhandels. Das sind rund 2,6 Prozent des gesamten Weihnachtsumsatzes in Höhe von rund 48,49 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Online schlug der umsatzstärkste 6. Dezember mit 340 Millionen Euro zu Buche. Auch das sind rund 2,6 Prozent des gesamten Online-Weihnachtsumsatzes von 13,02 Milliarden Euro. Haupteinkaufszeiten sind in den Ladengeschäften die Stunden zwischen 16 und 18 Uhr, im Internet zwischen 20 und 22 Uhr.
(Quelle: Payone/B+S Card Service)
Durchschnittlich gaben die Kunden pro Online-Bestellung knapp 96 Euro aus, im stationären Handel waren es nur knapp 60 Euro je Einkauf. Mit einem Anteil von 56 Prozent ist der Mehrheit der Online-Käufer im Weihnachtsgeschäft weiblich. Dafür geben die Männer online mit 100,78 Euro je Bestellung rund 8,60 Euro mehr aus als Frauen. Zudem scheinen Männer online eher zum "Last-Minute-Shopping" zu neigen: In den letzten zehn Tagen vor Heilig Abend übersteigt ihr Ausgabenanteil den der Frauen.

Paypal dominiert

Bei den Payment-Lösungen im Internet dominiert Paypal. 30 Prozent der Bestellungen werden so bezahlt. Dahinter liegt die Kreditkarte, mit der gut 20 Prozent der Käufe beglichen werden. Auffällig sind auch hier die Geschlechterunterschiede: Während 38 Prozent der Männer Paypal nutzen, sind es nur 24 Prozent der Frauen. Dagegen zahlen elf Prozent der Frauen auf Rechnung, doppelt so viele wie Männer. Im stationären Handel dominiert bei den Kartenzahlungen eindeutig die Girokarte: Fast 80 Prozent der Kartenzahlungen werden darüber abgewickelt. Die beiden Kreditkartenanbieter Visa und Master kommen auf jeweils nur rund neun Prozent. Allerdings spielt das Bargeld im stationären Handel noch die Hauptrolle.
Das zeigt: Im Weihnachtsgeschäft wird E-Commerce immer wichtiger. Mehr als die Hälfte der Deutschen kauft Geschenke online. Bei den unter 30-Jährigen sind fast 70 Prozent mobil auf Geschenkesuche, so eine IntelliAd-Studie.



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